Die Vorbereitung auf den PDC World Cup of Darts (11.–14.06.2025 in Frankfurt) läuft noch auf Hochtouren, doch in der
MODUS Super Series steht derweil ein interessantes Zwischenturnier auf dem Programm. Während der sogenannten
„International Pairs Week“ messen sich zwölf Nationen in Zweierteams, und Belgien setzte gleich am ersten Spieltag ein Ausrufezeichen.
Belgisches Duo Baetens und Raman
Die belgischen Farben werden von
Andy Baetens und
Brian Raman vertreten, zwei der stärksten Namen der nationalen Dartszene, die ihr Können auch bereits international unter Beweis gestellt haben. Beide zählen zu den festen Größen im belgischen Darts und erhielten folgerichtig den Auftrag, das Land in dieser Einladungskonkurrenz zu repräsentieren.
Die MODUS Super Series ist ein Wettbewerbsformat für Spieler ohne PDC Tour Card, die dennoch auf hohem Niveau im Rhythmus bleiben wollen. Die Partien werden live gestreamt, zudem geht es um Preisgeld. Im Laufe der Saisons treten regelmäßig bekannte und aufstrebende Namen auf, darunter auch Luke Littler, der dort spielte, bevor er im Profizirkus seinen Durchbruch schaffte.
In dieser dritten Auflage der „International Pairs Week“ treten zwölf Länder gegeneinander an: Belgien, Niederlande, England, Wales, Schottland, Irland, Nordirland, Deutschland, Kroatien, Kanada, die Vereinigten Staaten und Kenia. Jedes Team besteht aus zwei Spielern, und das Format sorgt für eine Mischung aus etablierten Kräften und weniger bekannten Talenten.
Zögerlicher Start und anschließend Feuerwerk
Für Belgien verlief der Auftakt nicht makellos. Raman und Baetens erwischten einen zögerlichen Start und mussten in den ersten Begegnungen ihren Rhythmus finden. Doch sie steigerten sich im Verlauf des Turniers. Insgesamt gewannen sie drei ihrer fünf Partien, holten damit sechs Punkte und übernahmen nach Spieltag eins direkt die Spitzenposition in der Gruppe.
Ihre besten Momente kamen in entscheidenden Phasen gegen starke Gegner. So warfen die Belgier gegen Wales einen beeindruckenden Zehndarter, eine Leistung, die ihr Scoring sofort unterstrich. Auch gegen Nordirland setzten sie mit einem Elfdarter ein Ausrufezeichen. Solche Finishes belegen nicht nur technische Klasse, sondern auch mentale Stabilität unter Druck.
Brian Raman bildet in der MODUS Super Series ein Duo mit Andy Baetens
„Team of the Day“
Dieser starke Endspurt blieb nicht unbemerkt. Das belgische Duo wurde nach Abschluss zum „Team of the Day“ gekürt, eine Anerkennung für ihre Leistungen und die Fähigkeit, sich nach schwierigem Beginn zurück in den Wettbewerb zu kämpfen.
Das Turnierformat macht die kommenden Tage besonders bedeutend. Die Gruppenphase dauert drei Spieltage. Der Gruppensieger qualifiziert sich direkt für die Finalrunde am Samstag. Die übrigen Teams werden in zwei neue Gruppen aufgeteilt, in die zudem noch sechs weitere Länder einsteigen. Am Ende qualifizieren sich sechs Teams für den Finaltag, an dem der Titel ausgespielt wird.
Für Belgien liegt der Fokus daher klar auf dem Verteidigen der Führungsposition. Mit ihrer aktuellen Form und dem gezeigten Scoring haben Baetens und Raman alles in der Hand, um weit zu kommen. Dennoch bleibt die Konkurrenz stark auch mit Peter Wachiuri und David Munyua aus Kenia. Team Deutschland mit Paul Krohne und Daniel Klose steigen erst am Donnerstag ein.
Gelingt es ihnen, ihr Niveau zu stabilisieren und die Höhepunkte des ersten Spieltags zu wiederholen, kann sich Belgien in dieser internationalen Woche als ernstzunehmender Außenseiter für den Gesamtsieg ins Spiel bringen.