„Dass ich so weit kam, war ein Geschenk der Götter“ – Gary Anderson voller Selbstironie nach verlorenem Finale
PDC
Gary Anderson gewann die Hungarian Darts Trophy am Sonntagabend zwar nicht, doch der zweimalige Weltmeister blickt trotzdem auf ein herausragendes Wochenende in Budapest zurück. Der Schotte erreichte erstmals seit Juli des vergangenen Jahres wieder ein European-Tour-Finale, verlor dort jedoch deutlich mit 2:8 gegen einen überragenden Ross Smith.
Nach dem überraschenden Lauf ins Endspiel fand Anderson trotzdem klare, humorvolle Worte. „Ich war schon eine ganze Weile komplett ohne Energie!", witzelte der Schotte, der in Ungarn erst sein drittes European-Tour-Turnier der Saison bestritt. „Das Erreichen des Finals war pures Glück. Dass ich so weit gekommen bin, war ein Geschenk der Götter." Ganz gerecht wurde er sich damit allerdings nicht, denn er feierte in Budapest seine ersten vier Siege auf der European Tour 2026 und machte damit einen wichtigen Schritt im Kampf um die Qualifikation für die European Darts Championship.
Überzeugender Weg ins Finale
Anderson eröffnete sein Turnier mit einem überzeugenden 6:2-Erfolg gegen Krzysztof Ratajski und untermauerte diesen mit einem starken Average von 105,27. Im Anschluss forderte ihn Stephen Bunting, den er erst im entscheidenden elften Leg bezwang. Auch danach blieb es spannend: Im Viertelfinale gegen Gian van Veen benötigte Anderson erneut ein Average über 100, ehe er den Niederländer im Decider niederrang. Im Halbfinale gegen Nathan Aspinall schien das Turnier für ihn bereits vorbei, doch Anderson wehrte fünf Matchdarts ab und zog dennoch ins Finale ein.
Dort wartete ein entfesselter Ross Smith. Der Engländer übernahm dank starker Finishes über 103 und 124 Punkte mit 2:1 die Führung und zog anschließend immer weiter davon. Mit einem 11-Darter besiegelte Smith schließlich den 8:2-Endstand. Ein Average von 101 sowie eine Checkout-Quote von 73 Prozent unterstrichen seinen dominanten Auftritt. Anderson zollte seinem Gegner nach der Partie höchsten Respekt: „Ross war den ganzen Tag über großartig. Wir haben ihn in seinem zweiten Match beobachtet, und er war fantastisch."
Für Smith bedeutete der Titel bereits seinen zweiten European-Tour-Erfolg 2026, nachdem er im Mai schon die International Darts Open gewonnen hatte. Bemerkenswert dabei: Auch in Andersons letztem European-Tour-Finale im Juli des vergangenen Jahres setzte sich Smith gegen den Schotten durch.
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Trotz der klaren Finalniederlage dürfte das Wochenende für Anderson enorm wertvoll sein. Seine vier Siege verbessern seine Chancen auf die Teilnahme an der European Darts Championship spürbar, und der Schotte will diese Qualifikation nun in den verbleibenden Turnieren festigen. „Wir haben noch ein paar Turniere, um uns für die Finals zu qualifizieren", schloss ein kämpferischer Anderson. „Also werde ich verdammt noch mal alles dafür tun."
SMITH WINS THE HUNGARIAN DARTS TROPHY! 🏆
— PDC Darts (@OfficialPDC) August 30, 2026
Ross Smith claims his second European Tour title, thrashing Gary Anderson 8-2 with a 101 average and 73% double success rate! 🤩
An excellent performance to win it 👏 pic.twitter.com/IdRzzMNPZz

Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









