Karel Sedlacek feiert ersten PDC-Titel! Tscheche gewinnt dramatisches Finale gegen Scott Williams bei Players Championship 30
PDC
Karel Sedlacek hat es endlich geschafft! Bei Players Championship 30 in Den Bosch feierte der Tscheche am Mittwoch seinen ersten PDC-Titel und krönte ein dramatisches Endspiel mit einem 8:7-Erfolg über Scott Williams. Dabei hatte „Evil Charlie“ bereits mit 7:5 geführt, drei Matchdarts vergeben und musste schließlich doch noch in den Decider. Dort nutzte Sedlacek seinen letzten Dart auf der Doppel-8 zum lang ersehnten Triumph. Während der Tscheche anschließend von seinen Emotionen überwältigt wurde, machte Williams seiner Enttäuschung Luft und feuerte seine Darts in den Boden.
Schindler verpasst Viertelfinale nach starkem Auftritt
Martin Schindler hat bei Players Championship 30 in Den Bosch als einziger der 14 deutschen Teilnehmer das Achtelfinale erreicht, musste sich dort allerdings nach einem umkämpften Duell mit Jermaine Wattimena geschlagen geben. Die deutsche Nummer eins unterlag dem Niederländer trotz einer zwischenzeitlichen 4:2-Führung mit 5:6 und verpasste damit knapp den Sprung unter die letzten Acht.

Martin Schindler erreichte bei Players Championship 30 als bester Deutscher das Achtelfinale, musste sich dort Jermaine Wattimena trotz starker Leistung und zwischenzeitlicher 4:2-Führung knapp mit 5:6 geschlagen geben.
Dabei erwischte „The Wall“ einen hervorragenden Start. Mit zwei 15-Dartern ging Schindler früh mit 2:0 in Führung, anschließend baute er seinen Vorsprung unter anderem mit einem 13-Darter auf 4:2 aus. Zwischenzeitlich lag sein Average sogar bei mehr als 105 Punkten. Wattimena ließ sich jedoch nicht abschütteln und kämpfte sich mit einem 18- und einem 15-Darter zum 4:4 zurück. Nachdem beide Spieler ihre folgenden Anwurflegs verteidigt hatten, musste der Decider entscheiden. Dort behielt „The Machine Gun“ die Nerven und machte seinen 6:5-Erfolg mit einem 68er-Checkout perfekt. Schindler beendete die Partie mit einem Average von 96,25 Punkten, Wattimena kam auf 96,63.
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Zuvor hatte Schindler einen insgesamt überzeugenden Turniertag erlebt. Bereits zum Auftakt setzte er sich in einem hochklassigen deutschen Duell mit 6:4 gegen Matthias Ehlers durch. Während Schindler einen Average von 99,15 Punkten spielte, beeindruckte sein Landsmann mit einer makellosen Doppelquote von 100 Prozent und kämpfte sich nach einem zwischenzeitlichen 1:4-Rückstand noch auf 4:4 heran. Schindler ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und entschied die Partie für sich. Anschließend bezwang er Alan Soutar mit 6:2 und ließ Tommy Morris im Boardfinale beim deutlichen 6:1 mit einem Average von 98,35 Punkten keine Chance.
Gotthardt überrascht Nijman mit 100er-Average
Für das zweite deutsche Ausrufezeichen des Tages sorgte Kai Gotthardt. Der Esslinger bezwang in der zweiten Runde den auf dem Floor so erfolgreichen Wessel Nijman mit 6:5 und überzeugte dabei mit einem Average von rund 100 Punkten. In einer umkämpften Partie behielt „The Tunnel“ im entscheidenden elften Leg die Nerven und zog damit als zweiter Deutscher in die Runde der letzten 32 ein.
Bereits zum Auftakt hatte Gotthardt mit einem 6:3 gegen Ricky Evans einen erfolgreichen Start erwischt. An seinen starken Auftritt gegen Nijman konnte er im anschließenden Boardfinale allerdings nicht mehr anknüpfen. Gegen Brendan Dolan musste sich der Deutsche mit 2:6 geschlagen geben und verpasste damit den Einzug ins Achtelfinale.
Frühes Aus für Clemens und Pietreczko – Czerwinski gelingt Revanche
Für die übrigen deutschen Teilnehmer war spätestens in der dritten Runde Endstation. Gabriel Clemens hatte zum Auftakt zunächst ein dramatisches Duell mit dem erst 19-jährigen Nachrücker Florian Preis überstanden. Nach einer zwischenzeitlichen 5:3-Führung musste der „German Giant“ noch in den Decider, machte dort jedoch mit einem sehenswerten 105er-Finish den 6:5-Erfolg perfekt. In der zweiten Runde unterlag Clemens anschließend Adam Gawlas mit 4:6.
Ebenfalls in Runde zwei verabschiedeten sich Lukas Wenig, Maximilian Czerwinski, Daniel Klose und Arno Merk. Czerwinski gelang zuvor immerhin die Revanche gegen Andrew Gilding: Nach seiner 1:6-Niederlage am Vortag setzte er sich diesmal mit 6:4 gegen „Goldfinger“ durch. Klose nutzte seine Nachrücker-Chance mit einem 6:4-Auftaktsieg gegen Wesley Plaisier, Wenig bezwang Stef Kosters mit 6:5 und Merk setzte sich im Decider gegen Christian Kist durch. Anschließend scheiterten Wenig mit 5:6 an Mickey Mansell, Czerwinski mit 2:6 an Tommy Lishman, Klose mit 0:6 an Karel Sedlacek und Merk mit 1:6 an Chris Dobey.
Auch Leon Weber erreichte nach einem 6:3-Auftaktsieg gegen Dennie Olde Kalter die zweite Runde, musste sich dort jedoch Luke Woodhouse deutlich mit 1:6 geschlagen geben. Noch früher endete der Turniertag für Ricardo Pietreczko, der gegen Stephen Rosney eine bittere 0:6-Niederlage hinnehmen musste und dabei lediglich einen Average von rund 74 Punkten erreichte. Dominik Grüllich unterlag Damon Heta trotz eines eigenen Averages von mehr als 97 Punkten mit 2:6, während Marvin Kraft gegen den ehemaligen Weltmeister Michael Smith im Decider mit 5:6 den Kürzeren zog. Max Hopp verlor seine Auftaktpartie gegen Charlie Manby mit 4:6.
Williams stoppt van Gerwen – Sedlacek zieht ins Finale ein
Abseits der deutschen Ergebnisse sorgten zunächst vor allem zwei niederländische Routiniers für Aufsehen. Michael van Gerwen spielte bei seinem Heimauftritt gegen Jimmy van Schie einen Average von mehr als 107 Punkten und erreichte mit einem 6:4-Erfolg das Achtelfinale. Auch Raymond van Barneveld präsentierte sich in starker Verfassung und bezwang Cam Crabtree mit 6:2 bei einem Average von mehr als 99 Punkten. Beide Niederländer schafften damit den Sprung ins Viertelfinale.
Dort endeten ihre Titelhoffnungen allerdings. Van Gerwen musste sich einem überzeugenden Scott Williams mit 2:6 geschlagen geben, während van Barneveld gegen seinen Landsmann Niels Zonneveld mit 4:6 ausschied. Williams setzte seinen Lauf anschließend auch im Halbfinale fort. Gegen Jermaine Wattimena, der zuvor Steve Lennon im Decider bezwungen hatte, spielte der Engländer einen Average von 99,95 Punkten und sicherte sich mit einem 7:4-Erfolg das erste Finalticket.
Sein Gegner im Endspiel hieß Karel Sedlacek. Der Tscheche hatte bereits im Viertelfinale seine Nervenstärke unter Beweis gestellt und Chris Dobey mit 6:5 aus dem Turnier geworfen. Im anschließenden Halbfinale ließ Sedlacek gegen Niels Zonneveld nichts mehr anbrennen. Mit einem Average von 95,96 Punkten setzte er sich deutlich mit 7:2 durch und machte damit das Endspiel gegen Williams perfekt.
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Sedlacek krönt dramatisches Finale mit erstem PDC-Titel
Was für ein Finale in Den Bosch! Karel Sedlacek hat sich mit einem dramatischen 8:7-Erfolg über Scott Williams erstmals zum Sieger eines PDC-Turniers gekrönt. Der Tscheche bewies dabei nicht nur mit mehreren spektakulären Highfinishes seine Klasse, sondern überstand auch eine nervenaufreibende Schlussphase, in der ihm der bereits greifbare Titel beinahe noch entglitten wäre.
Sedlacek erwischte mit einem 15-Darter den besseren Start und setzte wenig später mit einem 118er-Finish ein erstes Ausrufezeichen. Williams übernahm jedoch zunehmend die Kontrolle, sicherte sich das erste Break und bestätigte dieses mit einem starken 80er-Checkout zum 4:2. Doch „Evil Charlie“ schlug eindrucksvoll zurück: Zunächst verkürzte er mit einem 123er-Finish auf dem Bullseye, ehe ihm beim Stand von 4:4 der vielleicht spektakulärste Moment des Endspiels gelang. Während Williams bei 25 Restpunkten auf seine nächste Chance wartete, räumte Sedlacek sensationelle 164 Punkte über das Bullseye ab und ging mit 5:4 in Führung.
Williams antwortete seinerseits mit einem 85er-Bullfinish zum 5:5, doch Sedlacek ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. Mit einem Checkout auf der Doppel-10 holte er sich die Führung zurück, anschließend gelang ihm auf der Doppel-8 das nächste Break zum 7:5. Der erste PDC-Titel war zum Greifen nah.
Dann wurde es dramatisch. Sedlacek vergab bei 24 Restpunkten gleich drei Matchdarts, Williams nutzte seine Gelegenheit und verkürzte mit einem 37er-Checkout auf 6:7. Wenig später traf der Engländer die Doppel-16 zum 7:7-Ausgleich und erzwang den Decider.
Auch das Entscheidungsleg hielt noch eine letzte Wendung bereit: Williams verfehlte bei 112 Restpunkten die benötigte Single-20 und konnte sich damit keine Chance auf das Matchfinish erspielen. Sedlacek nutzte seine Gelegenheit und versenkte seinen letzten Dart auf der Doppel-8 zum größten Erfolg seiner bisherigen PDC-Laufbahn. Während Williams anschließend seine Darts frustriert in den Boden feuerte, wurde der frischgebackene Turniersieger von seinen Emotionen überwältigt. Sedlacek beendete das Endspiel mit einem Average von 91,92 Punkten, Williams kam auf 96,25.

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026











