„Warum tut das so weh?“ – Andy Baetens leidet nach bitterer Finalniederlage bei der MODUS Super Series
MODUS
Andy Baetens beendete die Champions Week der MODUS Super Series mit einem besonders bitteren Beigeschmack. Lange sah es so aus, als könnte sich der Belgier den Hauptpreis von 25.000 Pfund sichern. Im Finale musste er sich dem erst sechzehnjährigen Archie Self jedoch mit 2:4 geschlagen geben. Vor allem seine schwache Doppelquote wurde „The Beast from The East“ zum Verhängnis. Entsprechend groß war Baetens’ Enttäuschung nach dem Spiel.
Die Champions Week bildet den Höhepunkt eines Zyklus aus zwölf Spielwochen in der beliebten MODUS Super Series. Jede Woche wird ein Sieger gekürt. Die zwölf Wochensieger treten anschließend während der Finals Week gegeneinander an. Dort wird ermittelt, wer sich zum Gesamtsieger der Series krönt. Neben dem prestigeträchtigen Titel winkt dem Gewinner ein attraktives Preisgeld von 25.000 Pfund.
Der Wettbewerb hat in den vergangenen Jahren deutlich an Beliebtheit gewonnen. Die Spiele werden live auf PlutoTV übertragen, und auch beim breiten Publikum ist die MODUS Super Series inzwischen ein Begriff. Dazu tragen unter anderem die jungen Talente bei, die dort antreten. Auch Luke Littler machte bei seinen früheren Auftritten im Wettbewerb Eindruck, noch bevor ihm auf der großen PDC-Bühne endgültig der Durchbruch gelang.
Für Baetens bot der Einzug ins Finale eine gute Gelegenheit, seiner Titelsammlung einen weiteren bedeutenden Erfolg hinzuzufügen. Der Belgier hatte sich im Laufe der Woche eindrucksvoll präsentiert und durfte sich am Finals-Abend Hoffnungen auf den Hauptpreis machen. Am Ende fehlte ihm jedoch nur noch ein Spiel zum Gesamtsieg.
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Baetens lässt im Finale Chancen liegen
Baetens startete stark in die Finalgruppe. Dort traf er unter anderem auf den späteren Sieger Archie Self und David Davies. Gegen Davies ließ der Belgier keinen Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen. Mit einem überzeugenden 4:0-Sieg machte er einen wichtigen Schritt in Richtung Halbfinale.
Auch gegen Self hatte Baetens zunächst die Oberhand. In einem engen Spiel setzte er sich mit 4:3 gegen den jungen Engländer durch. Damit schien der Belgier auch einen psychologischen Vorteil für ein mögliches Wiedersehen im Finale gewonnen zu haben.
Im Halbfinale wartete anschließend Derek Coulson. Auch diese Partie war ausgesprochen spannend, und Baetens musste erneut bis an seine Grenzen gehen. „The Beast from The East“ behielt in den entscheidenden Momenten jedoch die Nerven und gewann mit 4:3. Damit sicherte er sich einen Platz im Endspiel und durfte weiter auf den Hauptpreis von 25.000 Pfund hoffen.
Im Finale kam es jedoch ganz anders. Baetens hatte genügend Chancen, Self unter Druck zu setzen, ließ aber vor allem auf die Doppel sehr viel liegen. Insgesamt kam der Belgier auf 20 Versuche auf Doppel, von denen er nur zwei nutzte. Eine derart schwache Quote ist auf diesem Niveau kaum zu verkraften.
Self nutzte die ausgelassenen Chancen seines Gegners konsequent. Der junge Engländer blieb ruhig, gewann die entscheidenden Legs und machte den 4:2-Sieg perfekt. Damit entging Baetens der Hauptpreis.
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— MODUS Super Series (@MSSdarts) October 31, 2026
Die Enttäuschung des Belgiers war nach dem Spiel riesig. Lange hielt er sich beide Hände vors Gesicht und schien kaum fassen zu können, was gerade geschehen war. Das Finale bot ihm eine hervorragende Gelegenheit, einen bedeutenden Titel zu gewinnen. Am Ende musste er sich jedoch mit dem zweiten Platz begnügen.
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Baetens zeigt auf Facebook seine Gefühle
Nach dem Spiel teilte Baetens seine Gefühle auch in den sozialen Medien. Auf Facebook machte der Belgier deutlich, wie sehr ihn die verlorene Finalpartie schmerzte. Er bedankte sich bei allen, die ihn in der vergangenen Woche unterstützt hatten, ging aber auch hart mit sich selbst ins Gericht.
„Das tut so weh“, schrieb Baetens. „Danke an alle, die diese Woche zugeschaut und mich unterstützt haben. Vielleicht habe ich viele Menschen enttäuscht – und mich selbst auch. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.“
Diese Worte zeigen, wie schwer die Niederlage den Belgier getroffen hat. Baetens hatte sich im Laufe der Woche bis ins Finale gekämpft und lag zeitweise sogar gegen den späteren Champion auf Siegkurs. Dass er den Hauptpreis vor allem wegen verpasster Doppel verfehlte, dürfte seine Enttäuschung noch verstärkt haben.
Für „The Beast from The East“ ist es zudem nicht immer einfach, seine Dartsaktivitäten mit dem Alltag zu vereinbaren. Der Belgier arbeitet inzwischen wieder Vollzeit im Spar in Hofstade. Das macht seine starken Auftritte bei der MODUS Super Series umso beeindruckender. Baetens bewies in dieser Woche erneut, dass er weiterhin die Klasse besitzt, um sich mit starken Gegnern zu messen.

Andy Baetens verlor das Finale gegen Archie Self
Archie Self schreibt mit gerade einmal sechzehn Jahren Geschichte
Dass Baetens letztlich einem Sechzehnjährigen unterlag, macht die Geschichte der Champions Week noch bemerkenswerter. Archie Self zählt zu den größten jungen Talenten im internationalen Dartsport und bestätigte seinen Ruf in der vergangenen Woche eindrucksvoll.
Der Engländer zeigte eine herausragende Gruppenphase und gewann 13 seiner 15 Partien. Damit qualifizierte er sich souverän für die entscheidende Turnierphase. Zudem sorgte Self in seinem Spiel gegen Danny Ayres für einen bemerkenswerten Moment, als ihm ein Neundarter gelang.
Damit schrieb er Geschichte. Self wurde zum jüngsten Spieler, der bei einer Übertragung im britischen Fernsehen ein perfektes Leg spielte. Er verbesserte damit den Rekord von Luke Littler, der zuvor bereits in sehr jungen Jahren mit seinen Auftritten auf der großen Bühne beeindruckt hatte.
Auch an der Finals Night bewies Self, dass sein Talent weit über sein Alter hinausreicht. Im Halbfinale gegen Scott Robertson erzielte er einen beeindruckenden Average von 107,92. Robertson musste sich damit einem Spieler geschlagen geben, der mit gerade einmal 16 Jahren bereits ein bemerkenswert reifes Spiel zeigt.
Am Ende war es also Self, der Baetens’ Titelambitionen im Finale beendete. Dass er am selben Abend zuvor noch mit 3:4 gegen den Belgier verloren hatte, machte seinen Finalsieg besonders bemerkenswert. Self erholte sich stark von dieser Niederlage und schlug im entscheidenden Moment zu.
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Auch Self erhält ein WM-Ticket, Baetens bekommt eine weitere Chance
Self kann sich nun auf seine Teilnahme an der Darts-WM freuen. Der 16-Jährige bekommt damit bald die Chance, sich auch auf der größten Bühne des Dartsports zu präsentieren. Nach seinen beeindruckenden Leistungen bei der MODUS Super Series dürften die Erwartungen an sein WM-Debüt hoch sein.
Auch für Baetens ist die Teilnahme an der Weltmeisterschaft noch nicht endgültig vom Tisch. Der Belgier kann später in diesem Monat bei einem Qualifikationsturnier noch versuchen, sich ein Ticket für Alexandra Palace zu sichern. Das wäre eine schöne Möglichkeit, den bitteren Nachgeschmack der Finalniederlage hinter sich zu lassen.
Vorerst überwiegt jedoch die Enttäuschung. Baetens war dem Hauptpreis von 25.000 Pfund sehr nahe, doch seine Titelträume zerplatzten an einer besonders schwachen Doppelquote. Archie Self darf sich unterdessen Champion der Champions Week nennen und hat mit gerade einmal 16 Jahren erneut bewiesen, dass man ihn in den kommenden Jahren unbedingt im Auge behalten sollte.

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








