
Gian van Veen gewährt seinen Fans inzwischen regelmäßig Einblicke in seinen Alltag als Dartsprofi. Die Nummer drei der Welt nimmt seine Kamera mit zu Turnieren und zeigt seinen Followern, was abseits des Oches rund um seine Matches passiert. Bei den Players Championship-Turnieren in Den Bosch musste der Niederländer die Kamera allerdings notgedrungen ausgeschaltet lassen.
Eigentlich hatte van Veen geplant, seinen Tag bei Players Championship 29 in der Maaspoort-Arena ausführlich zu dokumentieren. Gerade ein Blick hinter die Kulissen hätte dabei besonders interessantes Material versprochen, schließlich bleiben die Players Championship-Turniere der breiten Öffentlichkeit weitgehend verborgen. Zuschauer sind vor Ort nicht zugelassen, zudem werden die Partien nicht im regulären Fernsehen übertragen.
„Der Verband PDC gestattet es nicht“
Doch die PDC machte van Veens Plänen einen Strich durch die Rechnung und untersagte ihm, während des Turniers Aufnahmen für seinen Vlog anzufertigen. Noch bevor er sich von Andel auf den Weg nach Den Bosch machte, musste der Niederländer seinen Zuschauern deshalb eine enttäuschende Nachricht überbringen.

Gian van Veen erreichte bei Players Championship 29 in Den Bosch das Finale – Aufnahmen für seinen Vlog durfte der Niederländer während des Turniers jedoch nicht machen.
„Ich weiß, dass ihr mich gebeten habt, ein paar Aufnahmen von hinter den Kulissen der Players Championship zu zeigen“, erklärte van Veen. „Aber ich muss euch leider enttäuschen. Es ist nicht erlaubt. Der Verband PDC gestattet es nicht. Daran kann ich wenig ändern. Die nächste Szene wird vermutlich sein, dass ich wieder zu Hause bin und erzähle, wie meine Spiele liefen.“
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Van Veen erreicht Finale in Den Bosch
Während seine Kamera ruhen musste, sorgte van Veen zumindest am Oche für reichlich Aufsehen. Der Niederländer erwischte einen hervorragenden Tag und spielte sich bis ins Finale von Players Championship 29 vor. Erst dort wurde sein Lauf gestoppt: Im Endspiel musste sich van Veen Cameron Menzies geschlagen geben.
Einen Tag später ließ der Niederländer seinen Auftritt in Den Bosch dennoch noch einmal Revue passieren. Bildmaterial aus der Maaspoort konnte er seinen Zuschauern erwartungsgemäß nicht präsentieren. „Ich durfte tatsächlich nichts filmen“, bestätigte van Veen noch einmal.
Auch unmittelbar nach der Niederlage im Finale hatte van Veen auf eine ausführliche Nachbetrachtung verzichtet. „Und zu Hause, nach der Finalniederlage, hatte ich auch wenig Lust, noch etwas aufzunehmen. Ich habe etwas gegessen und bin früh ins Bett gegangen.“
Bei Players Championship 30, das bereits einen Tag später ebenfalls in Den Bosch ausgetragen wurde, ging van Veen anschließend nicht mehr an den Start. Der Niederländer zog seine Teilnahme zurück, weil er sein wichtigstes Ziel innerhalb der Players Championship-Serie bereits erreicht hatte. „Ich habe zurückgezogen, denn ich bin ohnehin schon für die Players Championship Finals qualifiziert“, begründete van Veen seine Entscheidung.
Der Finaleinzug in Den Bosch setzte eine starke Phase des Niederländers fort. Erst kurz zuvor hatte van Veen bei den World Series of Darts Finals in Amsterdam das Halbfinale erreicht. In der AFAS Live unterlag er Ross Smith mit 8:11. Für den Engländer war damit noch lange nicht Schluss: Smith sicherte sich später am Tag den Turniersieg und bezwang Gerwyn Price im Finale deutlich mit 11:5.

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









