John Part skizziert den idealen Darts-Abend: „Mein Traumspiel wäre Eric Bristow gegen Luke Littler“
PDC
Der ehemalige Weltmeister John Part gewährt einen seltenen Einblick in seine Vorstellung eines perfekten Dartsabends. Der Kanadier, der selbst jahrelang auf den größten Bühnen des Sports stand, setzt dabei auf eine ungewöhnliche Mischung. Statt auf vertraute Namen aus seiner eigenen Ära zu setzen, stellt er ein generationenübergreifendes Duell in den Mittelpunkt – eines, das Vergangenheit und Gegenwart auf faszinierende Weise verbindet.
Im Gespräch mit Sky Sports macht Part deutlich, dass seine Leidenschaft für den Dartsport ungebrochen ist. Gleichzeitig zeigt er, dass sich seine Perspektive verändert hat. Als Zuschauer sucht er heute andere Reize als noch während seiner aktiven Karriere. Sein idealer Abend vereint sportliche Klasse, starke Persönlichkeiten und eine Portion Nostalgie – eingebettet in ein intensives Live-Erlebnis direkt am Geschehen.
Ein Traumduell zwischen zwei Epochen
Für das Herzstück seines perfekten Abends braucht Part keine lange Bedenkzeit. Seine Wahl fällt auf ein Aufeinandertreffen zweier Ausnahmetalente: Eric Bristow und Luke Littler. „Mein Traumspiel wäre Eric Bristow gegen Luke Littler“, erklärt er. Für Part liegt der Reiz dieses Duells nicht nur im spielerischen Niveau, sondern vor allem im Charakter der beiden Protagonisten.

John Part gewann zwei Weltmeistertitel bei der PDC
Bristow überzeugte schon früh mit Selbstvertrauen und Ausstrahlung, Eigenschaften, die auch Littler verkörpert. Genau diese Parallelen machen das Duell für Part so spannend. Zwei Spieler, die Präsenz zeigen, die das Publikum mitreißen und die Bühne für sich beanspruchen – das verspricht einen intensiven Schlagabtausch. Für Part steht fest: Hier würden nicht nur Darts geworfen, sondern Emotionen entfacht.
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Doch nicht nur das Match selbst spielt eine zentrale Rolle. Auch der Austragungsort ist für Part entscheidend – und seine Wahl überrascht. Während viele Fans sofort an den Alexandra Palace denken würden, zieht es ihn zurück in die Vergangenheit. Die Circus Tavern ist für ihn der ideale Schauplatz.
Kultstätte statt Moderne: Warum Part die Circus Tavern wählt
Dort erlebten Fans den Sport aus nächster Nähe. Die Atmosphäre war dicht, intensiv und unmittelbar. Part erinnert sich daran, wie nah das Publikum am Geschehen war – ein Faktor, der für ihn den Unterschied ausmacht. Für ihn zählt nicht nur, was auf der Bühne passiert, sondern wie nah man daran teilhaben kann.
Trotz dieser Vorliebe für Nähe entscheidet sich Part persönlich für Komfort. Mit einem Augenzwinkern gibt er zu, dass er die VIP-Erfahrung bevorzugt. Die Energie auf den Rängen schätzt er dennoch sehr. Die Lautstärke, die Emotionen und die ungefilterte Begeisterung der Fans gehören für ihn untrennbar zum Darts dazu – auch wenn er sie lieber aus etwas ruhigerer Perspektive genießt.
Abseits des Boards zeigt sich Part ebenfalls bodenständig. Große Fanbanner sind nicht sein Stil. Stattdessen bleibt er schlicht und ehrlich. Auch kulinarisch setzt er auf bewährte Klassiker. Seine Wahl fällt auf Pommes und einen King-Prawn-Cocktail – eine Kombination, die er mit einem humorvollen Seitenhieb auf kleinere Garnelen kommentiert.
Besonders spannend wird es bei der Frage nach seiner idealen Tischgesellschaft. Statt Darts-Größen lädt Part Persönlichkeiten aus Film und Sport ein: Orson Welles, Muhammad Ali und Quentin Tarantino. Eine Runde, die für intensive Gespräche prädestiniert ist.
Das Thema des Abends steht für ihn bereits fest. Part arbeitet an einem Filmprojekt über sein Leben – und hat auch schon eine klare Vorstellung davon, wer ihn verkörpern soll. In seiner besten Zeit sieht er Leonardo DiCaprio als passende Besetzung. Eine Wahl, die er mit einem Augenzwinkern, aber auch mit Respekt für dessen schauspielerische Klasse begründet.
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Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










