„Im nächsten Jahr doch noch unsere Chance“ – Fünf Teilnehmer gingen bei „Beat Luke Littler“ leer aus und hoffen auf eine Neuauflage
PDC
Fünf Teilnehmer der Netflix-Show „Beat Luke Littler“ kamen nie dazu, gegen den Weltmeister anzutreten. Fallon Sherrock gewann 501.000 £ und beendete das Event damit vorzeitig. Einer der Teilnehmer, die außen vor blieben, ist der walisische Amateur Pwyll Edwards. Er schließt eine Rückkehr im Jahr 2027 nicht aus, räumt aber ein: Seine Chance gegen Luke Littler „hat sich nicht ergeben“.
Der 34-jährige Zaunbauer aus Llanuwchllyn hatte sich am 30. Oktober im Manchester Central einen Platz unter den 20 möglichen Herausforderern gesichert. Am Ende sah er von der Seite aus zu, wie Sherrock Littler im 15. Leg bezwang.
Kehren die fünf Teilnehmer, die nicht zum Einsatz kamen, 2027 zurück?
Der erste Herausforderer, der Littler schlug, sollte den gesamten Jackpot gewinnen. Deshalb betraten Edwards und vier weitere Teilnehmer nie die Bühne. Auch Mitchell Lawrie, die Nummer eins der WDF-Weltrangliste, wartete vergeblich auf seinen Auftritt.

Sherrock besiegte Luke Littler und gewann 501.000 £.
Edwards haderte nicht mit dem Ausgang, sondern lobte die Siegerin. „So laufen Spiele nun einmal, und Fallon Sherrock gebührt aller Respekt: Sie hat ihre Chance genutzt“, sagte er bei Dros Frecwast auf BBC Radio Cymru. „Ja, ich kam nicht zum Zug, aber so ist das eben. Es hat sich nicht ergeben. Trotzdem war es eine fantastische Erfahrung.“
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Die Hoffnung auf ein Duell mit Littler hat der Waliser nicht aufgegeben. Bringt Netflix eine neue Ausgabe, könnten die Teilnehmer ohne Einsatz zurückkehren. „Vielleicht bekommen wir fünf, die außen vor blieben, im nächsten Jahr doch noch unsere Chance. Aber wer weiß?“, sagte er.
Littler selbst hatte nach seiner Niederlage angekündigt, er freue sich auf ein neues Netflix-Event. Der zweifache Weltmeister hatte zuvor 14 Legs in Folge gewonnen. Dann holte die frühere Siegerin des Women’s World Matchplay im 15. Leg den Jackpot. Damit endete der Abend sofort.
Netflix hat eine zweite Ausgabe bislang nicht bestätigt. Offen bleibt auch, ob die fünf Teilnehmer bei einer Rückkehr der Sendung bevorzugt werden.
Edwards’ verpasster Auftritt berührt zudem die Kritik, die schon vor dem Event laut geworden war. Netflix ließ etablierte Namen wie Sherrock und das schottische Teenagertalent Lawrie in einem Wettbewerb antreten, der sich an Amateure richtete. Das sorgte für Unmut, obwohl keiner von beiden gegen die Teilnahmebedingungen verstieß: Ausgeschlossen waren nur Spieler, die zuvor eine PDC Tour Card besessen hatten. Sherrocks Sieg heizte die Debatte weiter an. Wegen des Formats kamen mehrere Teilnehmer, darunter Lawrie und Edwards, nie zum Einsatz.
Walisische Hymne, Dächer in Manchester und eine verpasste Chance gegen Colin Osborne
Edwards warf keinen Dart gegen Littler. Die Vorbereitung auf das Netflix-Spektakel bescherte ihm trotzdem Erlebnisse, die weit von seinem Alltag in Nordwales entfernt lagen.
„Es war surreal. Sie brachten mich auf das Dach eines riesigen Gebäudes in Manchester, damit ich Fotos mit Luke Littler machen konnte. Anschließend projizierten sie uns auf ein gewaltiges Gebäude“, erzählte er. „Das war wirklich ein großartiges Erlebnis.“
Vor der Reise nach Manchester hatte Edwards angekündigt, die walisische Sprache fördern und sein Land vertreten zu wollen. Auch seinen Einlauf stimmte er darauf ab. „Wir übten den Einlauf, also hatte ich ‚Hen Wlad Fy Nhadau‘ und überall waren Flaggen“, erklärte er.
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Während des Events trat Edwards außerdem gegen Colin Osborne an, den früheren Finalisten der UK Open. „Ich verfehlte fünf Darts, mit denen ich gegen ihn hätte gewinnen können. Ich wusste also, dass mein Spiel gut genug war. Aber wer weiß?“, sagte er.
Sein Aufenthalt in Manchester endete ohne die Chance, derentwegen er angereist war. Dennoch habe er „jeden Moment genossen“, betonte Edwards. Vorerst greift er wieder zum Werkzeug. „Leider muss ich zurück zum alten Vorschlaghammer und zur Zaunarbeit, genau wie ich es befürchtet hatte. Aber das ist in Ordnung. So komme ich wenigstens etwas in Bewegung!“
Ob er noch einmal gegen Littler antreten darf, entscheidet Netflix: Bringt der Streamingdienst den Wettbewerb zurück, könnte Edwards 2027 seine Chance bekommen.

Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026







