Martin Schindler und
Henry Coates stehen beim
Grand Slam of Darts 2026 am Oche. Der Deutsche löste sein Startrecht mit dem Finaleinzug bei der
Europameisterschaft in Dortmund. Der 20-jährige Engländer Coates profitierte vom Ergebnis des EM-Siegers Ross Smith.
Der Grand Slam steigt in diesem Jahr vom 14. bis 22. November im WV Active Aldersley. Das Teilnehmerfeld wächst auf 48 Spieler und neben Martin Schindler sind auch
Gabriel Clemens und
Jan Schmidt bereits qualifiziert. Sie spielen um ein Preisgeld von einer Million Pfund und die Eric Bristow Trophy.
Schindler krönt seinen historischen EM-Lauf
Am vergangenen Sonntag machte Schindler seine siebte Teilnahme am Grand Slam perfekt. Der 30-Jährige erreichte vor heimischem Publikum das EM-Finale und unterlag dort Ross Smith mit 8:11.
Martin Schindler erreichte das Finale der Europameisterschaft und qualifizierte sich damit für den Grand Slam of Darts
Vor dem Turnier hatte niemand mit einem solchen Lauf gerechnet. Deutschlands Nummer eins hatte sich erst beim letzten European-Tour-Event der Saison in Maastricht für die Europameisterschaft qualifiziert. In Dortmund ging er als Nummer 31 ins Turnier. Dort schaltete er nacheinander Wessel Nijman, Jermaine Wattimena, Jonny Clayton und Krzysztof Ratajski aus. Als erster Deutscher überhaupt stand er damit im Finale eines individuellen PDC-Majorturniers.
Den EM-Titel holte zwar Smith, doch Schindler sicherte sich mit seiner Leistung das Startrecht für Wolverhampton. „The Wall“ ist somit der dritte Deutsche, der seine Qualifikation für den Grand Slam of Darts 2026 bereits perfekt machen konnte. Neben der deutschen Nummer eins sind der Jugend-WM-Finalist Jan Schmidt, und der diesjährige Players-Championship-Titelgewinner Gabriel Clemens für das Major qualifiziert.
Coates profitiert von Smiths Finaleinzug
Auch Henry Coates darf im kommenden Monat zum ersten Mal beim Grand Slam werfen. Der Engländer hatte schon in dieser Saison für Aufsehen gesorgt. Im Juli gewann er die
Players Championship 25 und war erst der fünfte Spieler in der PDC-Geschichte, der ohne Tour Card ein ProTour-Turnier für sich entschied.
Für das Grand-Slam-Ticket reichte der Sieg zunächst nicht. Coates war der am niedrigsten platzierte ProTour-Sieger des Jahres 2026, sein Startrecht hing daher von den weiteren Qualifikationsergebnissen ab. Die Entscheidung brachte Smiths Finaleinzug bei der EM. Smith hatte sich bereits mit seinem Sieg bei den World Series of Darts Finals qualifiziert. Sein erneuter Finaleinzug beanspruchte deshalb keinen weiteren Platz, und Coates bekam Gewissheit.
Niederländer stellen starke Fraktion
Die Niederlande schicken eine große Delegation nach Wolverhampton. Michael van Gerwen ist dank des Finaleinzugs mit den Niederlanden beim World Cup of Darts dabei. An seiner Seite spielt unter anderem Gian van Veen, der sich als unterlegener WM-Finalist qualifizierte.
Wessel Nijman löste sein Ticket mit zwei Titeln auf der European Tour. Niels Zonneveld hat sein Startrecht ebenfalls sicher. Kevin Doets feiert nach seinem Sieg bei einer Players Championship sein Grand-Slam-Debüt. Jermaine Wattimena gewann ein Floor-Turnier und kehrt nach Wolverhampton zurück. Jeffrey de Graaf, der in Schweden lebt, verdiente sich seinen Startplatz mit einem Titel auf der Players Championship Tour.
Littler und Humphries führen das Feld an
Titelverteidiger Luke Littler gehört zu den größten Namen im Teilnehmerfeld. Der zweimalige Weltmeister trifft unter anderem auf Luke Humphries, der sich als Sieger des World Grand Prix qualifizierte.
James Wade steht als unterlegener Finalist der UK Open im Feld, Gerwyn Price als Finalist des World Matchplay. Nathan Aspinall erhielt sein Startrecht für den Finaleinzug bei den Players Championship Finals im vergangenen Jahr. Dazu kommen unter anderem Josh Rock, Luke Woodhouse, Krzysztof Ratajski, Jonny Clayton, Chris Dobey, Cameron Menzies, Ryan Searle und Rob Cross. Andrew Gilding, der bereits thematisierte Clemens und Karel Sedlacek erspielten sich ihr Ticket auf der Players Championship Tour.
Luke Littler ist der Titelverteidiger beim Grand Slam of Darts
Weitere Startplätze noch offen
Neben den bekannten Namen des PDC-Zirkus bekommen auch Spieler aus anderen Wettbewerben ihre Chance. Cameron Crabtree und Schmidt qualifizierten sich bei der Jugend-WM. Beau Greaves spielt nach ihrem Titel beim Women’s World Matchplay mit. Sebastian Bialecki gewann die Development Tour, Joe Hunt gibt über die Challenge Tour sein Debüt. Paolo Nebrida löste sein Ticket als Asienmeister, Adam Sevada als Sieger der nordamerikanischen Meisterschaft. Lisa Ashton schaffte es über die Rangliste der Women’s Series.
Das Feld ist noch nicht komplett. Am 31. Oktober steht der Sieger der ANZ Premier League fest, am 8. November folgt der Champion der PDC Nordic & Baltic Tour. Außerdem stehen noch vier Players-Championship-Turniere an. Neue Sieger, die noch kein Ticket haben, sind automatisch dabei.
Bis zum 6. November qualifizieren sich höchstens 40 Spieler direkt. Die übrigen Plätze vergibt das Qualifikationsturnier für Tour-Card-Inhaber. Gewinnt ein bereits qualifizierter Spieler eines der kommenden Players-Championship-Turniere, werden dort zusätzliche Plätze frei.