„Ich muss mir selbst in den Hintern treten“ – Josh Rock hart zu sich selbst nach 6:0-Sieg

PDC
Sonntag, 30 August 2026 um 14:30
Josh Rock (2)
Josh Rock hat nach seinem überzeugenden Sieg über Joe Cullen bei der Hungarian Darts Trophy ungewöhnlich harte Selbstkritik geübt. Der Nordire zog mit einem 6:0 in die dritte Runde von Budapest ein, räumte jedoch ein, seit dem World Matchplay viel zu wenig Zeit und Energie ins Training gesteckt zu haben.
Gegen einen schwachen Cullen geriet Rock kaum in Schwierigkeiten. Die Nummer acht der Welt gab kein einziges leg ab und demonstrierte seine Klasse mit Checkouts von 130 und 116. Dennoch war „Rocky“ alles andere als zufrieden damit, wie er zuletzt mit seinem Sport umgegangen ist.
„Ich will ehrlich zu mir selbst sein: Seit dem World Matchplay habe ich schlicht nicht genug Zeit und Mühe investiert“, bekannte der 25-jährige Rock. „Ich habe nicht viel trainiert, und das sieht man auf dem Board.“
Laut Rock waren die Folgen vor allem auf seiner jüngsten Reise nach Australien und Neuseeland sichtbar. Der Nordire erreichte bei den New Zealand Darts Masters wie auch den Australian Darts Masters das Viertelfinale, brachte bei diesen beiden World Series-Turnieren jedoch nur einmal ein average von über 90 auf die Anzeige. „Das hat man gesehen, als ich in Australien und Neuseeland gespielt habe“, so Rock weiter. „Ich muss mir selbst in den Hintern treten und zurück ans Trainingsboard, denn im Moment ist es einfach nicht gut genug.“

„Es ist meine eigene Schuld“

Rock sucht für seine schwächere Phase bewusst keine Ausreden. Nach Ansicht des ehemaligen Junioren-Weltmeisters liegt die Verantwortung komplett bei ihm selbst.
„Ich war beim Training einfach sehr, sehr nachlässig. Das ist meine eigene Schuld“, gibt er zu. „Ich weiß, was ich zu tun habe. Ich muss mir einfach einen Tritt geben und wieder nach vorne gehen.“
Wie wenig er an eine plötzliche Wende in Budapest glaubte, zeigt auch ein Gespräch, das er vor dem Turnier mit seinem Manager Rab Bain führte. Rock warnte ihn, in dieser Woche keine großen Leistungen zu erwarten.
„Ich habe sogar zu meinem Manager Rab gesagt: Erwarte diese Woche keinen großen Sieg, denn ich habe nicht die nötige Zeit und Mühe investiert. Und das ist meine eigene Schuld.“
Vor diesem Hintergrund kam der souveräne 6:0-Erfolg gegen Cullen zum richtigen Zeitpunkt. Rock freut sich entsprechend, ohne Probleme unter die letzten Sechzehn eingezogen zu sein. „Natürlich bin ich sehr froh, dass ich in der nächsten Runde stehe. Jetzt muss ich von hier aus einfach nachlegen.“
Dazu bekommt Rock am Sonntagnachmittag direkt die Gelegenheit. In der dritten Runde der Hungarian Darts Trophy trifft „Rocky“ in Budapest auf Chris Dobey. Der Sieger dieser Partie steht im Viertelfinale.
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