Gian van Veen hat sich hinter den Kulissen zusätzliche Unterstützung geholt, um auch mental den nächsten Schritt zu machen. Der niederländische Topspieler arbeitet mit Ex-Profifußballer Dirk Marcellis zusammen, der sich nach seiner aktiven Karriere auf mentale Betreuung spezialisiert hat. Im Vorfeld des
World Grand Prix gab van Veen in seinem neuesten Vlog Einblicke in diese Zusammenarbeit.
Die mittlerweile Nummer zwei der Welt ist seit diesem Jahr regelmäßig mit der Kamera unterwegs. In seinen Vlogs zeigt van Veen, wie sein Alltag als Profi aussieht. In der
neuesten Folge stehen unter anderem seine Vorbereitungen auf den
World Grand Prix in Leicester im Mittelpunkt. Zudem nimmt er seine Zuschauer mit zu einem Showturnier.
Van Veen spricht über schwierige Phase
Ein noch wichtigeres Thema ist jedoch die mentale Seite seines Sports. Dafür hat van Veen die Hilfe von Marcellis in Anspruch genommen. Der inzwischen 38-jährige Ex-Verteidiger spielte in seiner Fußballkarriere unter anderem für die PSV Eindhoven, den AZ Alkmaar und PEC Zwolle. Für die niederländische Nationalmannschaft lief der jetzige Mentaltrainer drei Mal auf.
In der ersten Runde des World Grand Prix trifft van Veen auf seinen niederländischen Landsmann Dirk van Duijvenbode.
Van Veen nutzt die Gespräche mit Marcellis unter anderem, um Matches und die dazugehörigen Emotionen zu analysieren. Dabei geht es nicht nur um das, was auf der Bühne passiert, sondern auch um die Gefühle, die vor einer Partie eine Rolle spielen.
„Es war ein gutes Treffen. Wir haben darauf zurückgeblickt, was in den vergangenen Monaten passiert ist und was in den kommenden Wochen und Monaten ansteht. Wir sprechen darüber, was ich während Matches fühle und auch direkt davor. Und darüber, wie ich mit negativen Emotionen umgehen muss. Wie ihr wisst, läuft es dieses Jahr nicht so gut, wie ich gehofft hatte. In den letzten Wochen war es allerdings ziemlich ordentlich. Aber es hilft, zu besprechen, warum die Dinge so gelaufen sind, warum es nicht wie erhofft lief. Diese Zeit war hart für mich.“
Damit will van Veen auch abseits des Boards Fortschritte erzielen. Der Niederländer gehört inzwischen zur absoluten Weltspitze, wodurch Erwartungen und Einsätze bei großen TV-Turnieren stetig steigen. Die Zusammenarbeit mit Marcellis soll ihm helfen, besser mit diesem Druck und mit Phasen umzugehen, in denen es sportlich nicht rund läuft.
Extra Fokus auf Doppelfelder
Unterdessen stand natürlich auch Training auf dem Plan. Mit dem World Grand Prix vor der Tür lag der Schwerpunkt auf den Doppelfeldern. Das Turnier in Leicester unterscheidet sich von nahezu allen anderen PDC-Events durch das sogenannte Double-in-Double-out-Format. Ein Spieler muss ein Leg nicht nur auf einem Doppelfeld beenden, sondern vor seinen Scoringlegs auch zunächst ein Doppelfeld treffen.
„Ich muss meine Doppelfelder üben“, sagt Van Veen. „Das ist wichtig. Ich habe in den letzten zwei Jahren beim World Grand Prix ziemlich okay gespielt. Aber ich habe noch keinen Set gewonnen.“
Das will van Veen in dieser Woche ändern. Der Niederländer startet seine Jagd auf Erfolg in Leicester gegen Landsmann
Dirk van Duijvenbode. Damit wartet zum Auftakt direkt ein niederländisches Duell in der ersten Runde.