Brody Klinge hat sich trotz der Finalniederlage beim Australian Darts Masters einen besonderen Platz in der Geschichte der
World Series of Darts gesichert. Der Australier spielte im Endspiel von Wollongong gegen James Wade einen beeindruckenden Average von 104,56, doch der routinierte Engländer holte sich letztlich mit 8:5 den Titel. Klinge lieferte damit den vierthöchsten Losing Average in einem World-Series-Finale ab – in einer Reihe mit Namen wie
Michael van Gerwen und
Phil Taylor.
Das macht die Leistung des Australiers umso bemerkenswerter. Im Finale der
Australian Darts Masters bestätigte Klinge seine starke Form und setzte phasenweise druckvolles Scoring. Entscheidend war jedoch Wades Effizienz in den Schlüsselmomenten. Der Engländer ließ sich vom hohen Niveau seines Gegners nicht beirren und zog zum 8:5 davon.
Dennoch ist dieses Finale ein großer Schub für Klinge. Sein Average von 104,56 liegt über dem, was viele Spieler zum Gewinn eines World-Series-Finals benötigen. Nur Michael van Gerwen, Phil Taylor und
Luke Littler haben je in einem World-Series-Endspiel höher geworfen und trotzdem verloren.
Der alleinige Rekord gehört Michael van Gerwen. Der Niederländer spielte beim Dubai Darts Masters 2017 einen herausragenden Average von 110,46, verlor das Finale aber gegen Gary Anderson. Zwei Jahre zuvor zeigte Phil Taylor in Dubai ein ähnlich außergewöhnliches Niveau. „The Power“ spielte im Endspiel gegen Van Gerwen 107,07, musste sich aber mit Rang zwei begnügen.
Auch Luke Littler gehört zu diesem erlesenen Kreis. Der Engländer kam in seinem Finale der Dubai Darts Masters 2024 gegen Van Gerwen auf 106,71. Wie Taylor und Van Gerwen konnte auch Littler sein massives Scoring nicht in den Titel ummünzen.
Klinge reiht sich nun in diese illustre Gesellschaft ein. Das unterstreicht, wie beeindruckend sein Lauf in Australien war. Die 104,56 zeigen, dass der Australier mit einem abgeklärten Namen wie Wade auf höchstem Niveau mithalten kann.
Meilenstein für Wade
Auch für Wade war der Sieg etwas Besonderes. Der Engländer sicherte sich den ersten World-Series-Titel seiner Karriere. Er musste dafür tief gehen, denn Klinge machte ihm das Leben im Finale spürbar schwer. Der Australier hielt den Druck hoch und sein Niveau stabil, doch Wades Erfahrung gab am Ende den Ausschlag.
Auch wenn Klinge die Trophäe verpasste, setzte er eine markante statistische Duftmarke. Mit einem Average von 104,56 zählt seine Finalniederlage zu den besten Vorstellungen eines Zweitplatzierten in einem World-Series-Endspiel. Der Australier wird mit gemischten Gefühlen zurückblicken: Der Titel ging an Wade, doch Klinge zeigte, dass er bereit ist, ganz oben mitzuspielen.