„Ich hoffe, dass sie einen tollen Nachmittag hatten“ – Gian van Veen erlebt besonderen Moment mit seinen Eltern in Amsterdam
PDC
Gian van Veen hat das Viertelfinale der World Series of Darts Finals erreicht. Der Niederländer setzte sich am Samstagnachmittag in Amsterdam mit 10:7 gegen Karel Sedlacek durch. Van Veen zeigte starkes Darts, brauchte aber ungewöhnlich lange, um den formstarken Tschechen abzuschütteln.
Für die Zuschauer entwickelte sich ein packendes Match auf hohem Niveau. Auch Van Veen genoss die Partie im Rückblick, während der eigentlichen Begegnung wünschte er sich allerdings eine frühere Entscheidung.
Sedlacek fordert Van Veen bis zum Schluss
„Ja und nein. Vom Niveau her auf jeden Fall. Aber ich hatte erwartet, dass ich ihn bei so einem Spiel früher abschüttle. Das passierte nicht", räumte Van Veen im Gespräch mit Viaplay ein. „Karel hat wirklich eine fantastische Partie gespielt. Er hat mich scoringmäßig ständig unter Druck gesetzt. Ich stand nach neun Darts auf einem Finish und dachte: gut, dann hast du noch sechs Darts. Aber er stand nach neun Darts einfach neben mir. Er war wirklich sehr gut."
Van Veen fand dennoch die passenden Antworten auf Sedlacceks starke Vorstellung. Besonders in den entscheidenden Momenten bewahrte der Niederländer die Ruhe. „Ich bin froh, dass ich heute auch etwas entgegensetzen konnte."
Im Rückblick verschaffte ihm gerade die Art des Sieges zusätzliche Genugtuung. „Während des Spiels vielleicht nicht. Klar, es ist schön, 10:7 zu gewinnen, aber mit so einem Spiel gewinne ich lieber 10:1 oder 10:2", lachte er. „Wenn du dann zurückblickst, gibt dir das mehr Genugtuung. Du weißt, dass der Gegner Druck macht, und du musst ein paar Checkouts wirklich nehmen. Die nimmst du dann alle. Das gibt mehr Selbstvertrauen und mehr Zufriedenheit im Nachgang."
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Van Veen führte die lange offene Partie vor allem auf die starke Leistung seines Gegners zurück. „Er setzte mich in jedem Leg unter Druck und gewann auch ein paar Legs, in denen ich nicht in der Nähe war. Das ist einfach sein Verdienst. Aber das ist auch das Timing, das du brauchst."
Eltern sehen Van Veen glänzen
Der Sieg erhielt für Van Veen eine besondere Note, denn seine Eltern verfolgten die Partie live im Publikum – ein seltener Moment. „Das letzte Mal, dass sie dabei waren, war in Polen, und da erreichte ich das Finale auf der Euro Tour. Davor war es das WM-Finale. Das habe ich dann verloren."
Am Donnerstag konnten seine Eltern noch nicht anwesend sein, im Vorfeld trafen sie jedoch eine Abmachung. „Sie sagten: Wenn du gewinnst, sind wir am Samstagnachmittag da. Das ist für mich natürlich top. Dass sie mal dabei sind und ich dann auch gut spiele und gewinne. Ich hoffe, sie hatten einen tollen Nachmittag."
Auch seine Eltern erlebten mit, wie die niederländischen Fans Van Veens Namen lautstark durch die Halle sangen – ein Erlebnis, das selbst für den Spieler etwas Besonderes bleibt. „Sogar als Spieler bekommst du da auf der Bühne manchmal noch Gänsehaut. Daran gewöhnst du dich nicht so schnell."

Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026












