„Meine Leistungen sind noch nicht so gut, wie ich gehofft hatte“ – Van Veen selbstkritisch trotz starkem Start in der Premier League
PDCDie vergangenen Wochen standen für Gian van Veen ganz im Zeichen von Reisen, Spielen und Anpassen. Der junge Niederländer bekam in kurzer Zeit ein beispiellos dichtes Programm auf der PDC-Tour zu verarbeiten, mit Turnieren auf der World Series, der Pro Tour, der European Tour und vor allem der Premier League. Für einen Spieler, der erst seit Kurzem endgültig zur absoluten Spitze des Circuits gehört, ist das ein intensiver Ablauf.
Dennoch blickt Van Veen mit einem positiven Gefühl auf diese Phase zurück, auch wenn er selbst findet, dass sein Niveau noch nicht konstant genug ist. „Ehrlich gesagt war es deutlich stressiger, als ich erwartet hatte“, erzählt er. „Aber es war wirklich sehr gut. Nur finde ich, dass meine Leistungen noch nicht ganz das sind, was ich mir erhofft hatte.“
Noch nicht genug 100+ Averages
Der Niederländer legt die Messlatte für sich selbst hoch. Vor allem seine Scoring-Power müsse seiner Ansicht nach konstanter werden. „Ich habe noch nicht genug Averages über hundert gespielt“, sagt Van Veen offen. „Aber solange ich meine Matches gewinne, ist das am Ende das Wichtigste.“
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Dass er auch siegen kann, ohne sein bestes Spiel zu zeigen, wertet er hingegen als wichtiges Zeichen der Entwicklung. Dabei verweist er auf seinen Auftritt in der Premier League in Glasgow. „Da hat man es auch gesehen: Beim Scoring war ich nicht wirklich auf meinem Topniveau, aber mein Finishing hat mich im Match gehalten.“
Laut Van Veen zeigt das, dass sein Spiel mehrere Facetten hat. „Für mich beweist das, dass ich es auch auf unterschiedliche Arten hinbekomme. Und sobald Scoring und Doppelfelder gleichzeitig kommen, denke ich, dass ich sehr gefährlich werden kann.“
European Tour bleibt Priorität
Obwohl Van Veen inzwischen immer häufiger auf den größten Bühnen steht, bleibt die European Tour ein wichtiger Baustein in seiner Planung. Gerade dort sieht er die Basis für weitere Entwicklung. „Die European Tour ist für jeden Spieler enorm wichtig“, erklärt er. „Dort sammelst du sehr viel Erfahrung.“
Zudem spielen die Turniere eine zentrale Rolle im Kalender zwischen den Majors. „Manchmal liegen ein paar Monate zwischen großen Turnieren. In dieser Zeit gibt es viele European-Tour-Events, deshalb sind sie sehr wichtig. Auch für die Ranglisten sind sie natürlich richtig gut.“
Van Veen steht nach vier gespielten Abenden in der Premier League auf dem zweiten Platz der Tabelle.
Für Van Veen hat die European Tour zudem eine zusätzliche Motivation. Immerhin gewann er im vergangenen Jahr die European Championship. „Gerade weil ich dieses Turnier letztes Jahr gewonnen habe, will ich natürlich wieder dabei sein“, sagt er. „Ich will meinen Titel verteidigen. Das macht die European Tour für mich noch wichtiger.“
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Herzlicher Empfang in Polen
Das Interview fand während des ersten European-Tour-Turniers im polnischen Krakau statt. Für Van Veen war es sein erstes Mal bei einem European-Tour-Event in Polen, und das Publikum beeindruckte sofort. „Die Fans waren großartig“, sagt er. „Vorne saß sogar ein kleiner Junge, der eine Zeichnung von mir gemacht hatte. Das hatte ich wirklich noch nie erlebt.“
Laut Van Veen ist deutlich zu spüren, dass Darts in Polen enorm an Popularität gewinnt. Das sieht er als wichtigen Grund, warum die PDC hier nun auch ein European-Tour-Turnier ausgerichtet hat. „Die PDC hat natürlich gesehen, dass die World Series hier in den vergangenen Jahren binnen Minuten ausverkauft war“, sagt er. „Das Publikum ist fantastisch.“
Die Halle war auch diesmal wieder komplett gefüllt. „Es waren etwa 3.500 bis 4.000 Leute da. Es war restlos ausverkauft. Das zeigt schon, wie groß Darts hier geworden ist.“ Für Van Veen ist es daher ein logischer Schritt des Verbands. „Ich denke, dass es eine sehr gute Entscheidung der PDC ist, nun auch European-Tour-Turniere nach Polen zu bringen.“
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Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026











