„Ich habe NICHT fertig“ – Leon Weber verpasst Tourcard um 850 Pfund und hofft weiter auf die Darts WM
PDC
Zwei Titel auf der Development Tour, sein erstes Players-Championship-Viertelfinale und die vierte Runde bei den UK Open: Leon Weber setzte 2026 einige Ausrufezeichen.
Dennoch fehlten dem Deutschen am Ende 850 Pfund, um sich über die Nachwuchsserie eine Tourcard zu sichern. Auch das direkte Ticket für die Darts WM verpasste er. In seinem persönlichen Saisonfazit zeigt sich Weber selbstkritisch, aber kämpferisch.
Lange hatte Weber auf der Development Tour eine starke Ausgangsposition. Mit zwei Turniersiegen erspielte er sich einen Vorsprung im Rennen um die begehrten Qualifikationsplätze. Doch nach einer schwierigen zweiten Saisonhälfte stand er beim Abschluss der Serie mit leeren Händen da. Seine Chance auf einen Start im Alexandra Palace lebt allerdings weiter.
In seinem Fazit auf Instagram richtet Weber den Blick zunächst auf die Menschen hinter seinen Leistungen. „Zuerst gilt der Dank meinen Sponsoren, Fans und allen Wegbegleitern, die auch diese Saison mit vielen Auf und Abs an meiner Seite standen!“
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Starke erste Saisonhälfte mit mehreren Höhepunkten
Sportlich konnte Weber vor allem mit den ersten Monaten zufrieden sein. Auf der ProTour sammelte er wichtige Siege und erreichte erstmals das Viertelfinale eines Players-Championship-Turniers. Auch bei den UK Open zeigte er mit dem Einzug in die vierte Runde sein Potenzial.
„Ich blicke zurück auf eine gute erste Jahreshälfte“, schreibt Weber. Neben seinen Ergebnissen auf der Profitour überzeugte er regelmäßig auf der Development Tour. Dort gelangen ihm mehrere tiefe Turnierläufe sowie die Titel Nummer zwei und drei seiner bisherigen Laufbahn.
Diese Erfolge brachten ihn im Rennen um die Tourcard und die Teilnahme an der Darts WM in eine vielversprechende Position. Den entscheidenden Schritt konnte er anschließend jedoch nicht mehr gehen.

Spielte seine ersten beide Jahre auf der PDC Tour: Leon Weber
„Meine gute Form wohl leider im Urlaub in Zypern vergessen“
Den Wendepunkt seiner Saison beschreibt Weber mit einer Mischung aus Humor und Enttäuschung. „Nach der Sommerpause habe ich meine gute Form wohl leider im Urlaub in Zypern vergessen.“
Was locker klingt, entwickelte sich sportlich zu einer hartnäckigen Herausforderung. Weber fand über längere Zeit nicht mehr zu den Leistungen der ersten Saisonhälfte zurück. Auch die Unterbrechungen im Turnierkalender erschwerten ihm den Weg aus dem Formtief.
„Die zweite Jahreshälfte erwies sich für mich dann für sehr schwer, ich konnte nicht mehr an meine vorherige Form anknüpfen und die längeren Pausen zwischen den Turnieren haben mir hierbei nicht geholfen.“
Zwar gelangen ihm zwischendurch weiterhin einzelne gute Ergebnisse. Insgesamt überwogen aus seiner Sicht jedoch die Rückschläge. Den zwischenzeitlichen Vorsprung auf der Development Tour konnte er nicht ins Ziel bringen. Am Ende fehlten 850 Pfund zur Tourcard.
Weber will die schwierigen Monate nun genau analysieren. „Aber diese Zeit werde ich selbstverständlich aufarbeiten und daraus lernen.“
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Darts WM: Weber muss auf Crabtree hoffen
Trotz des verpassten direkten Qualifikationsplatzes bleibt die Darts WM für Weber ein Thema. Eine weitere Möglichkeit ergibt sich durch das Finale der Jugend-WM zwischen Cam Crabtree und Jan Schmidt.
Gewinnt Schmidt das Endspiel, sichert sich der Deutsche den damit verbundenen Platz bei der Darts WM. Setzt sich dagegen der bereits über die Development Tour qualifizierte Crabtree durch, würde Weber über die Nachwuchsrangliste nachrücken. Somit steht für jeden deutschen Dartsfan fest: Es steht mindestens ein weiterer deutscher Spieler auf der Bühne des Ally Pally.
Das Finale findet am 29. November im Rahmen der Players Championship Finals in Minehead statt. Für Weber erhält das Duell damit eine besondere Bedeutung: Ein Sieg des Engländers könnte seine Saison nachträglich mit dem WM-Ticket belohnen.
Parallel bereitet sich Weber auf eine weitere Gelegenheit vor. „Für den Rest des Jahres gilt noch Vorbereitung für den WM Qualifier“, kündigt er an.
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Q-School im Januar: Weber will die Tourcard zurück
Unabhängig vom Ausgang des WM-Rennens nimmt Weber aus dieser Saison auch Zuversicht mit. Seine erfolgreichen Auftritte haben ihm gezeigt, dass er auf der Profitour mithalten kann.
„Mir hat diese Zeit als Rookie mit wenig Erfahrung und kurzer Laufbahn auf der Pro Tour definitiv gezeigt, dass ich das Niveau mitgehen kann und dort in Zukunft auch eine größere Rolle spielen will und kann!“
Dabei erkennt er, dass seine Entwicklung mehr Zeit braucht, als er sich selbst zugestehen wollte. „Hier bedarf es auch mehr Geduld, als ich mir selbst geben wollte.“
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Im Januar soll der nächste Anlauf folgen. Weber wird in der Final Stage der Q-School antreten und dort um die Rückkehr auf die Profitour kämpfen. Sein Ziel formuliert er klar: „Im Januar starte ich dann in der Final Stage der Q-School mit dem Ziel, mir die Tourcard zurückzuholen.“
Die Enttäuschung über die verpassten Chancen ist groß. Seinen Ehrgeiz hat Weber deshalb jedoch keineswegs verloren. Sein persönliches Schlusswort lautet: „Fazit: Ich habe NICHT fertig.“

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








