Wessel Nijman holt nächsten ProTour-Titel: „Ich lebe jetzt das Leben, von dem ich vor zehn Jahren nur träumen konnte“
PDC
Wessel Nijman drückt dem Dartsjahr 2026 klar seinen Stempel auf. Mit dem nächsten Titel auf der Players Championship Tour untermauert der Niederländer eindrucksvoll seine aktuelle Topform. Es ist bereits sein dritter Turniersieg in dieser Saison – und längst kein Ausreißer mehr. Finalteilnahmen gehören für ihn inzwischen zum Alltag, sowohl auf der Pro Tour als auch auf der European Tour.
Nach seinem Triumph beim achten Players Championship des Jahres zeigt sich der 25-Jährige entsprechend zufrieden. Im Finale setzt er sich mit 8:4 gegen Joe Cullen durch und strahlt anschließend vor Selbstvertrauen. „Ja, ich hoffe, dass das so weitergeht“, sagt Nijman mit einem Lächeln. „Ich hoffe, dass wir dieses Jahr noch sehr oft hier stehen.“
Vom Talent zum konstanten Titelanwärter
Dass Nijman den Status eines vielversprechenden Talents längst hinter sich gelassen hat, belegen seine jüngsten Ergebnisse eindrucksvoll. Drei Titel in kurzer Zeit sprechen eine klare Sprache. Dazu kommen zahlreiche Turniere, bei denen er nur knapp am nächsten Erfolg vorbeischrammt. Seine Konstanz hebt ihn aktuell von vielen Konkurrenten ab.

Wessel Nijman gewann in diesem Jahr bereits drei Pro-Tour-Titel
Während andere Spieler auf einen perfekten Tag angewiesen sind, reist Nijman inzwischen mit einer ganz anderen Haltung zu Turnieren. Er weiß, dass er jeden schlagen kann – und vor allem, dass der Weg bis ins Finale für ihn realistisch ist. Dennoch bleibt er in seiner Einschätzung bewusst bodenständig.
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„Diese Woche war tatsächlich das erste Mal, dass ich als Nummer eins gesetzt war“, erklärt er. „Das war für mich etwas Besonderes. Aber mit der Form, die ich aktuell habe – gerade auf den Floor-Turnieren – gehe ich mit viel Vertrauen in jedes Event. Und genau das hilft enorm.“
Dieses Selbstvertrauen basiert nicht auf einem kurzen Lauf, sondern auf nachhaltigem Erfolg. In den vergangenen zwölf Monaten hat Nijman auf der Pro Tour mehr Preisgeld erspielt als jeder andere Spieler. Ein klares Zeichen dafür, wie konstant er auf höchstem Niveau abliefert.
„Das gibt natürlich Vertrauen“, sagt er. „Wenn du mir das vor zwei Jahren erzählt hättest, hätte ich es nicht geglaubt. Jetzt fühlt es sich eher wie ein zusätzlicher Antrieb an – nicht wie Druck. Und genau das brauchst du.“
Nervenstärke in entscheidenden Momenten
Der jüngste Turniersieg verläuft jedoch alles andere als reibungslos. Nijman muss sich mehrfach durchkämpfen, Rückstände aufholen und in engen Situationen die richtigen Entscheidungen treffen. Besonders das Duell mit seinem Landsmann Kevin Doets entwickelt sich zu einem echten Prüfstein.
„Vielleicht hätte ich dieses Match gar nicht gewinnen dürfen“, gibt Nijman offen zu. „Kevin hatte zwei Matchdarts. Aber ich bin natürlich sehr froh, dass ich es noch gedreht habe.“
Genau in solchen Momenten zeigt sich die Entwicklung eines Spielers. Nijman gewinnt nicht nur, wenn alles läuft – er findet auch Wege zum Sieg, wenn es schwierig wird.
Auch im Finale gegen Joe Cullen bekommt er nichts geschenkt. Der Engländer überzeugt mit starkem Scoring und setzt Nijman konstant unter Druck. „Es hat sich angefühlt, als würde er ständig 180er werfen“, beschreibt Nijman die Partie. „Aber ich konnte dranbleiben. Es war ein Spiel mit vielen Breaks auf beiden Seiten – zumindest hat es sich so angefühlt.“
Mentale Stärke als entscheidender Faktor
Auffällig ist vor allem Nijmans Entwicklung im mentalen Bereich. In der Vergangenheit schwankten seine Leistungen teilweise noch stark. Heute tritt er deutlich gefestigter auf. „Im Moment bin ich einfach sehr zufrieden mit meinem Spiel“, erklärt er. „Mit meinem Vertrauen und eigentlich mit allem in meinem Leben.“
Diese Aussage geht über den Sport hinaus. Nijman hat auch abseits der Bühne wichtige Veränderungen erlebt. Früher musste er seinen Alltag zwischen Arbeit und Darts aufteilen. Heute kann er sich vollständig auf seine Karriere konzentrieren.
„Wir haben das schon einmal angesprochen“, sagt er. „Ich muss nicht mehr nebenbei arbeiten. Ich lebe jetzt das Leben, von dem ich vor zehn Jahren nur träumen konnte.“
Freiheit durch Erfolg
Mit dem sportlichen Erfolg kommt auch finanzielle Sicherheit. Und genau diese verändert die Perspektive eines Spielers. Nijman kann sich gezielt auf große Turniere vorbereiten, ohne zusätzlichen Druck von außen.
Die Qualifikation für die wichtigsten Events des Jahres ist für ihn bereits in greifbarer Nähe. Turniere wie das World Matchplay, der World Grand Prix oder die Europameisterschaft stehen fest im Blick.
„Natürlich hilft es, wenn du weißt, dass du bei diesen großen Turnieren dabei bist“, sagt Nijman. „Aber am Ende zählt für mich vor allem, wie ich spiele und wie ich mich fühle. Und das passt aktuell einfach.“
Eine Saison mit Ansage
Mit drei Titeln und einer Vielzahl starker Auftritte gehört Nijman zu den prägendsten Spielern der bisherigen Saison. Und vieles deutet darauf hin, dass dies erst der Anfang ist. Die nächsten Turniere stehen bereits an, unter anderem auf der European Tour. „Ja, ich bin wieder dabei“, bestätigt er. „Wir werden sehen, was passiert.“
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"I'm living the dream life!" ✨
— PDC Darts (@OfficialPDC) March 31, 2026
Wessel Nijman reflects on his incredible run of form, which has seen him pick up multiple titles in the first few months of 2026. pic.twitter.com/B30GooeB0y

Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









