Czech Darts Open: Rückblick auf die Freitagnachmittag-Session | Niko Springer glänzt mit souveräner Vorstellung

PDC
Freitag, 04 September 2026 um 16:50
Niko Springer
Niko Springer war der Star der Nachmittagssession bei den Czech Darts Open und ließ Martin Homola keine Zeit, ins Spiel zu finden. Der Deutsche setzte sich in einer äußerst einseitigen Partie souverän mit 6:0 durch.
Nach seiner misslungenen Titelverteidigung in der vergangenen Woche bei den Hungarian Darts Open war Springer fest entschlossen, es dieses Mal besser zu machen. Gegen einen enttäuschenden Gegner zeigte er eine brillante Vorstellung.
Mit einem Average von 102,48 traf Springer sechs seiner elf Versuche auf die Doppelfelder und ließ seinem Gegner keinen einzigen Dart auf ein Doppelfeld. Auf das erste Break folgte ein herausragendes 150er-Finish. Ein weiteres Break brachte ihm eine 4:0-Führung, während der Slowake auf der Bühne überhaupt nicht zurechtkam. Springer machte die Partie schließlich mit einem 93er-Finish auf Doppel 16 zu und setzte damit ein Ausrufezeichen an den Rest des Teilnehmerfeldes.

Menzies, Gilding und O’Connor setzen sich durch

Cameron Menzies eröffnete den Tag mit einem souveränen 6:1-Sieg gegen Jonas Engström. Ein Average von 92,49 reichte problemlos aus, um den Schweden in Schach zu halten, der „Cammy“ nicht ernsthaft herausfordern konnte. Finishes von 64 und 115 brachten Menzies gut in die Partie, auch wenn er einige seiner für ihn typischen Probleme auf die Doppel zeigte, die sein Gegner jedoch nicht ausnutzen konnte. Menzies marschierte souverän über die Ziellinie und sicherte sich problemlos einen Platz in der zweiten Runde.
Andrew Gilding zog anschließend mit einem ungefährdeten 6:3-Sieg gegen den ersten tschechischen Vertreter David Rosi nach. Der frühere UK-Open-Champion geriet zu Beginn etwas unter Druck, nachdem die Partie mit vier Breaks in Folge begonnen hatte. Rosi ging zweimal in Führung, doch „Goldfinger“ fand anschließend seinen Rhythmus. Er baute ein entscheidendes Break mit einem 81er-Finish aus und ging mit 5:2 in Führung. Rosi konnte noch ein weiteres Leg gewinnen, doch ein Comeback war nie wirklich in Sicht, und Gilding machte die Partie auf Tops zu.
Deutlich enger ging es in einem absoluten Thriller zwischen Ryan Joyce und Kim Huybrechts zu. Die Partie ging über die volle Distanz, doch am Ende setzte sich der Engländer mit 6:5 durch. Huybrechts gelang zweimal ein Break, jeweils mit Finishes von 112 und 70, wobei letzteres den Belgier mit 5:4 in Führung brachte. Doch er konnte die Partie nicht nach Hause bringen und ließ Matchdarts liegen. Joyce, der ungewöhnlicherweise 13 Darts auf die Doppelfelder verfehlte, nutzte seine Chancen im entscheidenden Moment und setzte sich in einem dramatischen Duell durch.
Obwohl William O’Connor lediglich einen Average von 82,35 spielte, hatte er gegen Jiří Brejcha keinerlei Probleme und feierte in Prag einen souveränen 6:1-Sieg. Finishes von 116, 68 und 84 in drei der ersten vier Legs verhalfen O’Connor zu einem starken Start, während von der anderen Seite kaum etwas kam. Er rückte bis auf ein Leg an den Whitewash heran, ehe der Tscheche endlich für Jubel beim Publikum sorgte und sich auf die Anzeigetafel brachte. Lange sollte er jedoch nicht mehr auf der Bühne bleiben, denn O’Connor machte mit Doppel 5 den souveränen Sieg perfekt.

Doets überzeugt, Cullen scheidet aus

Auch Kevin Doets spielte auf der Prager Bühne einen Average von über 100 und setzte sich mit 6:2 gegen Ricky Evans durch. „Rapid“ Evans war kurzfristig für James Wade eingesprungen, nachdem dieser seine Teilnahme am Turnier zurückgezogen hatte. Gegen einen sehr soliden Doets konnte er diese Gelegenheit jedoch nicht nutzen.
Das starke Scoring brachte „Hawkeye“ früh in Führung, während Evans neun Darts weniger auf die Doppel hatte als sein Gegner. Das erwies sich als kostspielig: Doets ging mit 4:1 in Führung, ehe ein weiteres Break zum Ende der Partie seinen Platz in der morgigen Session endgültig sicherte.
Kevin Doets celebrating
Kevin Doets 
Nicht zurückkehren wird hingegen Joe Cullen. „The Rockstar“ zeigte auf der Bühne eine durchschnittliche Leistung, während sich Stephen Burton mit 6:3 durchsetzte und damit einen seltenen Sieg auf der European Tour für den Spieler aus Ipswich feierte.
Der entscheidende Unterschied lag auf den Doppeln. Cullen kam auf eine schwache Checkout-Quote von lediglich 20 Prozent und verfehlte zwölf seiner Versuche. Burton traf dagegen 67 Prozent seiner Darts auf die Doppel und nutzte dies voll aus. Insgesamt gab es nur ein Break in der gesamten Partie. Burton ging mit 4:2 in Führung und brachte den Sieg anschließend über den eigenen Anwurf nach Hause.
Für Cullen ist das eine große Enttäuschung, nachdem er es 2026 auf der European Tour bislang nur einmal bis zum Finaltag geschafft hat.
Zum Abschluss der Nachmittagssession setzte sich Callan Rydz souverän mit 6:1 gegen einen enttäuschenden Cristo Reyes durch. Die Partie war im Vorfeld als eines der möglichen Highlights der Session erwartet worden, entwickelte sich jedoch zu einer einseitigen Angelegenheit zugunsten von „The Riot“.
Nachdem beide Spieler in den ersten beiden Legs jeweils ein Break geschafft hatten, ergriff Rydz erneut die Initiative und ließ sich diese nicht mehr nehmen. Reyes gilt als äußerst gefährlicher Spieler, konnte diese Bedrohlichkeit auf der Bühne jedoch nicht entfalten. Mit einem Average von 98 setzte sich Rydz souverän gegen seinen Kontrahenten durch und zieht in die nächste Runde ein.
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