Ross Smith holt den Titel, doch Gary Anderson und Beau Greaves stehlen mit beeindruckenden Averages bei der Hungarian Darts Trophy die Show

PDC
Montag, 31 August 2026 um 8:30
Gary Anderson (6)
Ross Smith hat am vergangenen Wochenende die Hungarian Darts Trophy gewonnen. Der Engländer setzte sich im Finale mit 8:2 gegen Gary Anderson durch und feierte damit seinen zweiten European-Tour-Titel dieser Saison.
Der Titel ging an Smith, doch den höchsten average des gesamten Turniers verzeichnete Anderson. Der Schotte spielte im Achtelfinale beeindruckende 105,27 average, doch am Ende reichte das nicht, um den Titel zu holen.
Anderson war damit der klare Ausreißer bei den averages. Im Achtelfinale zeigte er, warum er auf der European Tour weiterhin zu den gefährlichsten Spielern zählt. Mit 105,27 Punkten pro drei Darts war er der einzige Spieler, der bei der Hungarian Darts Trophy über 105 kam. Zudem bestätigte Anderson später im Turnier sein hohes Niveau. Im Viertelfinale gegen Gian van Veen spielte er 101,45 average.
Diese starken Leistungen trugen Anderson bis ins Finale, wo er auf Smith traf. Dort gelang es dem Schotten jedoch nicht, sein Topniveau erneut abzurufen. Anderson musste sich mit einem deutlich niedrigeren average begnügen, während Smith mit 101,01 selbst über der Hundertermarke blieb. Der Engländer machte zudem in den Schlüsselmomenten den Unterschied und zog schließlich souverän mit 8:2 davon.

Greaves auf starker zweiter Position

Hinter Anderson rangiert Beau Greaves auf Platz zwei der höchsten averages. Die Engländerin kam in der Auftaktrunde gegen Rob Cross auf hervorragende 104,88 average. Damit blieb sie nur wenige Zehntel hinter Andersons Turnierbestwert. Greaves konnte diese starke Zahl jedoch nicht in einen tiefen Lauf im Turnier ummünzen.
Auch Cross und Tom Sykes notierten in den letzten 48 einen average über 100. Cross kam auf 101,90, während Sykes mit 101,20 ebenfalls eine beeindruckende Marke setzte. Das unterstreicht das hohe Niveau in den frühen Runden der Hungarian Darts Trophy.
Ross Smith ist selbst zweimal in der Spitze der Rangliste vertreten. In den letzten 32 verzeichnete er 101,33 average, während er im Finale mit 101,01 erneut über 100 blieb. Damit war Smith neben Anderson der einzige Spieler, der in zwei verschiedenen Partien einen average von über 100 erreichte.
Ross Smith in Aktion bei der Hungarian Darts Trophy
Ross Smith holte den Gesamtsieg bei der Hungarian Darts Trophy
Nathan Aspinall komplettiert die Top Ten mit einem average von 100,95 im Viertelfinale. Keane Barry und Damon Heta lagen in den letzten 48 ebenfalls über der Marke von 100 Punkten pro drei Darts, mit 100,77 beziehungsweise 100,67.
Die Zahlen zeichnen damit ein interessantes Bild der Hungarian Darts Trophy. Anderson war statistisch der beste Spieler des Wochenendes mit 105,27, doch Smith gewann am Ende das wichtigste Match. Der Engländer bewies erneut, dass ein hoher average allein keine Erfolgsgarantie ist. In den entscheidenden Momenten zählen vor allem die Doppel und das Gewinnen der richtigen legs.
Für Smith brachte diese Kombination schließlich den Hauptpreis. Mit seinem zweiten European-Tour-Titel der Saison bestätigte er seine ausgezeichnete Form, während Anderson trotz mehrerer beeindruckender averages mit Rang zwei vorliebnehmen musste. In Ungarn war es also nicht der Spieler mit dem höchsten average, der die Trophäe stemmen durfte, sondern derjenige, der im entscheidenden Moment am besten performte.
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