Weshalb ein WM-Titel für Gary Anderson ein Albtraum für die PDC ist: „Dann werden wir erleben, dass die PDC den Weltmeister nicht in der Premier League hat“
PDC
Gary Anderson hat am Sonntagnachmittag bei der Darts WM eindrucksvoll bewiesen, dass er auch mit 55 Jahren noch zur absoluten Weltspitze gehört. Der Schotte fegte Jermaine Wattimena in einem hochklassigen Duell vom Board und zeigte dabei die alte Magie, die ihn einst zu zwei Weltmeistertiteln führte. Mit perfektem Timing und gnadenlosem Scoring setzte er ein Ausrufezeichen – und schickte damit ein lautes Signal an die Konkurrenz.
Anderson traf vierzehnmal die 180, spielte in Satz drei einen Average von über 120 Punkten und kontrollierte das Spiel mit erstaunlicher Leichtigkeit. Selbst in den stärksten Phasen des Niederländers ließ er keine Zweifel aufkommen, wer das Match bestimmte.
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Van der Voort: „Ein Albtraum für die PDC“
Vincent van der Voort zeigte sich im Podcast Darts Draait Door tief beeindruckt von Andersons Leistung. „Er hat die 180er immer weiter reingehämmert. Wirklich stark. Er scheint dieses Turnier wirklich mit einer anderen Intention zu spielen“, sagte der frühere Topspieler. Doch Van der Voort blickte auch über die sportliche Dimension hinaus. Sollte Anderson tatsächlich seinen dritten WM-Titel holen, droht der PDC ein organisatorisches Dilemma.
Bereits im Achtelfinale der Darts WM treffen Michael van Gerwen und Gary Anderson aufeinander.
Anderson hat in den vergangenen Jahren seinen Terminkalender drastisch reduziert. Premier League, World Series oder PR-Auftritte interessieren ihn nur bedingt. Van der Voort zeichnet deshalb ein Szenario, das den Verband ins Schwitzen bringen würde: „Wenn er Weltmeister wird, erleben wir, dass die PDC den World Champion nicht in der Premier League hat und nicht bei den World Series. Das ist das Schlimmste, was der PDC passieren kann. Als Organisation ist das ein Albtraum.“
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Für dieses Major wäre ein abwesender Weltmeister ein Imageschaden – denn das Geschäftsmodell der PDC baut auf Präsenz, Reichweite und Storytelling. Ein Superstar, der sich rar macht, widerspricht genau diesem Prinzip.
Wattimena stellt sich tapfer
Jermaine Wattimena musste das Feld räumen, tat das jedoch mit erhobenem Haupt. Der Niederländer hielt lange dagegen, nutzte seine Chancen konsequent und zwang Anderson zu Höchstleistungen. „Er hat seine Haut teuer verkauft“, lobte Van der Voort. „Anderson ist im Moment etwas besser als Jermaine, und dafür muss man sich überhaupt nicht schämen.“
Wattimena verabschiedet sich damit zwar aus dem Turnier, hinterließ aber einen kämpferischen Eindruck, nach einem ohnehin starken Jahr von "The Machine Gun". Anderson dagegen ist im Ally Pally dieses Jahr alles zuzutrauen, doch mit MvG wartet im Achtelfinale eine der größten Hürden des Turniers.
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Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








