Vincent van der Voort hat mit einiger Verwunderung auf jüngste Äußerungen von Barry Hearn reagiert. Der ehemalige Profidarter hörte den Ex-PDC-Vorsitzenden in einem Interview mit Online Darts warnen, dass Spieler, die regelmäßig Turniere auslassen, nicht automatisch mit Einladungen zur World Series of Darts rechnen dürfen.
In dem Podcast Darts Draait Door stellte Van der Voort diese Botschaft infrage. Nach Ansicht des Niederländers lief Hearns Bemerkung faktisch auf eine verkappte Warnung in Richtung eines Teils der Spieler hinaus.
„Er bedroht sie auch noch alle. Nicht direkt, aber zwischen den Zeilen sagt er es ganz klar“, meint Van der Voort. „Er sagt an einer Stelle: Wenn du zu oft für Turniere absagst, erwarte nicht, dass du zur World Series eingeladen wirst.“ Für Van der Voort ist die dahinterstehende Botschaft eindeutig. „Damit sagt er eigentlich schlicht: Du musst kommen.“
Zugleich fragt sich der frühere UK-Open-Finalist, inwieweit eine solche Regel für jeden Spieler gleich angewendet wird. Er führt dabei Luke Littler an. Nach Van der Voorts Einschätzung wird die PDC die größten Publikumsmagneten kaum übergehen, wenn sie für ein World-Series-Turnier verfügbar sind. „Wenn Littler mitmachen will, macht er einfach mit“, sagt Van der Voort. „Also gilt es nicht für die Spieler, wegen derer die Tickets verkauft werden.“
Dadurch treffe die Warnung laut Van der Voort vor allem die Akteure außerhalb der absoluten Weltspitze. „Es gilt nicht für die besten Fünf, sondern für den Rest. Aber das kann er natürlich nicht sagen.“
Genau das stößt dem Niederländer auf. „Dann sitzt er da und erzählt ganz großspurig: Moment mal, wenn du nicht genug mitspielst, spielst du keine World Series. Also sagt er zu all den anderen Spielern: Du musst alles spielen, sonst wirst du einfach nicht mehr eingeladen.“
Als Beispiel nennt Van der Voort Nathan Aspinall. ‚The Asp‘ habe seiner Meinung nach eine Position erreicht, in der er normalerweise den Spielraum haben sollte, hin und wieder ein Turnier auszulassen.
„Es gibt genug Spieler wie Aspinall. Der ist durchaus in der Lage, ab und zu etwas abzusagen“, so Van der Voort. „Aber der hat jetzt im Grunde von Barry Hearn zu hören bekommen: Du machst nicht mehr mit. Das kannst du vergessen.“
Van der Voort zieht die Aussage anschließend mit einer ordentlichen Portion Zynismus Richtung Premier League weiter. „Jetzt müssen wir sehen, wie glaubwürdig das ist. Zum Beispiel für die Premier League im nächsten Jahr. Also können wir bei Aspinall eigentlich schon einen Strich ziehen. Ein Strich durch die Premier League, laut Barry Hearn.“
Pieter Verbeek ist seit 2017 Chefredakteur von Dartsnieuws.com, der niederländischen Schwesterwebsite von Dartsnews.de. Dort ist er für die redaktionelle Ausrichtung, die tägliche Inhaltsplanung und die Berichterstattung über internationale Dartturniere verantwortlich. Darüber hinaus veröffentlicht er Beiträge auf Dartsnews.de und bringt dabei seine langjährige Erfahrung und umfassende Expertise im professionellen Dartsport ein.
Seine Beschäftigung mit der Dartswelt begann 2013, als er im Rahmen einer Aufgabe für die Journalistenschule über ein Live-Event der European Tour in Veldhoven berichtete. Seitdem verfolgt er den professionellen Dartsport intensiv und sammelte umfangreiche Erfahrung mit Interviews, Spielberichten und Liveblogs zu großen PDC-Turnieren.
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Neben seiner journalistischen Tätigkeit war er zwischen 2022 und 2025 Medienmanager des professionellen Dartteams TOTO Dart Kings und dort für die Medienkommunikation sowie die Öffentlichkeitsarbeit rund um das Team verantwortlich.
Durch seine Arbeit in der Dartswelt war er bei mehreren internationalen Veranstaltungen vor Ort, darunter bei Premier-League-Abenden im Rotterdam Ahoy, mehreren Ausgaben der PDC World Darts Championship und den US Darts Masters im Madison Square Garden in New York.
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