Justin Hood mit der nächsten Sensation – Titelfavorit Josh Rock scheidet krachend aus der Darts WM aus; Ratajski und Clayton mit souveränen Achtelfinalsiegen
PDCDie letzte Nachmittagssession des Jahres im Alexandra Palace liefert am 17. Turniertag der Darts WM 2026 gleich drei Geschichten, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Während Krzysztof Ratajski seine starke Form bestätigt und Jonny Clayton einen zähen Kampf gegen Andreas Harrysson übersteht, sorgt Justin Hood für die vielleicht größte Sensation des bisherigen Turniers. Der Engländer fegt Titelfavorit Josh Rock mit 4:0 aus dem Ally Pally und schreibt damit ein weiteres Kapitel seines WM-Märchens.
Im ersten Match des Tages setzt sich Krzysztof Ratajski mit 4:2 gegen Lokalmatador Luke Woodhouse durch. Der Pole startet furios, spielt im ersten Satz einen 106er Average und holt sich den Durchgang mit einem abschließenden 11-Darter. Woodhouse kämpft sich zwar immer wieder zurück, gleicht zweimal in den Sätzen aus und zeigt mit einem 110er Highfinish sein höchstes Checkout des Turniers, doch die Inkonstanz bleibt sein größter Gegner.
Ratajski erreicht erstmals das WM-Viertelfinale
Ratajski hingegen steigert sich im Verlauf der Partie erneut. Nach vier ausgeglichenen Sätzen zieht der „Polish Eagle“ das Tempo an, gewinnt Satz vier und fünf jeweils mit 3:1 und setzt sich am Ende verdient durch. Mit einem 96,68er Average, 14 Treffern bei 31 Versuchen auf die Doppelfeder macht er erstmals in seiner Karriere den Einzug ins WM-Viertelfinale perfekt. Dort wartet nun kein Geringerer als Titelverteidiger Luke Littler.
Kann der Pole Littler im Viertelfinale gefährlich werden?
Clayton dreht das Match und stoppt Harryssons Lauf
Das zweite Achtelfinale entwickelt sich zu einem echten Entscheidungslegkrimi. Jonny Clayton gewinnt 4:2 gegen Andreas Harrysson, doch das Ergebnis täuscht über den engen Verlauf hinweg. In Legs steht es am Ende nur 15:14 für den Waliser – ein Beleg dafür, wie brutal der Satzmodus bei der Weltmeisterschaft sein kann.
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Harrysson zeigte über das ganze Spiel hinweg spektakuläre Momente: ein 124er Bullseye-Finish, ein 149er Checkout über Doppel 16 und sechs perfekte Darts im Versuch, einen der verrücktesten 9-Darter der WM-Geschichte über Bull-Bull-Bull zu spielen. Doch ausgerechnet sein Lieblingsdoppel, die Doppel 18, lässt ihn zum Ende des Matches in den entscheidenden Momenten im Stich. Mehrere Satzdarts bleiben ungenutzt, Clayton nutzt die Fehler eiskalt und gewinnt drei Sätze in Folge.
Mit einem 160er Highfinish und starkem Timing sichert sich der Waliser zum zweiten Mal in seiner Karriere den Einzug ins WM-Viertelfinale. Dort trifft er am 1. Januar auf „Heavy Metal“ Ryan Searle, der erstmals im neuen Jahr noch im Turnier dabei ist.
Justin Hood schockt den Ally Pally – 4:0 gegen Titelfavorit Rock
Was Justin Hood im letzten Match des Nachmittags zeigt, ist pure Magie. Der Weltranglisten-86. spielt sich in einen Rausch und fegt den hochgehandelten Josh Rock mit 4:0 aus dem Turnier. Schon sein Start ist beeindruckend: ein 108er Break, gefolgt von einem 11-Darter zum Satzgewinn. Hood trifft seine ersten elf Doppelversuche allesamt – eine perfekte Quote, die den Ally Pally und die Kommentatoren zum Staunen bringt.
Rock kämpft zwar, checkt unter Druck 86 Punkte über Bull und rettet sich damit in Satz eins in den Decider, doch Hood bleibt unerschütterlich. Zwischenzeitlich back-to-back 11-Darter, ein 15-Darter zum 3:0 in Sätzen und schließlich das 119er Finish auf Doppel 13 zum Matchgewinn – „Happy Feet“ liefert eine der dominantesten Außenseiterleistungen der WM-Geschichte.
Nach seinem Tie-Break-Sieg gegen Danny Noppert setzt Hood damit das nächste Ausrufezeichen und macht spätestens jetzt klar, dass mit ihm auch im neuen Jahr zu rechnen sein wird. Doch die Aufgaben für den Mann mit dem breiten Grinsen werden nicht einfacher – im neuen Jahr wartet der Sieger des Duells Michael van Gerwen gegen Gary Anderson, welches heute Abend stattfinden wird.
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Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









