„Ich sagte, dass es in diesem Jahr keine Turniere in den Niederlanden gibt. Dann sagten sie: ‚Doch, Maastricht.‘ Ich sagte: ‚Das zählt nicht" - Van der Voort scherzt über das World-Series-Turnier in Limburg
PDC
Das fünfzehnte und letzte Turnier der PDC European Tour 2026 findet in diesem Jahr in Maastricht statt. Die Dutch Darts Championships bieten im MECC die letzte Chance für diverse Spieler, sich für die EM Darts zu qualifizieren.
Vincent van der Voort ist dafür bekannt, seine Meinung nicht hinterm Berg zu halten. Auch beim Thema niederländischer Dartskalender kann der Ex-Profi eine provokante Bemerkung nicht lassen. Kommt Maastricht zur Sprache, muss Van der Voort jedoch sofort lachen. Aus Erfahrung weiß er inzwischen, dass Aussagen über die Limburger Stadt heikel sein können.
Im Podcast Darts Draait Door fragte Damian Vlottes Van der Voort, ob er Maastricht für eine schöne Stadt hält. Van der Voort bleibt zunächst vage. „Dazu sage ich nichts“, klingt es vielsagend. Auf die Nachfrage nach dem Warum erklärt er, dass er sich in der Vergangenheit mit seiner Meinung über Maastricht bereits in Schwierigkeiten gebracht habe.
„Ich habe einmal gesagt, dass Maastricht nicht zu den Niederlanden gehört. Dann bekommst du sofort einen Haufen Limburger über dich, gegen die du nichts machen kannst“, erzählt Van der Voort mit einem Augenzwinkern.
Auslöser für seine frühere Aussage war der internationale Dartskalender. Laut Van der Voort stand lange im Raum, dass in dem betreffenden Jahr kein großes PDC-Turnier in den Niederlanden ausgetragen würde. Als dann auf die World Series of Darts in Maastricht verwiesen wurde, konnte der Nord-Holländer sich eine Einordnung nicht verkneifen.
„Ich sagte, dass es in diesem Jahr keine Turniere in den Niederlanden gibt. Dann sagten sie: ‚Doch, Maastricht.‘ Ich sagte: ‚Das zählt nicht.‘ Aber so etwas wird schnell aufgegriffen“, so Van der Voort.
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„Das mache ich nicht mehr“
Der Ex-Profi hat daraus gelernt. Eine markige Aussage kann in sozialen Medien oder der Presse schnell ein Eigenleben entwickeln. Besonders, wenn es um eine Stadt mit leidenschaftlicher Anhängerschaft geht. „Also mache ich das nicht mehr“, gibt er zu.
Obwohl Van der Voort also lieber keine neue Diskussion über Maastricht lostreten will, freut er sich auf das nächste große Dart-Event in den Niederlanden. Im September kehren die World Series of Darts Finals nach Amsterdam zurück. Dieses Turnier zählt traditionell zu den Höhepunkten im niederländischen Dartkalender und vereint die internationale Dartspitze.

Vincent van der Voort war selbst jahrelang als Profi aktiv
Auffällige Reaktion
Kommt Amsterdam zur Sprache, folgt erneut eine auffällige Reaktion von Van der Voort. Der Interviewer nennt Amsterdam einen großartigen Austragungsort, worauf der Ex-Darter zustimmend reagiert. „Ja, sicher.“
Doch es gibt auch hier eine kleine Einschränkung. Van der Voort stellt klar, dass seine Begeisterung vor allem dem Event gilt und weniger der Hauptstadt selbst. „Ich finde Amsterdam als Stadt überhaupt nicht schön“, sagt er offen.
Es gibt jedoch eine wichtige Ausnahme, die für Van der Voort alles verändert: Fußball. „Aber es ist der schönste Fußballclub der Welt“, fügt er lachend hinzu.
Mit seinem typischen trockenen Humor zeigt Van der Voort erneut, warum er als Analytiker und Gesprächspartner beliebt ist. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, weiß aber inzwischen auch, dass man manche Aussagen besser mit einem kräftigen Augenzwinkern serviert. Besonders, wenn es um Maastricht geht.

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026







