
Luke Littler und Justin Hood bekamen eine ungewöhnliche Aufgabe: die perfekte Darter-Persönlichkeit zusammenzustellen, indem sie für jedes Element einen Spieler wählen. Von Scoring-Power und Doppeln über Spielintelligenz, Widerstandsfähigkeit bis hin zur besten Walk-on. Das führte zu einigen überraschenden Entscheidungen, doch in einem Punkt waren sich beide auffallend oft einig: Geht es um reine Qualität, landet Littler selbst regelmäßig ganz vorn.
Der 19-jährige Engländer ist inzwischen weltweit für seine außergewöhnliche Scoring-Power bekannt. Das zeigte sich sofort bei der Kategorie, wer die meiste Power in seinen Scores hat. Littlers Antwort kam prompt. „Littler“, sagte er lachend, um sich direkt zu korrigieren. „Sorry, es muss ich selbst sein. Dagegen lässt sich kaum argumentieren.“
Laut dem amtierenden Weltmeister, der jüngst auch seinen Titel beim World Matchplay verteidigte, ist sein Start in Matches oft von einem anderen Stern. „Ich denke, meine ersten neun Darts sind in fast jedem Spiel gut für rund 170 Punkte“, sagte Littler. „Es ist verrückt. Das ist einfach, was ich mache.“
Auch Justin Hood kam an den Qualitäten seines Landsmannes kaum vorbei. In mehreren Kategorien nannte er Littler als Idealbesetzung. Vor allem, wenn es darum geht, unter höchstem Druck zu liefern, scheint Littler Hood zufolge über besondere Fähigkeiten zu verfügen.
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Aspinall für seine Widerstandsfähigkeit gelobt
Nicht jede Kategorie ging jedoch an Littler. Beim Thema „Widerstandsfähigkeit“ und der Mentalität, niemals aufzugeben, entschied sich Hood für einen anderen. „Nathan Aspinall“, lautete die klare Antwort. „Er ist ein großartiger Spieler und hat eine echte Kämpfermentalität.“
In der Kategorie „großer Matchplayer“ fiel die Wahl dann wieder auf Littler. „Luke“, stellte Hood fest. Littler selbst hatte dem wenig entgegenzusetzen. „Ja, ich selbst“, reagierte er mit einem Lächeln.
Auch bei der Frage, wer mit Druck am besten umgeht, wurde erneut Littler genannt. Seine Auftritte auf den größten Bühnen beweisen, dass er sich dort hervorragend behauptet. Während andere an Erwartungen zerbrechen, scheint Druck Littler zusätzlich zu beflügeln. „Welcher Druck?“, witzelte Littler. „Es geht um Titel.“
Van Gerwen für Spielintelligenz
Für Spielintelligenz entschieden sich beide für Michael van Gerwen. Der Niederländer verfügt ihren Angaben nach über eine außergewöhnliche Fähigkeit, Matches zu lesen und sein Spiel im richtigen Moment anzupassen.
Auch bei der besten Feiergeste war die Wahl schnell getroffen. Gerwyn Price erhielt den Zuschlag. Der Waliser ist bekannt für seine überschwänglichen Emotionen auf der Bühne und seine markante Art, wichtige Siege zu feiern.
Spannend wurde es beim Zählen. Wer ist der beste „Rechner“, also der Spieler, der auf der Bühne stets genau weiß, was zu tun ist und welche Finishes möglich sind? Hier entschied sich Littler wenig überraschend für sich selbst. „Ich mache keine Fehler“, meinte er selbstbewusst.
Hood konnte das nachvollziehen. „Ich würde sagen, ich bin ein guter Rechner, aber Luke beweist es jede Woche im Fernsehen. Also ja, es muss Luke sein.“
Justin Hood im Ally Pally
Mr. Brightside als Walk-on
Bei der besten Walk-on fiel erneut Aspinalls Name. Sein Einmarsch zu „Mr. Brightside“ von The Killers gehört mittlerweile zu den markantesten Walk-ons im Profitennis des Darts. Es gab nur ein kleines Problem. „Er kennt kein einziges Wort des Liedes“, merkte jemand an.
Auch Stephen Bunting wurde genannt. Der ehemalige Lakeside-Champion und PDC-Topspieler hat eine der wiedererkennbarsten Walk-ons im aktuellen Darts. Sein charakteristischer Stil und seine Bühnenpräsenz machen ihn zu einem Spieler, den man kaum übersehen kann.
🙋♂️ Luke Littler and Justin Hood are next up to build their perfect darts player!
— Target Darts (@TargetDarts) August 17, 2026
Think we know who Luke's biggest fan is now... 🤣#TeamTarget pic.twitter.com/R8b8lTPjAs
Wertschätzung für den jeweils eigenen Kleidungsstil
Als das Gespräch auf die besten Shirts kam, zeigte sich, dass auch Littler und Hood ihren eigenen Stil durchaus schätzen. „Das hier finde ich schön“, hieß es zu einem der Trikots.
Am Ende bekam Littler erneut einen Platz im perfekten Team. „Ich würde mich selbst wählen“, sagte er über das beste Shirt. Anschließend wurde auch sein neues Design diskutiert. „Das neue ist ziemlich schön“, klang es. „Je mehr Details dazukommen, desto besser wird es.“
Die Entscheidungen von Littler und Hood zeigen, wie vielseitig der moderne Darts-Spitzensport ist. Bei Scoring-Power, Spielintelligenz und Leistung unter Druck ragt Littler heraus, während Spieler wie Aspinall, Van Gerwen, Price und Bunting für ihre spezifischen Stärken gerühmt werden.
Vielleicht ist das die zentrale Erkenntnis des Gesprächs: Den perfekten Darter gibt es nicht als Einzelspieler. Addiert man jedoch verschiedene Eigenschaften, landet man auffallend oft bei Luke Littler.

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








