Auf dem Weg zum für unerreichbar gehaltenen Rekord von Phil Taylor? Wessel Nijman ist fast auf halbem Weg
PDC
Wessel Nijman hat sich mit einer außergewöhnlichen Serie an Leistungen in die Geschichtsbücher der ProTour gespielt. Der junge Niederländer ist erst der siebte Spieler überhaupt, der in einem Kalenderjahr fünf oder mehr Titel bei den Players Championships gewinnt. Damit reiht er sich in einen ausgewählten Kreis von Dartspielern ein, die über eine komplette Saison hinweg ein selten hohes Niveau halten.
Erster seit 2019 mit fünf oder mehr Players-Championship-Titeln
Nijman holte am vergangenen Dienstag seinen fünften Players-Championship-Titel des Jahres, indem er im Finale in Hildesheim den Deutschen Max Hopp mit 8:1 besiegte. Seine Leistung ist umso bemerkenswerter, da es das erste Mal seit 2019 ist, dass ein Spieler diese Marke durchbricht.
Damals war es James Wade, dem es gelang, fünf oder mehr Players-Championship-Turniere in einem Jahr für sich zu entscheiden. Dass Nijman nun in dieser Liste auftaucht, unterstreicht, wie stark seine Formkurve in dieser Saison ist und wie schnell er sich zu einer festen Größe auf höchstem Niveau entwickelt.
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In der 24-jährigen Geschichte der Players-Championship-Serie wurde die Marke von fünf oder mehr Titeln in einem Jahr erst zwölfmal erreicht. Das verdeutlicht, wie außergewöhnlich es ist, über eine gesamte Saison derart dominant zu agieren in einer Turnierserie mit großem Teilnehmerfeld und geringen Margen. Jeder Spieltag bringt neue Gegner, wechselnde Form und oft anspruchsvolle Auslosungen mit sich, wodurch konstantes Gewinnen eine Seltenheit bleibt.
Außerirdischer Taylor
Der absolute Maßstab innerhalb dieser Statistik bleibt Phil Taylor. Er legte 2008 eine nahezu außerirdische Serie mit elf Titeln auf und fügte 2009 weitere neun Siege hinzu. Auch Michael van Gerwen verewigte sich mit sechs Titeln im Jahr 2012 in den Geschichtsbüchern, einer Saison, in der er seinen Durchbruch an die absolute Weltspitze endgültig bestätigte. Darüber hinaus erreichte Simon Whitlock 2010 ebenfalls die Marke von fünf oder mehr Titeln.
Die Leistung von Nijman stellt ihn somit in eine illustre Gesellschaft von Dartslegenden. Obwohl die Dominanz von Spielern wie Taylor und Van Gerwen auf einem höheren Gesamtniveau weiterhin außergewöhnlich bleibt, zeigt Nijman mit seiner aktuellen Form, dass er auf ProTour-Niveau langfristig mit den Besten mithalten kann.

Phil Taylor gewann 2008 ganze elf Players Championships
Wachsende Stabilität und Selbstvertrauen
Für den niederländischen Dartspieler kann diese Saison ein wichtiger Wendepunkt werden. Der Gewinn mehrerer Titel in einem Jahr ist nicht nur eine statistische Wegmarke, sondern auch ein klarer Hinweis auf wachsende Stabilität und Selbstvertrauen. Wenn er dieses Niveau halten kann, scheint ein weiterer Aufstieg in der internationalen Dartswelt nur eine Frage der Zeit zu sein.
Die Players Championship Turnierserie wird am kommenden Dienstag und Mittwoch in Leicester fortgesetzt, wo das fünfzehnte beziehungsweise sechzehnte Turnier des Jahres auf dem Programm steht.
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Wessel Nijman is the 7th player to win 5 or more Players Championship titles in a year and the first to do so since James Wade in 2019. This is only the 12th time that this feat has been achieved in the 24-year history of Players Championship tournaments. pic.twitter.com/dKC8kTGVgO
— TheRedBit 🔴 (@TheRedBit180) May 6, 2026

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









