Gian van Veen hat mit seiner Rückkehr in die
Premier League Darts Diskussionen ausgelöst. Der Niederländer stand am Donnerstag in Berlin erstmals nach einer
Nierenstein-Operation wieder auf der Bühne, doch sein Comeback endete in einer deutlichen Niederlage.
Gegen Gerwyn Price fand Van Veen kaum ins Spiel. Er verlor die Partie mit 1:6 und erhielt während des gesamten Matches nur einen einzigen Pfeil auf ein Doppel. Damit rutschte er auf Rang sechs der Tabelle ab und liegt nun vier Punkte hinter den Play-off-Plätzen.
Experte warnt vor Risiken nach früher Rückkehr
Die schnelle Rückkehr van Veens wirft Fragen auf – besonders angesichts der Art seiner Operation. Ex-Profi Matthew Edgar warnt davor, dass ein zu frühes Comeback Folgen für sein Spiel haben kann. „Van Veen ist jemand, der seine Pfeile sehr weit vorne am Barrel greift, was bedeutet, dass er mit Tempo werfen muss“, erklärte Edgar im OLBG Podcast. „Dafür brauchst du Kraft. Wenn diese Kraft fehlt, bist du auf Timing und ein wenig Momentum angewiesen.“
Gian van Veen kehrte nach einer einwöchigen Pause in Berlin ins Premier-League-Spielgeschehen zurück
Laut Edgar liegt genau darin das Risiko. „Man könnte sehen, dass er sich mehr bewegt oder mit dem Körper nachhilft. Das kann dazu führen, dass seine Technik langsam erodiert. Damit muss er wirklich vorsichtig umgehen.“
Der Ex-Profi betont zudem, dass die Regeneration nach einer Operation Zeit benötigt. „Du kommst nicht aus einer Operation und steigst dann sofort wieder auf Topniveau ein. Du brauchst Regenerationszeit. Das ist essenziell.“
Van Veen startete stark in die Saison und erreichte in den ersten Wochen der Premier League mehrere Finals. Seit dem vierten Spieltag blieb er jedoch ohne Sieg – eine Serie, die sich auch in Berlin fortsetzte.
Die Kombination aus körperlicher Unsicherheit und enttäuschenden Ergebnissen erhöht den Druck auf den Niederländer im Rennen um die Top Vier. Viel Zeit zur Erholung bleibt ihm nicht. In der nächsten Runde in Manchester wartet mit Luke Littler der nächste Härtetest.