Schindler und Springer im Fokus: Deutsche Hoffnungsträger greifen am Abend an der Ostsee an

PDC
Samstag, 30 Mai 2026 um 19:32
Schindler_Springer
Die Baltic Sea Darts Open 2026 in Kiel gehen am Samstagabend mit den letzten acht Zweitrundenpartien weiter. Aus deutscher Sicht wird es noch einmal besonders spannend: Martin Schindler steigt gegen Ryan Joyce ins Turnier ein, Niko Springer will nach seinem starken Auftaktsieg gegen Ross Smith nachlegen.

Schindler und Springer wollen deutschen Schwung mitnehmen

Springer hat am Freitagabend bereits gezeigt, dass mit ihm in Kiel zu rechnen ist. Nach drei deutschen Niederlagen durch Lukas Wenig, Paul Krohne und Marcel Hausotter rettete er den deutschen Abend mit einem überzeugenden 6:2 gegen Nandor Major. Springer spielte dabei einen Average von 93,25 Punkten und wirkte nach anfänglichem Rückstand immer stabiler. Gegen Ross Smith wartet nun allerdings eine deutlich größere Prüfung.
Auch Martin Schindler dürfte auf die Unterstützung des Publikums hoffen. Der Deutsche trifft auf Ryan Joyce, der in der ersten Runde Christian Kist mit 6:3 bezwang und dabei einen Average von 90,16 Punkten spielte. Für Schindler ist es der erste Auftritt an diesem Wochenende. Entsprechend groß ist die Erwartung: Kiel wartet auf den nächsten deutschen Sieg.

Martin Schindler gegen Ryan Joyce: Deutscher Topspieler vor erster Prüfung

Martin Schindler bekommt es mit einem unangenehmen Gegner zu tun. Ryan Joyce ist kein Spieler, der viele Geschenke verteilt. Der Engländer arbeitete sich am Freitag mit einem 6:3 gegen Christian Kist in die zweite Runde und brachte dabei solide 90,16 Punkte im Average ans Board.
Für Schindler wird es darum gehen, sofort im Rhythmus zu sein. Während Joyce bereits ein Match auf der Bühne gewonnen hat, muss Schindler seinen Turnierstart erst finden. Gelingt ihm ein guter Beginn, kann die Halle in Kiel ein echter Faktor werden.
Anfang: 22:00 Uhr.
Martin Schindler (3)

Niko Springer gegen Ross Smith: Der nächste Schritt?

Springer kommt mit Selbstvertrauen in sein Zweitrundenmatch. Sein 6:2 gegen Major war nicht nur vom Ergebnis her klar, sondern auch mental wichtig. Nach dem 0:1 blieb Springer ruhig, breakte später zum 3:2 und nutzte Majors Fehler im siebten Leg eiskalt aus. Genau diese Abgeklärtheit wird er gegen Ross Smith wieder brauchen.
Smith ist ein Spieler, der mit hohem Tempo und schweren Scores schnell Druck aufbauen kann. Für Springer wird entscheidend sein, dass er seine Chancen auf die Doppel genauso konsequent nutzt wie gegen Major. Gelingt ihm das, könnte der Abend in Kiel noch einmal richtig laut werden.
Anfang: 22:30 Uhr.

Alle anderen Zweitrundenpartien heute Abend in Kiel

Noppert eröffnet gegen O’Connor

Zum Start der Abendsession trifft Danny Noppert auf William O’Connor. Der Ire setzte sich in der ersten Runde mit 6:4 gegen Cristo Reyes durch und spielte dabei einen Average von 94,20 Punkten.
O’Connor war in den entscheidenden Momenten der stabilere Spieler und holte sich das Match nach einem engen Verlauf.
Noppert steigt nun als gesetzter Spieler ein.
Aus niederländischer Sicht ist es direkt ein interessantes Duell, denn O’Connor kommt mit Rhythmus und einem ordentlichen Auftritt im Rücken.

Dobey gegen Bialecki: Vorsicht vor dem Polen

Chris Dobey trifft auf Sebastian Bialecki, der am Freitagabend ein starkes Ausrufezeichen setzte.
Bialecki schlug James Hurrell mit 6:3 und spielte dabei einen Average von 100,35 Punkten. Besonders beeindruckend: Nach einem 1:3-Rückstand gewann der Pole fünf Legs in Serie.
Für Dobey ist das also kein lockerer Einstieg. Bialecki hat gezeigt, dass er Druckphasen überstehen und ein Match komplett drehen kann. Wer gegen ihn nachlässt, bekommt sofort Probleme.
Sebastian Bialecki (1)

Wade gegen Zonneveld: Erfahrung gegen niederländische Stabilität

James Wade startet gegen Niels Zonneveld in das Turnier. Zonneveld gewann sein Erstrundenmatch gegen Richard Veenstra mit 6:4 und kam dabei auf einen Average von 89,34 Punkten. Es war kein spektakulärer, aber ein solider Sieg.
Gegen Wade wird Zonneveld vermutlich noch sauberer spielen müssen. Der Engländer ist bekannt dafür, Fehler eiskalt zu bestrafen. Genau deshalb könnte dieses Match weniger ein Feuerwerk, sondern eher ein Geduldsspiel werden.

Bunting gegen Menzies: Nach dem 108er-Average wartet der nächste Kracher

Stephen Bunting bekommt es mit Cameron Menzies zu tun, und diese Partie hat richtig Pfeffer.
Menzies war am Freitag einer der auffälligsten Spieler des Abends. Gegen Rob Cross gewann er mit 6:4 und spielte einen überragenden Average von 108,41 Punkten.
Dazu kam ein 170er-Finish, das sein starkes Match zusätzlich veredelte. Wenn Menzies dieses Niveau auch nur annähernd wieder erreicht, wartet auf Bunting ein extrem gefährlicher Gegner. Das könnte eines der Highlights der Abendsession werden.
chris dobey stephen bunting

Aspinall gegen Doets: Formstarker Niederländer fordert „The Asp“

Nathan Aspinall trifft auf Kevin Doets, der in der ersten Runde Lukas Wenig mit 6:3 besiegte. Doets spielte 92,35 Punkte im Schnitt und blieb vor allem in den wichtigen Momenten stabiler als der Deutsche.
Wenig hatte mit einem 160er- und einem 170er-Finish zwar die spektakuläreren Szenen, doch Doets holte die entscheidenden Legs. Gegen Aspinall braucht der Niederländer nun wieder diese Mischung aus Ruhe und Effizienz.

Van Veen gegen Van den Bergh: Niederländisch-belgischer Leckerbissen

Gian van Veen trifft am Abend auf Dimitri Van den Bergh. Der Belgier setzte sich in der ersten Runde mit 6:2 gegen Alan Soutar durch und spielte dabei einen Average von 84,50 Punkten. Das Ergebnis war klar, spielerisch dürfte aber noch Luft nach oben sein.
Van Veen steigt als gesetzter Spieler ein und will vor allem die starke niederländische Bilanz in Kiel weiter ausbauen. Dieses Duell bringt Qualität, Tempo und eine gewisse Brisanz mit.

Der Spielplan der Abendsession

  • Danny Noppert v William O’Connor
  • Chris Dobey v Sebastian Bialecki
  • James Wade v Niels Zonneveld
  • Stephen Bunting v Cameron Menzies
  • Nathan Aspinall v Kevin Doets
  • Gian van Veen v Dimitri Van den Bergh
  • Martin Schindler v Ryan Joyce 
  • Ross Smith v Niko Springer
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