Players Championship 5 in Leicester bot aus deutscher Sicht einen kämpferischen Turniertag mit mehreren Achtelfinal-Teilnahmen, ehe sich im weiteren Verlauf die englische Elite durchsetzte. Während Ricardo Pietreczko und Niko Springer solide Auftritte bis in die Runde der letzten 16 lieferten, entwickelte sich das Event in der entscheidenden Phase zu einer klaren Angelegenheit für die Pro-Tour-Spezialisten von der Insel. Am Ende stand ein rein englisches Finale – und eine eindrucksvolle Machtdemonstration.
Aus deutscher Sicht begann
Players Championship 5 in Leicester mit Licht und Schatten. Früh erwischte es unter anderem Arno Merk (1:6 gegen Gary Anderson), Marvin Kraft (3:6 gegen Cameron Menzies) und Dominik Grüllich (3:6 gegen Jeffrey de Zwaan). Positiv starteten hingegen
Martin Schindler (6:2 gegen Filip Bereza), Niko Springer (6:3 gegen Ryan Meikle), Lukas Wenig (6:2 gegen Chris Landman) sowie Ricardo Pietreczko (6:3 gegen Thomas Lovely) in den Turniertag.
Hopp schlägt Cross – zwei Deutsche im Achtelfinale
Für ein erstes Ausrufezeichen sorgte
Max Hopp, der nach zwischenzeitlichem 1:4-Rückstand ein starkes Comeback feierte und Rob Cross im Decider mit 6:5 bezwang. In Runde zwei mussten dann allerdings sowohl Schindler (2:6 gegen Adam Paxton) als auch Wenig (5:6 gegen Brendan Dolan) die Segel streichen.
Gabriel Clemens erreichte nach einem 6:4 gegen Jose Justicia ebenfalls die zweite Runde, unterlag dort aber Joe Cullen denkbar knapp mit 5:6.
Untermauerte seinen starken Saisonstart auch in Leicester: Der „Maximiser“ Max Hopp
Damit ruhte die deutsche Hoffnung vor allem auf Pietreczko, Springer und Hopp. Der Maximiser musste sich im Boardfinale mit 2:6 gegen Christian Kist geschlagen geben. Springer setzte sich zunächst im Decider gegen Wesley Plaisier durch und erreichte anschließend mit einem 6:4 über Cam Crabtree das Achtelfinale. Pietreczko zog nach Siegen über Scott Waites (6:3) und Damon Heta (6:5) ebenfalls in die Runde der letzten 16 ein. Dort war für beide Endstation: Springer verlor mit 2:6 gegen Ross Smith, Pietreczko unterlag Dave Chisnall mit 4:6.
Dobey produziert Perfektion
Im weiteren Turnierverlauf kristallisierte sich früh ein rein englisch geprägtes Spitzenfeld heraus. Chris Dobey,
der im ersten Leg seiner Zweitrundenpartie gegen Ricky Evans einen perfekten 9-Darter geworfen hatte, marschierte mit einem 6:0-Whitewash gegen Christian Kist ins Halbfinale, Joe Cullen folgte nach einem 6:2 über Niels Zonneveld. Auf der anderen Seite des Draws setzten sich Ross Smith (6:3 gegen Dave Chisnall) und Karel Sedlacek (6:4 gegen Alan Soutar) durch. In den Halbfinals behielten schließlich Dobey (7:4 gegen Cullen) und Smith (7:4 gegen Sedlacek) die Oberhand.
Smith überrollt Dobey im Endspiel
Das Finale zwischen Ross Smith und Chris Dobey entwickelte sich früh zu einer einseitigen Angelegenheit. Der „Smudger“ erwischte einen Traumstart, schnappte sich das erste Leg direkt mit einem Break und setzte mit einem spektakulären 147er-Finish ein erstes Ausrufezeichen. Mit kompromisslosem Scoring und eiskalter Doppelquote zog Smith rasend schnell auf 5:0 davon – darunter Legs in 12 und 14 Darts.
Dobey gelang zwar mit einem sehenswerten 100er-Checkout über Tops-Tops der erste Leggewinn, doch eine echte Wende zeichnete sich nicht mehr ab. Smith kontrollierte das Geschehen weiterhin souverän, baute seine Führung auf 6:2 aus und machte schließlich mit zwei weiteren starken Legs in 15 und 14 Darts den Deckel drauf.
Mit einem Gesamtaverage von 104 Punkten krönt sich Ross Smith hochverdient zum Champion von Players Championship 5 – ein dominanter Finalsieg, der die Klasse des Engländers erneut unterstreicht.