„Ich bin völlig sprachlos“ – Charlie Manby überglücklich nach seinem ersten PDC-Titel

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Charlie Manby (1)
Charlie Manby sorgte am Mittwoch für eine besondere Leistung: Er gewann Players Championship 31. Der junge Engländer besiegte im Finale den Niederländer Maik Kuivenhoven mit 8:2 und holte damit seinen ersten Titel auf der PDC ProTour. Nach dem Erfolg war Manby überglücklich. Zudem sicherte er sich mit seinem Sieg die Teilnahme am Grand Slam of Darts.
„Das ist wirklich unglaublich. Mir fehlen völlig die Worte“, sagte Manby nach seinem Sieg im Gespräch mit der PDC. „Ich glaube, ich habe den ganzen Tag gut gespielt. Hier sind so viele starke Spieler am Start. Es ist einfach verrückt, dass ich es tatsächlich geschafft habe.“

Beeindruckender Weg zum ersten Titel

Manby überzeugte während des Turniers vor allem mit seiner hohen Punkteausbeute. Er startete mit einem souveränen 6:1 gegen Karel Sedlacek in den Tag und erzielte dabei einen Average von 104,01. Anschließend setzte er sich mit 6:5 gegen Dennie Olde Kalter durch und besiegte Adam Leek mit 6:4.
Charlie Manby bei der vergangenen Darts-Weltmeisterschaft
Charlie Manby überzeugte bereits bei der Darts-Weltmeisterschaft und gewann nun auch seinen ersten PDC-Titel.
Im Achtelfinale zeigte er eine seiner besten Leistungen des Tages. Gegen den Deutschen Dominik Grüllich warf Manby einen herausragenden Average von 112,16 und gewann mit 6:3. Im Viertelfinale bezwang er auch Alan Soutar mit 6:3.
Im Halbfinale wartete Beau Greaves, die Manby gehörig unter Druck setzte. Am Ende behielt der Engländer mit 7:5 die Oberhand und zog in sein erstes Players-Championship-Finale ein. Dort war er Kuivenhoven mit 8:2 klar überlegen. Manby beendete das Finale mit einem Average von 99,72, während der Niederländer auf 84,76 kam.

„Gegen Beau war ich schon etwas nervös“

Obwohl Manby zum ersten Mal in seiner Karriere ein ProTour-Finale spielte, hatte er nach eigener Aussage kaum mit Nervosität zu kämpfen. „Natürlich muss man Vertrauen in sich haben, hundertprozentig. Aber in einem Finale weiß man nie, was passieren kann. Es war mein erstes Finale, und ich bin vor allem froh, dass ich es über die Linie gebracht habe.“
Bemerkenswerterweise war Manby im Halbfinale gegen Greaves angespannter als im Endspiel. „Vor dem Finale war ich eigentlich nicht nervös. Als ich gegen Beau führte, wurde ich schon etwas nervös. Besonders als sie zurückkam, dachte ich kurz: Oh Gott.“
„Vielleicht hatte ich zwischendurch einen kleinen Durchhänger. Das könnte an der Nervosität gelegen haben, vielleicht fehlte mir aber auch einfach die Konzentration. Insgesamt hatte ich damit nicht viel zu kämpfen.“

„Ich wusste, dass ich gut genug bin, um das zu schaffen“

Manby erhielt Anfang dieses Jahres seine PDC Tour Card und hatte bereits bei seinem WM-Debüt mit dem Einzug ins Achtelfinale auf sich aufmerksam gemacht. Trotzdem hatte er nicht erwartet, schon in seiner ersten Saison einen Players-Championship-Titel zu gewinnen.
„Vielleicht nicht gleich im ersten Jahr. Natürlich wollte ich einen Titel gewinnen, aber eher innerhalb von zwei Jahren.“
An seinen eigenen Fähigkeiten zweifelte der Engländer jedoch nie. „Es kann natürlich alles passieren. Ich wusste immer, dass ich gut genug bin, um das zu schaffen, was mir heute gelungen ist. Es war nicht unbedingt ein konkretes Ziel für mein erstes Jahr, aber ich wusste, dass ich dazu in der Lage bin. Ich bin überglücklich.“

Ticket für den Grand Slam macht den Sieg noch besonderer

Neben seinem ersten PDC-Titel brachte der Sieg Manby auch einen Startplatz beim Grand Slam of Darts ein. Das sorgte für zusätzliche Erleichterung, denn in diesem Jahr hatte er eine wichtige Chance auf die Qualifikation bereits verpasst.
Damals verlor Manby im Halbfinale der Jugend-WM und verpasste dadurch die mögliche Qualifikation für den Grand Slam. Diese Niederlage hatte ihn sehr beschäftigt. „Ich war enorm enttäuscht, dass ich das Halbfinale bei der Jugend-WM verloren habe, weil ich mich damit für den Grand Slam hätte qualifizieren können. Aber jetzt habe ich mich durch diesen Sieg doch noch qualifiziert. Das ist zehnmal besser.“
Vor allem die Kommentare, die er nach seinem Aus erhalten hatte, waren ihm in Erinnerung geblieben. „Nach dem Spiel war ich ziemlich enttäuscht. Die Leute brachten es immer wieder zur Sprache, und ich wollte überhaupt nicht darüber reden. Dann sagten sie: ‚Wenn du das Spiel gewonnen hättest, wärst du beim Grand Slam dabei gewesen.‘ Und ich dachte: Ja, das weiß ich selbst, danke.“
Mit seinem Titel bei Players Championship 31 hat Manby dieses Kapitel endgültig hinter sich gelassen. „Zum Glück habe ich mich jetzt doch noch qualifiziert. Das sind großartige Nachrichten.“
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