Gabriel Clemens krönt seine Karriere: Erster PDC-Titel nach 170er-Traumfinish bei Players Championship 24
PDC
Was für ein Tag, was für ein Moment für den deutschen Dartsport: Gabriel Clemens hat sich bei Players Championship 24 in Leicester erstmals in seiner Karriere zum Sieger eines PDC-Ranglistenturniers gekrönt. Der German Giant setzte sich nach einem beeindruckenden Turnierlauf im Finale gegen Luke Woodhouse durch und schrieb mit seinem ersten PDC-Titel ein neues Kapitel deutscher Darts-Geschichte. Gekrönt wurde der historische Triumph ausgerechnet mit einem spektakulären 170er-Checkout zum Matchgewinn.
Der deutsche Turniertag begann mit einer herben Enttäuschung: Zehn der zwölf gestarteten Tour-Card-Holder verabschiedeten sich bereits in der ersten Runde. Neben Martin Schindler, Ricardo Pietreczko und Lukas Wenig erwischte es unter anderem auch Kai Gotthardt, Yorick Hofkens, Dominik Grüllich und Arno Merk früh. Lediglich Gabriel Clemens und Max Hopp überstanden die Auftakthürde und hielten die deutschen Hoffnungen in Leicester am Leben.
Clemens spielt sich mit starken Leistungen ins Endspiel
Während Hopp nach einer starken Auftaktleistung im Decider gegen Danny Noppert ausschied, entwickelte sich Gabriel Clemens zum überragenden deutschen Spieler des Tages. Der German Giant bezwang zunächst Thomas Lovely, ehe ihm mit einem 6:4-Erfolg über Michael van Gerwen das erste echte Ausrufezeichen gelang. Anschließend setzte sich der Saarländer in zwei hochklassigen Decidern gegen Kevin Doets und Scott Williams durch und kämpfte sich damit bis in das Viertelfinale vor.

Historischer Moment: Gabriel Clemens gewinnt mit einem spektakulären 170er-Checkout das Finale von Players Championship 24 und feiert seinen ersten PDC-Titel.
Auch dort ließ Clemens nicht nach. Gegen den Iren Mickey Mansell dominierte der Deutsche nahezu nach Belieben, spielte sich mit einem 6:1-Erfolg souverän unter die letzten vier und glänzte dabei unter anderem mit einem sehenswerten 118er-Checkout.
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Im Halbfinale wartete mit Brendan Dolan ein weiterer äußerst unangenehmer Gegner. Nach verlorenem Auftaktleg übernahm Clemens jedoch zunehmend die Kontrolle, überzeugte mit starkem Scoring, einem 121er-Highfinish und einem Average von über 100 Punkten. Am Ende machte der German Giant mit einem verdienten 7:3-Erfolg den Einzug ins Finale perfekt.
Woodhouse komplettiert das Endspiel
Den zweiten Finalplatz sicherte sich Luke Woodhouse. Der frischgebackene European-Tour-Champion setzte seinen starken Lauf fort und bezwang zunächst Danny Noppert im Viertelfinale deutlich mit 6:0. Anschließend setzte sich der Engländer in einem insgesamt eher niveauarmen Halbfinale mit 7:5 gegen Gian van Veen durch und zog damit ebenfalls ins Endspiel von Players Championship 24 ein.
Historischer Triumph mit Bigfish zum Titel
Das Endspiel begann ganz nach dem Geschmack des Deutschen. Clemens eröffnete die Partie mit einem Treffer auf seiner heutigen Lieblings-Doppel-18 und übernahm früh die Kontrolle. Dank konstant starkem Scoring und sicherem Finishing setzte sich der Saarländer zwischenzeitlich auf 6:2 ab und schien seinem ersten PDC-Titel souverän entgegenzumarschieren.
Doch Luke Woodhouse gab sich nicht geschlagen. Der Engländer kämpfte sich mit vier Leggewinnen aus den letzten fünf Durchgängen eindrucksvoll zurück und glich zum 6:6 aus. Auch im entscheidenden Moment behielt Clemens jedoch die Nerven, ging erneut in Führung und sorgte anschließend für einen der größten Augenblicke seiner Karriere: Mit einem sensationellen 170er-Bigfish machte der German Giant den 8:6-Erfolg perfekt und feierte unter großem Jubel seinen ersten PDC-Titel überhaupt.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026











