Tim Pusey triumphiert nach dramatischem Finale in der ANZ Premier League – Darts-Legende Simon Whitlock verpasst Sprung auf die Play-off-Plätze
PDC
Tim Pusey hat sich am dritten Spieltag der ANZ Premier League 2026 zum Tagessieger gekrönt. Der Australier setzte sich in einem hochdramatischen Finale mit 5:4 gegen seinen Landsmann Mal Cuming durch und machte damit einen wichtigen Sprung in der Gesamtwertung. Dank seines Erfolgs gehört Pusey nun zu den besten vier Spielern der Tabelle. Für ihn war es bereits der zweite Tagessieg in der ANZ Premier League, nachdem er im vergangenen Jahr in Wellington erstmals triumphiert hatte.
In der Margaret Court Arena in Melbourne musste der Australier allerdings bis an seine Grenzen gehen, um sich den Turniersieg zu sichern. Sowohl in seinem Auftaktmatch als auch im Finale fiel die Entscheidung erst im neunten und letzten Leg. Am Ende war es ein Treffer auf Doppel-10, der Pusey den Sieg, eine Prämie von 1.000 australischen Dollar und fünf wertvolle Punkte für die Gesamtwertung bescherte.
„Es war unglaublich spannend“ – Pusey bedankt sich beim Publikum
Nach seinem nervenaufreibenden Triumph zeigte sich Pusey überglücklich und hob insbesondere die Unterstützung der Zuschauer hervor. „Ich fühle mich großartig. Das Publikum hatte großen Spaß, und auch ich habe es sehr genossen“, erklärte der Australier nach dem Finale. „Es war unglaublich spannend, aber die Zuschauer haben mich durchgebracht. Am Ende hat es geklappt.“
PUSEY CONQUERS CUMING IN THRILLER! 🎯 Tim Pusey has held his nerve in a nail-biting final, edging Mal Cuming 5-4 to claim his second ANZ Premier League nightly title in a dramatic Melbourne showdown! 📺 https://t.co/Dogi6ykEH5 #ANZPL | Night Three https://t.co/NkqCuk5e9Z
— PDC Darts (@OfficialPDC) October 10, 2026
Pusey übersteht mehrere Nervenschlachten auf dem Weg zum Titel
Weiterlesen
Bereits zum Auftakt des Abends musste Pusey gegen Ben Robb hart um seinen Platz im Halbfinale kämpfen. Obwohl sich ihm mehrfach die Gelegenheit bot, die Begegnung vorzeitig zu entscheiden, ließ der Australier drei Matchdarts ungenutzt. Letztlich gelang es ihm dennoch, die Partie für sich zu entscheiden und das Weiterkommen perfekt zu machen.
In der Vorschlussrunde bekam es Pusey mit Raymond Smith zu tun, der als Spitzenreiter der Gesamtwertung nach Melbourne gereist war. Auch dieses Duell entwickelte sich zu einer hart umkämpften Angelegenheit, in der Pusey erneut die Oberhand behielt. Damit stand er im Endspiel, wo mit Mal Cuming ein weiterer Australier wartete, der sich zuvor ebenfalls in beeindruckender Verfassung präsentiert hatte.
Wie schon im Viertelfinale wurde Pusey auch im Kampf um den Tagessieg alles abverlangt. Keiner der beiden Finalisten konnte sich entscheidend absetzen, sodass die Partie über die volle Distanz ging. Erst ein neuntes Leg musste darüber entscheiden, wer Melbourne als Sieger verlassen würde.
In diesem entscheidenden Moment bewies Pusey die besseren Nerven. Mit seinem zweiten Dart auf Doppel-10 machte er den 5:4-Erfolg perfekt und durfte über seinen zweiten Tagessieg in der Geschichte der ANZ Premier League jubeln.
Cuming feiert Finalpremiere und überrollt Simon Whitlock mit 5:0
Auch für Mal Cuming verlief der dritte Spieltag äußerst erfolgreich, obwohl ihm am Ende der ganz große Triumph verwehrt blieb. Bei seinem dritten Auftritt in der ANZ Premier League erreichte der erfahrene Australier erstmals das Finale eines Spieltags und setzte damit ein deutliches Ausrufezeichen.
Seinen erfolgreichen Abend eröffnete Cuming mit einem souveränen 5:2 gegen Jonny Tata. Im anschließenden Halbfinale gelang ihm dann die wohl größte Überraschung des Abends: Gegen Titelverteidiger Simon Whitlock ließ er seinem prominenten Landsmann beim deutlichen 5:0 nicht den Hauch einer Chance.
Dabei hatte Whitlock zuvor durchaus einen erfolgreichen Start in den Abend erwischt. Der ehemalige WM-Finalist setzte sich im Viertelfinale mit 5:3 gegen Brody Klinge durch, konnte an diese Leistung gegen Cuming jedoch nicht anknüpfen. Der Routinier fand zu keinem Zeitpunkt seinen gewohnten Rhythmus und musste eine deutliche Niederlage hinnehmen.
Auch Tabellenführer Raymond Smith schaffte den Sprung unter die letzten vier, hatte zuvor allerdings selbst eine dramatische Partie überstehen müssen. Im Viertelfinale gegen Joe Comito stand Smith bereits unmittelbar vor dem Ausscheiden, als sein Gegner gleich drei Matchdarts erhielt. Comito konnte jedoch keine dieser Gelegenheiten nutzen, sodass Smith die Begegnung noch drehte und sich mit 5:4 durchsetzte.
Für Comito setzte sich damit eine ernüchternde Serie fort: Der Australier kassierte bereits seine zehnte Niederlage in Folge in der ANZ Premier League. Gemeinsam mit Brody Klinge gehört er damit weiterhin zu den beiden Spielern, die nach den ersten drei Spieltagen noch immer auf ihren ersten Sieg warten.
„Ich glaube, das Publikum mag mich lieber als die Kiwis!“ – Pusey blickt nach Auckland
Mit seinem Erfolg in Melbourne hat sich Pusey im Rennen um die begehrten Startplätze für den Finaltag eindrucksvoll zurückgemeldet. Der Australier verbesserte sich auf einen Platz unter den besten vier Spielern der Gesamtwertung und verschaffte sich damit eine vielversprechende Ausgangsposition für die kommenden Spieltage.
Bereits am Freitag wird die ANZ Premier League in Auckland fortgesetzt. Der vierte Spieltag ist zugleich der einzige Auftritt der Turnierserie in Neuseeland in dieser Saison. Gespielt wird im Te Paepae Theatre, das sich im erst kürzlich eröffneten New Zealand International Convention Centre befindet.
Für Pusey ist die Reise nach Auckland mit besonders positiven Erinnerungen verbunden. Schließlich feierte er im vergangenen Jahr ausgerechnet in Neuseeland seinen ersten Tagessieg in der ANZ Premier League. Nach seinem jüngsten Erfolg in Melbourne hofft der Australier nun darauf, an diese besondere Erfahrung anzuknüpfen und seine Erfolgsserie fortzusetzen.
Entsprechend groß ist die Vorfreude des frischgebackenen Tagessiegers, der sich vor dem nächsten Turnier auch einen scherzhaften Seitenhieb auf die neuseeländischen Lokalmatadoren nicht verkneifen konnte. „Ich kann es kaum erwarten, nach Auckland zu kommen. Im vergangenen Jahr habe ich in Neuseeland gewonnen, also machen wir das einfach noch einmal. Ich glaube, das Publikum mag mich lieber als die Kiwis!“, erklärte Pusey augenzwinkernd.
Zum Auftakt des vierten Spieltags trifft Pusey im Viertelfinale auf Brody Klinge, der weiterhin auf seinen ersten Erfolg in dieser Saison wartet. Darüber hinaus bekommt es Ben Robb mit Titelverteidiger Simon Whitlock zu tun, während Mal Cuming gegen Tabellenführer Raymond Smith antritt. Komplettiert wird die Viertelfinalrunde durch das Duell zwischen Jonny Tata und Joe Comito.
Weiterlesen
Ergebnisse des dritten Spieltags der ANZ Premier League
| Simon Whitlock | 5:3 | Brody Klinge | VF |
| Mal Cuming | 5:2 | Jonny Tata | VF |
| Tim Pusey | 5:4 | Ben Robb | VF |
| Raymond Smith | 5:4 | Joe Comito | VF |
| Mal Cuming | 5:0 | Simon Whitlock | HF |
| Tim Pusey | 5:3 | Raymond Smith | HF |
| Tim Pusey | 5:4 | Mal Cuming | FINALE |
Tabelle der ANZ Premier League nach 3 von 5 Spieltagen
| Rang | Name | Spieltagssiege | Gewonnene Spiele | Leg-Differenz | Punkte |
| 1 | Raymond Smith | 1 | 5 | +8 | 9 |
| 2 | Tim Pusey | 1 | 5 | +4 | 8 |
| 3 | Mal Cuming | 0 | 4 | +8 | 7 |
| 4 | Jonny Tata | 1 | 3 | -3 | 5 |
| 5 | Simon Whitlock | 0 | 2 | -7 | 4 |
| 6 | Ben Robb | 0 | 2 | 0 | 3 |
| 7 | Brody Klinge | 0 | 0 | -5 | 0 |
| 8 | Joe Comito | 0 | 0 | -5 | 0 |

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
Klatscht 0Besucher 0
Gerade In
Beliebte Nachrichten
Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










