Kim Huybrechts triumphiert beim Zwaantje Masters – „The Hurricane“ bezwingt Andy Baetens im belgischen Finale
PDC
Kim Huybrechts hat zum zweiten Mal in seiner Karriere das Zwaantje Masters gewonnen. Der Belgier setzte sich im Finale in Eindhoven mit 3:2 in Sets gegen seinen Landsmann Andy Baetens durch und wiederholte damit seinen Triumph aus dem Jahr 2019. Zuvor hatte sich „The Hurricane“ in der K.o.-Phase unter anderem gegen Jimmy van Schie und Mike van Duivenbode behauptet.
Dabei musste Huybrechts im Laufe des Tages mehrfach an seine Grenzen gehen. Besonders im Viertelfinale gegen van Schie stand der Belgier unmittelbar vor dem Aus. Im entscheidenden Leg bekamen beide Spieler ihre Chancen auf den Sieg, doch van Schie ließ drei Matchdarts ungenutzt. Huybrechts bestrafte diese Fehler eiskalt und setzte sich mit 6:5 durch. Im Halbfinale wartete anschließend van Duivenbode, der zuvor Marvin van Velzen mit 6:3 ausgeschaltet hatte. Der Niederländer setzte unter anderem mit einem 130er-Finish ein Ausrufezeichen, worauf Huybrechts mit einem 15-Darter antwortete. Anschließend zog der Belgier die Partie auf seine Seite, gewann mit 2:0 in Sets und machte damit das rein belgische Finale gegen Baetens perfekt.
Baetens überzeugt in der Gruppenphase
Andy Baetens hatte bereits zuvor eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass an diesem Tag mit ihm zu rechnen war. Das Turnier begann mit sieben Gruppen zu jeweils sechs Spielern. Die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe sowie die zwei besten Gruppendritten qualifizierten sich für das Achtelfinale. Baetens meisterte diese erste Turnierphase makellos. Unter anderem mit einem Average von 100 gewann er sämtliche Partien, ohne dabei ein einziges Leg abzugeben.

Andy Baetens spielte sich beim Zwaantje Masters souverän bis ins Finale, musste sich dort jedoch seinem belgischen Landsmann Kim Huybrechts im entscheidenden Set geschlagen geben.
Nicht alle prominenten Namen schafften den Sprung aus der Gruppenphase. Dennie Olde Kalter und Benito van de Pas schieden ebenso aus wie der frühere Lakeside-Finalist Tony O’Shea und Co Stompé. Terry Jenkins rettete sich dagegen als einer der beiden besten Gruppendritten noch in die K.o.-Phase. Für das höchste Checkout des Turniers sorgte John Sloos mit einem starken 164er-Finish.
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Im Achtelfinale wurde Baetens von Ziggy Schenk deutlich stärker gefordert. Der Belgier behielt in einer engen Partie jedoch mit 5:4 die Oberhand. Anschließend setzte er sich im Viertelfinale mit 6:4 gegen Pedro van Bergen durch, der zuvor Johann Brouwer noch deutlich mit 5:0 abgefertigt hatte.
Im Halbfinale wartete schließlich Mervyn King, der in der Runde zuvor Danny Noppert mit 6:4 ausgeschaltet hatte. Ab dieser Turnierphase wurde im Set-Modus gespielt – doch auch die Formatänderung brachte Baetens nicht aus dem Rhythmus. Der Belgier übernahm die Kontrolle und gab auf seinem Weg ins Finale lediglich ein einziges Leg ab.
Huybrechts schlägt im entscheidenden Set zu
Im rein belgischen Endspiel erwischte Baetens zunächst den besseren Start. Mit einem 11-Darter und einem 13-Darter sicherte er sich das erste Set. Auch im zweiten Durchgang blieb das Niveau hoch, Baetens steigerte seinen Average sogar auf mehr als 104 Punkte. Auf den Doppeln ließ er jedoch mehrere Möglichkeiten liegen, seine Führung auszubauen. Huybrechts nutzte die Schwächephase seines Landsmannes und stellte das Match wieder auf Anfang.
Baetens ließ sich davon zunächst nicht beeindrucken und ging dank eines 13-Darters erneut in Führung. Doch Huybrechts hatte die passende Antwort parat: Der ehemalige Champion entschied das vierte Set überzeugend für sich und erzwang damit einen fünften und entscheidenden Durchgang.
Dort schlug Huybrechts sofort zu. Obwohl Baetens das entscheidende Set eröffnen durfte, gelang „The Hurricane“ mit einem 125er-Finish direkt das Break. Anschließend baute er seine Führung mit einem 16-Darter aus, nachdem Baetens zuvor ein 130er-Finish auf dem Bullseye nur knapp verpasst hatte.
Diese Gelegenheit ließ sich Huybrechts nicht mehr nehmen. Mit einem 11-Darter setzte „The Hurricane“ den Schlusspunkt unter das Finale und sicherte sich zum zweiten Mal den Titel beim Zwaantje Masters. Seinen ersten Triumph in Eindhoven hatte der Belgier bereits 2019 gefeiert.
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Ergebnisse Zwaantje Masters 2026
Viertelfinale
| Andy Baetens | 6-4 | Pedro van Bergen |
| Mervyn King | 6-4 | Danny Noppert |
| Mike van Duivenbode | 6-3 | Marvin van Velzen |
| Kim Huybrechts | 6-5 | Jimmy van Schie |
Halbfinale
| Andy Baetens | 2-0 | Mervyn King |
| Kim Huybrechts | 2-0 | Mike van Duivenbode |
Finale
| Kim Huybrechts | 3-2 | Andy Baetens |

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








