„Natürlich ist man nervös, wenn man schon so viele Endspiele verloren hat“ – Gabriel Clemens gewinnt endlich seinen ersten PDC-Titel
PDC
Nach Jahren des Beinahe, verlorenen Finals und vergebenen Chancen hat Gabriel Clemens endlich seinen ersten Players-Championship-Titel gewonnen. Der Deutsche krönte einen hervorragenden Turniertag in Leicester mit einem hart erkämpften Sieg im Finale, das er mit einem glänzenden 170er-Finish zum Abschluss brachte. Es war der perfekte Schlusspunkt eines Tages, an dem Clemens nicht nur seine Qualität zeigte, sondern vor allem bewies, dass er mental einen wichtigen Schritt gemacht hat.
Unmittelbar nach seinem Triumph beim Players Championship 24 überwog vor allem die Emotion beim 42-jährigen Deutschen. Die Erleichterung war sichtbar, und ihm fehlten die Worte. „Es fühlt sich großartig an“, sagte Clemens kurz nach seinem Sieg. „Ich habe so viele Finals verloren. Ich bin unglaublich glücklich. Im Moment fehlen mir eigentlich die Worte.“
Endlich belohnt nach mehreren verlorenen Finals
Für Clemens bedeutete der Sieg weit mehr als nur einen neuen Eintrag in seiner Titelsammlung. Der Deutsche stand in den vergangenen Jahren mehrfach in einem Players-Championship-Finale, doch der ganz große Wurf blieb stets aus. Dadurch wuchs der Druck jedes Mal, wenn er einer Trophäe erneut nahekam.
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Die Erinnerungen an diese verlorenen Finals spielten auch in diesem Endspiel unvermeidlich eine Rolle. „Das ist natürlich im Kopf“, gab Clemens ehrlich zu. „Ich habe so viele Finals verloren. Das ist normal. In solchen Momenten denkt man automatisch daran.“
Gerade deshalb macht dieser Sieg ihn umso besonderer. Nicht nur wegen des Titels an sich, sondern auch, weil Clemens endlich mit dem mentalen Hindernis abrechnete, das ihm in früheren Finals im Weg zu stehen schien.
Starker Start, spannendes Finale
Clemens startete ausgezeichnet ins Finale und übernahm früh die Kontrolle. Mit solidem Scoring und hoher Doppel-Effizienz baute er einen komfortablen Vorsprung auf. Dennoch war die Partie längst nicht entschieden.
Sein Gegner kämpfte sich stark zurück und brachte die Spannung vollständig zurück. Je knapper es wurde, desto größer wurden auch die Nerven. „Natürlich gab es Nerven“, bekannte Clemens. „Wenn du schon so viele Finals verloren hast, spielt das mit. Das ist ganz normal.“
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Trotz der steigenden Anspannung behielt der Deutsche einen kühlen Kopf. Im entscheidenden Moment produzierte er vielleicht das schönste Finish, das sich ein Dartspieler wünschen kann: ein spektakuläres 170er-Finish, um das Match und seinen allerersten Players-Championship-Titel zu holen.
Wachsendes Selbstvertrauen
Auch wenn der Sieg als Überraschung gelten kann, sah Clemens selbst bereits Anzeichen, dass seine Form in den vergangenen Wochen besser wurde.
In der vergangenen Woche erreichte er das Viertelfinale eines Players-Championship-Turniers. Auch früher in dieser Saison stand er bereits im Viertelfinale. Laut dem Deutschen sind das Signale, dass er wieder auf dem richtigen Weg ist. „Letzte Woche habe ich das Viertelfinale erreicht und das fühlte sich gut an. Zu Beginn des Jahres stand ich auch schon im Viertelfinale. Ich hoffe, dass es von jetzt an nur noch besser wird. Das ist hoffentlich erst der Anfang.“
Diese Worte unterstreichen, dass Clemens diesen Titel nicht als Endpunkt sieht, sondern vielmehr als einen neuen Start. Nach einer Phase mit wechselhaften Ergebnissen scheint er sein Selbstvertrauen vollständig zurückgewonnen zu haben.
🗣️ "I'm very happy… I have no words!"
— PDC Darts (@OfficialPDC) July 7, 2026
An elated Gabriel Clemens reflects on winning his first PDC ranking titles at #PC24 after eight years on the circuit 🇩🇪 pic.twitter.com/VTf1ppvwK7
Harter Weg zum Titel
Dass der Titel verdient war, zeigte auch der beeindruckende Weg, den Clemens zurücklegte. Unterwegs schlug er mehrere starke Gegner, darunter Michael van Gerwen. Außerdem musste er Scott Williams in den Griff bekommen, der massiven Druck aufbaute und sogar ein perfektes Leg in neun Darts spielte.
Dennoch ließ sich Clemens keinen Moment aus der Ruhe bringen. Er blieb bei seinem Spielplan und hielt genau dann stand, als es wirklich darauf ankam.
Das machte den letztendlichen Triumph vielleicht noch schöner. Er ließ nicht nur ein bärenstarkes Teilnehmerfeld hinter sich, sondern bewies auch, dass er unter großem Druck die richtigen Entscheidungen treffen kann.
Auf die Frage, ob er im Laufe des Tages das Gefühl hatte, dass dies endlich sein Turnier werden könnte, antwortete Clemens mit einem Lächeln. „Ich hoffe jeden Tag, dass es mein Tag wird“, sagte er. „Aber heute ist es mein Tag.“
Diese einfachen Worte fassen vielleicht am besten zusammen, was dieser Sieg für ihn bedeutet. Jahrelang arbeitete Clemens auf einen neuen individuellen PDC-Titel auf der Pro-Tour hin, doch stets fehlte ein kleines Stück. Nun fiel endlich alles an seinen Platz.
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Dank an seine größte Stütze
Nach dem Finale vergaß Clemens auch nicht, den Menschen zu danken, die ihn die ganze Zeit unterstützt haben. Besonders wandte er sich an seine Frau. „Ich möchte meiner Frau danken“, sagte er sichtlich gerührt. „Sie hat immer an mich geglaubt. Das bedeutet mir unglaublich viel.“
Laut Clemens war die Unterstützung seiner Familie in den schwierigen Phasen, in denen Ergebnisse ausblieben, von unschätzbarem Wert. Gerade nach so vielen Enttäuschungen machte das diesen Sieg besonders emotional.

Gabriel Clemens gewann Players Championship 24
Wichtige Initialzündung für den Rest der Saison
Mit seinem ersten Players-Championship-Titel sendet Gabriel Clemens ein starkes Signal für den weiteren Saisonverlauf. Der Deutsche zeigte nicht nur, dass sein Spiel wieder auf einem hohen Niveau ist, sondern vor allem, dass er endlich mit der negativen Vergangenheit verlorener Finals abgeschlossen hat.
Die überzeugenden Siege gegen große Namen, die mentale Widerstandskraft im Finale und das phänomenale 170-Finish im entscheidenden Moment machen diesen Titel zu einem der schönsten seiner Karriere.
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Für Clemens fühlt es sich wie ein Neuanfang an. Nach Jahren, in denen er dem Erfolg oft nahekam, hat er sich endlich mit einem Sieg belohnt, der ihm zweifellos viel Vertrauen für die kommenden Monate geben wird.
Die Erleichterung überwog nach dem Finale sogar die Euphorie. Der Fluch der verlorenen Finals ist endgültig gebrochen. Gabriel Clemens ist endlich Sieger eines Players-Championship-Turniers.

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









