Bei
Players Championship 8 in Leicester setzte sich
Wessel Nijman am Ende eines intensiven Pro-Tour-Tages die Krone auf und bestätigte eindrucksvoll seine derzeitige Topform. Der Niederländer spielte sich mit konstant hochklassigen Leistungen bis ins Endspiel vor und sicherte sich dort seinen dritten Titel der noch jungen Saison.
Aus deutscher Sicht sorgte am Mittwochnachmittag vor allem
Leon Weber für das Highlight des Tages. Der 23-Jährige spielte sich mit mehreren starken Auftritten bis ins Viertelfinale vor und feierte damit eines der Highlights seiner bisherigen PDC-Karriere. Nach einem souveränen Auftaktsieg gegen Oskar Lukasiak setzte Weber mit einem klaren 6:1-Erfolg über Peter Wright ein echtes Ausrufezeichen.
Leon Weber überzeugt mit Viertelfinaleinzug
Auch gegen Nathan Aspinall ließ der Deutsche beim 6:3 im Anschluss nichts anbrennen und zog verdient ins Achtelfinale ein. Dort setzte er sich mit einem kontrollierten 6:3 gegen Sietse Lap durch und erreichte die Runde der letzten acht. Erst dort fand der Lauf ein Ende: Gegen den stark aufspielenden Sebastian Bialecki blieb Weber beim 1:6 chancenlos.
Überzeugte bei Players Championship 8 mit einem starken Lauf ins Viertelfinale: Leon Weber
Auch Martin Schindler präsentierte sich in Leicester solide. Nach einem überzeugenden 6:2-Erfolg gegen David Sharp bestätigte die deutsche Nummer eins seine Tagesform mit einem weiteren starken Auftritt beim 6:3 gegen Tommy Lishman und erreichte damit das Boardfinale. Dort wartete jedoch ein überragender Dave Chisnall, der mit einem Average von über 111 Punkten kaum Angriffsfläche bot und sich klar mit 6:1 durchsetzte.
Für Niko Springer war ebenfalls im Boardfinale Endstation. Nach einem starken Auftakt beim 6:1 gegen Rusty-Jake Rodriguez und einem weiteren 6:1-Sieg gegen Martijn Dragt zog der Meenzer Bub souverän in die dritte Runde ein, musste sich dort jedoch Keane Barry mit 4:6 geschlagen geben.
Pascal Rupprecht sorgte mit einem knappen 6:5-Erfolg über Cristo Reyes für einen Achtungserfolg in Runde eins, konnte den Lauf jedoch nicht weiter ausbauen. Auch Gabriel Clemens startete mit einem soliden 6:4-Sieg gegen William O’Connor ins Turnier, schied anschließend jedoch nach einer umkämpften Partie im Decider gegen Richard Veenstra aus.
Arno Merk überstand nach einem 6:4-Erfolg gegen Tyler Thorpe ebenfalls die erste Runde, musste sich anschließend jedoch Tytus Kanik im Entscheidungsleg geschlagen geben. Kai Gotthardt lieferte sich ein enges Duell mit Krzysztof Ratajski, unterlag dem Polen jedoch ebenfalls knapp mit 5:6. Yorick Hofkens startete mit einem starken 6:5 gegen Rhys Griffin, blieb anschließend gegen Maik Kuivenhoven beim 1:6 jedoch ohne Chance.
Für Max Hopp endete dagegen eine bemerkenswerte Serie: Nach sieben Auftaktsiegen in Folge musste sich der Maximiser diesmal bereits zum Start geschlagen geben. Gegen Tommy Lishman unterlag Hopp deutlich mit 2:6. Auch Dominik Grüllich hatte gegen den Topgesetzten Wessel Nijman beim 1:6 einen schweren Stand. Matthias Ehlers, Ricardo Pietreczko und Marvin Kraft mussten sich ebenfalls früh aus dem Turnier verabschieden.
Nijman marschiert zum nächsten Titel
In der entscheidenden Turnierphase spielte sich Sebastian Bialecki mit seinem klaren Viertelfinalsieg über Leon Weber in die Vorschlussrunde und traf dort auf
Joe Cullen. Der Engländer setzte sich mit 7:4 durch und sicherte sich als erster Spieler sein Finalticket.
Im zweiten Halbfinale lieferten sich Wessel Nijman und Kevin Doets ein rein niederländisches Duell auf Augenhöhe. Am Ende behielt Nijman im Decider die Nerven und machte mit einem 7:6-Erfolg den Finaleinzug perfekt.
Das Endspiel begann zunächst ausgeglichen, beide Spieler hielten ihre Anwurflegs sicher und lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe. Beim Stand von 3:2 setzte Nijman jedoch das erste Ausrufezeichen: Mit einem eiskalten 96er-Checkout schnappte sich der Niederländer das erste Break der Partie und übernahm die Kontrolle.
Zwar konterte Cullen wenig später mit einem Re-Break, doch Nijman blieb die bestimmende Figur im Match. Besonders ein spektakuläres 121er-Checkout auf dem Bullseye zum erneuten Break stellte die Weichen endgültig in Richtung Titelgewinn. In einer Phase mit mehreren Breaks auf beiden Seiten behielt der Niederländer die Oberhand und setzte sich entscheidend ab.
Beim Stand von 7:4 ließ sich Nijman schließlich nicht mehr aufhalten: Mit einem sicheren 14-Darter machte der Niederländer seinen 8:4-Finalsieg perfekt und feierte damit seinen dritten Titel des Jahres sowie bereits seinen zweiten Players-Championship-Erfolg der Saison.