Dragutin Horvat schafft das Wunder: Das sind die ersten 20 Qualifikanten der PDC Europe Super League 2026
PDC
Dramatischer hätte die Saison der PDC Europe NEXT GEN 2026 kaum enden können. Beim großen Abschlusswochenende in Sindelfingen feierte Marcel Hausotter am Samstag seinen ersten Turniersieg des Jahres, ehe am Sonntag ausgerechnet Dragutin Horvat für die Geschichte des Wochenendes sorgte: „Herkules“ benötigte beim allerletzten Event zwingend den Titel, um seine historische Serie bei der PDC Europe Super League am Leben zu halten – und vollendete tatsächlich die kaum noch für möglich gehaltene Aufholjagd.
Damit stehen nach 16 Turnieren auch die 20 Spieler fest, die sich über die NEXT GEN für die PDC Europe Super League qualifiziert haben. Dort wird vom 10. bis 13. November um das begehrte Ticket für die PDC Darts WM im Alexandra Palace gekämpft. Vier weitere Teilnehmer kommen noch über die neu geschaffene Turnierserie PDC Europe Start hinzu. Zuvor lohnt jedoch der Blick zurück auf ein Abschlusswochenende, das eine der bemerkenswertesten Geschichten des Darts-Jahres schrieb.
Hausotter feiert im Master-Out-Modus ersten Saisontitel
Das Abschlusswochenende der PDC Europe NEXT GEN 2026 wurde am Samstag in Sindelfingen mit Event 15 eröffnet. Beim vorletzten Turnier der Saison wartete noch einmal ein besonderer Modus auf die Teilnehmer: Gespielt wurde „Master Out“. Anders als beim klassischen Double Out konnten die Legs damit nicht nur auf einem Doppel-, sondern auch auf einem Triplefeld beendet werden. So waren beispielsweise ein 180er-Checkout oder ein Finish von 60 Punkten mit nur einem Dart möglich.
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Am Ende nutzte Marcel Hausotter die besonderen Bedingungen am besten. Der Berliner feierte seinen ersten NEXT-GEN-Turniersieg der Saison und erhöhte seine persönliche Titelausbeute in der Serie damit auf insgesamt drei Erfolge. Bereits beim vierten European-Tour-Event des Jahres in München hatte Hausotter für Aufsehen gesorgt, als er Raymond van Barneveld bezwang und anschließend Jonny Clayton im Decider an den Rand einer Niederlage brachte.

Marcel Hausotter krönte sich beim vorletzten Event der PDC Europe NEXT GEN 2026 in Sindelfingen erstmals in dieser Saison zum Turniersieger.
Dabei begann der Samstag für „Hausi“ keineswegs nach Maß. In der Gruppenphase gewann er zwar beide Duelle gegen Nico Kasten deutlich mit 3:0, musste sich Youngster Lenny Schlüter jedoch gleich zweimal knapp mit 2:3 geschlagen geben.
Mit Beginn der K.-o.-Phase schaltete Hausotter dann allerdings einen Gang höher. Gegen Marco Jung, Patrick Tringler und Daniel Neubauer setzte er sich jeweils souverän mit 4:1 durch, ehe ihm ein 4:2-Erfolg über Kevin Troppmann den Einzug ins Viertelfinale bescherte.
Dort ließ der erfahrene Berliner Rowby-John Rodriguez beim deutlichen 5:1 kaum eine Chance. Auch Oliver Keßler konnte Hausotters Lauf im Halbfinale nicht stoppen und musste sich mit 3:5 geschlagen geben.
Im Endspiel setzte Hausotter schließlich das Ausrufezeichen unter seinen Turniertag. Gegen Tim Scholz ließ er beim 6:0-Whitewash überhaupt nichts anbrennen und machte seinen ersten Titelgewinn der NEXT-GEN-Saison 2026 auf dominante Art und Weise perfekt.
Ergebnisse PDC Europe NEXT GEN Turnier 15
| Spieler 1 | Legs | VS | Legs | Spieler 2 |
| Finale | ||||
| Marcel Hausotter | 6 | VS | 0 | Tim Scholz |
| Halbfinale | ||||
| Tim Scholz | 5 | VS | 2 | Jaimy van de Weerd |
| Marcel Hausotter | 5 | VS | 3 | Oliver Keßler |
| Viertelfinale | ||||
| Jaimy van de Weerd | 5 | VS | 3 | Kevin Jußen |
| Tim Scholz | 5 | VS | 1 | Patrick Klingelhöfer |
| Oliver Keßler | 5 | VS | 3 | Finn Behrens |
| Marcel Hausotter | 5 | VS | 1 | Rowby-John Rodriguez |
„Herkules“ vollendet historische Aufholjagd – Horvat rettet seine Super-League-Serie im letzten Moment
Über dem Glaspalast in Sindelfingen schwebte am Sonntag schon vor dem ersten geworfenen Dart eine ganz besondere Geschichte. Dragutin Horvat hatte bislang an jeder einzelnen Ausgabe der Super League teilgenommen und das Turnier als Rekordsieger bereits zweimal gewonnen. Vor dem abschließenden Event der PDC Europe NEXT GEN 2026 lag „Herkules“ jedoch deutlich außerhalb der 16 Qualifikationsplätze – und noch eine Woche zuvor schien bereits festzustehen, dass die Super League erstmals ohne ihn stattfinden würde.
Darts-Kommentator Adrian Geiler hatte zunächst berichtet, dass Horvat bei den letzten beiden NEXT-GEN-Turnieren der Saison nicht antreten werde. Doch der zweimalige WM-Teilnehmer änderte seine Meinung. Wie Geiler später berichtete, habe sich Horvat doch noch zu einer Teilnahme überreden lassen. Damit war die Ausgangslage für das am Sonntag im klassischen FA-Cup-Modus ausgetragene Saisonfinale klar: Nur der Turniersieg konnte Horvat noch zur Super League bringen. Ausgerechnet beim letzten Event des Jahres musste also sein erster NEXT-GEN-Titel der Saison her.

Dragutin Horvat vollendete beim letzten NEXT-GEN-Turnier der Saison eine spektakuläre Aufholjagd und sicherte sich mit seinem ersten Titel 2026 doch noch das Ticket für die Super League.
Und Horvat lieferte. In der Gruppenphase blieb der Deutsche ungeschlagen. Luca Haberlach und Nico Schönberger bezwang er jeweils glatt mit 3:0, gegen Luis Kirschenlohr setzte sich „Herkules“ anschließend knapp mit 3:2 durch.
Doch gleich im ersten Duell der K.-o.-Phase stand die spektakuläre Aufholjagd kurz vor dem Aus. Gegen Alexander Presser musste Horvat über die volle Distanz, behielt im Decider jedoch die Nerven und rettete sich mit einem 4:3 in die nächste Runde.
Anschließend nahm seine Mission zunehmend Fahrt auf. Auf einen 4:1-Erfolg gegen Kevin Bielmeier folgten zwei deutliche 4:0-Siege über Marco Reichenpfader und Franz Rötzsch. Damit fehlten Horvat nur noch drei Siege zur kaum noch für möglich gehaltenen Qualifikation.
Im Viertelfinale ließ er dem Österreicher Ralf Steininger beim 5:2 kaum eine Chance. Auch dessen Landsmann Patrick Reisenegger konnte Horvat im Halbfinale nicht stoppen und musste sich mit 3:5 geschlagen geben.
Das letzte Finale der NEXT-GEN-Saison hätte schließlich kaum passender besetzt sein können. Auf der einen Seite stand Horvat, der nur noch einen Sieg von seiner sensationellen Rettung entfernt war. Auf der anderen wartete mit Jaimy van de Weerd ausgerechnet der Dominator der Saison 2026, der die Gesamtrangliste komfortabel anführte. Und natürlich ging dieses Endspiel über die volle Distanz.
Im entscheidenden Leg bewies Horvat die besseren Nerven. Gegen den Anwurf brachte er sich auf 48 Punkte Rest und verwandelte schließlich seinen zweiten Matchdart auf der Doppel-16. Damit war die Aufholjagd tatsächlich vollendet: Horvat gewann beim letztmöglichen Versuch seinen ersten NEXT-GEN-Titel der Saison und sicherte sich damit doch noch seinen Platz bei der Super League.
Ein Saisonfinale, dessen Dramaturgie kaum zu überbieten war. Erst schien Horvats historische Serie bereits beendet, dann wollte er beim entscheidenden Wochenende ursprünglich gar nicht mehr antreten – und schließlich rettete er seine Super-League-Teilnahme mit einem Turniersieg auf den allerletzten Drücker. Die Super League gibt es damit auch 2026 nicht ohne „Herkules“.
Wo ein solches Darts-Märchen geschrieben wird, gibt es allerdings auch eine tragische Figur. Kevin Jußen hatte bis zu Horvats verwandeltem Championship Dart den 16. und letzten Qualifikationsplatz inne. Erst mit dem finalen Treffer auf die Doppel-16 wurde er noch aus den Super-League-Rängen verdrängt – und verpasste damit sein Debüt auf denkbar bittere Weise.
Ergebnisse PDC Europe NEXT GEN Turnier 16
| Spieler 1 | Average | Legs | VS | Legs | Average | Spieler 2 |
| Finale | ||||||
| Dragutin Horvat | 91.94 | 6 | VS | 5 | 82.02 | Jaimy van de Weerd |
| Halbfinale | ||||||
| Jaimy van de Weerd | 83.18 | 5 | VS | 1 | 78.24 | Lenny Schlüter |
| Dragutin Horvat | 92.19 | 5 | VS | 3 | 81.24 | Patrick Reisenegger |
| Viertelfinale | ||||||
| Jaimy van de Weerd | 87.38 | 5 | VS | 0 | 64.04 | Tim Weber |
| Dragutin Horvat | 85.84 | 5 | VS | 2 | 68.03 | Ralf Steininger |
| Patrick Reisenegger | 83.10 | 5 | VS | 4 | 78.25 | Tim Scholz |
| Lenny Schlüter | 78.92 | 5 | VS | 3 | 74.63 | Kilian Hohnstedt |
Diese 20 Spieler kämpfen um das Ally-Pally-Ticket
Mit dem Abschluss der PDC Europe NEXT GEN 2026 stehen nun 20 Teilnehmer der diesjährigen PDC Europe Super League fest. Sie haben sich über die Turnierserie für den großen Kampf um das begehrte Ticket zur PDC Darts WM im legendären Alexandra Palace qualifiziert.
Die Startplätze verteilen sich dabei auf zwei Ranglisten: Die Top-16 der Main Order of Merit lösen ihr Ticket für die Super League ebenso wie die vier bestplatzierten Akteure der Youth Order of Merit, die noch nicht über die Hauptrangliste qualifiziert sind. Alle 20 qualifizierten Spieler sind in der untenstehenden Übersicht aufgeführt.
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Komplett ist das Teilnehmerfeld der Super League damit allerdings noch nicht. Vier weitere Startplätze werden über die neu geschaffene Turnierserie PDC Europe Start vergeben, sodass am Ende insgesamt 24 Spieler um das WM-Ticket kämpfen werden.
Die PDC Europe Super League findet in diesem Jahr vom 10. bis 13. November statt. Dann entscheidet sich, welcher der Qualifikanten den entscheidenden Schritt macht und sich das begehrte Ticket für den „Ally Pally“ sichert.
Qualifikanten über die PDC Europe NEXT GEN Main Order of Merit
(Quelle: PDC Dartconnect)
| Rang | Spieler | Preisgeld | Nationalität |
| 1 | Jaimy van de Weerd | €9,383 | Deutschland |
| 2 | Daniel Klose | €7,982 | Deutschland |
| 3 | Paul Krohne | €4,424 | Deutschland |
| 4 | Patrick Reisenegger | €3,746 | Österreich |
| 5 | Mika Donnevert | €3,666 | Deutschland |
| 6 | Liam Maendl-Lawrance | €3,454 | Deutschland |
| 7 | Lenny Schlüter | €3,328 | Deutschland |
| 8 | Jan Schmidt | €2,983 | Deutschland |
| 9 | Dragutin Horvat | €2,911 | Deutschland |
| 10 | Marcel Hausotter | €2,883 | Deutschland |
| 11 | Patrick Tringler | €2,861 | Österreich |
| 12 | Florian Preis | €2,811 | Deutschland |
| 13 | Tim Scholz | €2,687 | Deutschland |
| 14 | Finn Behrens | €2,589 | Deutschland |
| 15 | Rene Eidams | €2,500 | Deutschland |
| 16 | Carsten Hoffmann | €2,357 | Deutschland |
Qualifikanten über die PDC Europe NEXT GEN Youth Order of Merit
(Quelle: PDC Dartconnect)
| Rang | Spieler | Preisgeld | Nationalität |
| 1 | Kimi Seemann | €2,042 | Deutschland |
| 2 | Deniz Baudis | €1,307 | Deutschland |
| 3 | Luca Wolff | €1,248 | Deutschland |
| 4 | Kilian Hohnstedt | €1,235 | Deutschland |

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









