Darts-Außenseiter schlagen zu: O’Connor und Bialecki werfen Noppert und Dobey in Kiel raus

PDC
Samstag, 30 Mai 2026 um 20:21
sebastian bialecki
Die Abendsession der zweiten Runde bei den Baltic Sea Darts Open in Kiel begann mit zwei echten Ausrufezeichen. Erst erwischte es Danny Noppert, danach musste auch Chris Dobey die Segel streichen. William O’Connor und Sebastian Bialecki nutzten ihre Chancen eiskalt und warfen zwei deutlich höher eingeschätzte Gegner aus dem Turnier.
Für die gesetzten Spieler war es ein unangenehmer Start in den Abend. Noppert verlor gegen O’Connor klar mit 2:6, Dobey musste sich Bialecki mit 3:6 geschlagen geben.
Zwei Favoriten raus, zwei Außenseiter weiter: Kiel bekam direkt zum Auftakt reichlich Gesprächsstoff.

O’Connor lässt Noppert kaum ins Match kommen

William O’Connor setzte gegen Danny Noppert früh den Ton. Der Ire gewann das erste Leg, Noppert glich zwar noch zum 1:1 aus, doch danach übernahm O’Connor immer mehr die Kontrolle. Besonders das Break zum 3:1 brachte den Niederländer in Schwierigkeiten.
Noppert fand nie wirklich seinen Rhythmus. Zu oft kam er im Finishbereich zu spät, zu selten konnte er O’Connor auf den Doppeln ernsthaft bestrafen. Der Ire spielte nicht überdreht, aber sehr abgeklärt. Genau das reichte, um den Weltranglisten-Zehnten aus dem Turnier zu nehmen.
Beim Stand von 1:5 schien die Partie schon fast entschieden. Noppert holte sich zwar noch ein Leg zurück, doch die Hoffnung hielt nicht lange. O’Connor machte im achten Leg alles klar und gewann verdient mit 6:2. Für Noppert war es ein Abend zum schnellen Vergessen, für O’Connor ein starker Schritt in Richtung Achtelfinale.
William O'Connor (5)

Bialecki bestätigt seinen starken Lauf

Sebastian Bialecki sorgte kurz darauf für die nächste Überraschung. Der Pole hatte bereits in der ersten Runde gegen James Hurrell überzeugt und legte gegen Chris Dobey direkt nach. Sein 6:3-Erfolg war kein Zufall, sondern das Ergebnis eines mutigen und reifen Auftritts.
Bialecki startete stark und ging mit 2:0 in Führung. Dobey reagierte zwar und kämpfte sich auf 2:2 zurück, doch die Kontrolle bekam der Engländer nie dauerhaft. Immer wenn es eng wurde, fand Bialecki die bessere Antwort.
Besonders wichtig war die Phase nach dem Ausgleich. Bialecki holte sich das 3:2, legte zum 4:2 nach und ließ Dobey danach nicht mehr richtig zurück ins Match. Selbst als Dobey auf 3:5 verkürzte, blieb der Pole ruhig und machte die Partie zum 6:3 zu.
Bialecki hat in Kiel nun nacheinander Hurrell und Dobey geschlagen. Das macht ihn in diesem Turnier zu einem Spieler, den niemand mehr unterschätzen darf. Gegen Hurrell drehte er einen 1:3-Rückstand, gegen Dobey ließ er sich von dessen Comeback zum 2:2 nicht aus der Bahn werfen.
Gerade diese Ruhe ist auffällig. Bialecki spielt nicht nur schöne Legs, er gewinnt inzwischen auch die wichtigen Phasen. Genau das unterscheidet einen Überraschungssieg von einem echten Lauf.

Kiel erlebt einen Favoritensturz nach dem anderen

Nach den ersten beiden Partien der Abendsession ist klar: Diese zweite Runde hat es in sich. O’Connor nimmt Noppert mit 6:2 aus dem Turnier, Bialecki folgt mit einem 6:3 gegen Dobey. Zwei Underdogs, zwei große Namen, zwei klare Ansagen.
Für die Fans in Kiel war das ein perfekter Start in den Abend.
Für die Favoriten war es eine Warnung: Wer nicht sofort da ist, kann bei diesen Baltic Sea Darts Open ganz schnell verschwinden.
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