James Wade hat einen besonderen Einblick in einen unvergesslichen Besuch im Trainingszentrum des Fußballklubs Manchester United gegeben. Der englische Dartspieler, seit Jahren einer der bekanntesten Namen der Sportart, erlebte an diesem Tag mehrere auffällige Momente. Vor allem ein Privatgespräch mit dem legendären Ex-Manager
Sir Alex Ferguson hinterließ bei „The Machine“ tiefen Eindruck.
Wade besuchte das ikonische Carrington-Gelände gemeinsam mit Darts-Ikone Phil Taylor. Obwohl der mehrfacher Major-Sieger weltweit ein großer Name in der Dartszene ist, betrat er das Trainingszentrum ohne Erwartungen. Mehr noch: Wade glaubte, dass ihn ohnehin kein einziger Fußballer erkennen würde.
„Ich fühlte mich dort eigentlich wie ein Außenstehender“
Der Engländer erzählte offen, dass Fußball in seinem Leben nie eine große Rolle gespielt hat. Deshalb fühlte sich der Besuch für ihn anfangs etwas unangenehm an. „Fußball war nie wirklich mein Ding“, so Wade. „Wenn man in England ist, dreht sich bei sehr vielen Männern ständig alles um Fußball. In der Kneipe spricht man darüber, im Fernsehen läuft es immer, aber ehrlich gesagt habe ich damit wenig am Hut.“
Genau deswegen erwartete er überhaupt nicht, dass Spieler von Manchester United ihn kennen würden. „Ich lief dort herum mit dem Gedanken: Keiner von den Jungs weiß, wer ich bin. Ich fühlte mich eigentlich ein bisschen wie ein Außenstehender.“
Ryan Giggs überraschte Wade komplett
Laut Wade änderte sich die Situation schlagartig, als Ryan Giggs ihn während der Führung direkt ansprach. „Ryan kam sofort auf mich zu und sagte: ‚Alright Wadey‘. Ich dachte wirklich: Woher kennt er meinen Namen? Das war für mich ein völlig verrückter Moment.“
Für Wade war es eine Bestätigung, wie populär Darts in Großbritannien inzwischen geworden ist. Wo Darts früher vor allem als Kneipensport galt, sind die Spieler heute große Sportstars, denen auch Athleten anderer Disziplinen folgen. „Das war ein Moment, in dem mir klar wurde, dass Darts heutzutage viel größer ist, als manche denken“, sagte Wade.
Phil Taylor sorgte für urkomische Momente
Neben den beeindruckenden Begegnungen sorgte Phil Taylor während des Besuchs auch für die nötige Portion Humor. Wade blickte lachend auf eine Situation in der Kantine von Manchester United zurück. „Uns wurde gesagt, dass die Führung nicht zu lange dauern sollte und wir bei Bedarf schnell etwas essen könnten“, erzählte Wade. „Aber Phil bestellte dann einfach Miesmuscheln und setzte sich in aller Ruhe zum Essen hin. Alle warteten im Grunde darauf, dass er fertig wurde.“
Laut Wade zeigte das perfekt, wie entspannt Taylor immer blieb, ganz gleich in welcher Situation. „Das ist typisch Phil. Der schert sich um nichts.“
Später am Tag folgte noch ein komischer Moment während einer Einheit im Schwimmbad des Trainingszentrums. Dort versuchte Taylor laut Wade, einen Spieler von Manchester United subtil in Richtung einer bestimmten Antwort zu lenken. „Phil fragte einen deutschen Spieler: ‚Wer ist dein Lieblingsdartspieler? Das ist sicher Taylor?‘“
Die Antwort lief jedoch anders als erwartet. „Der Spieler antwortete trocken: ‚Nein, James Wade‘. Ihr hättet Phils Gesicht sehen müssen. Das war wirklich großartig.“
James Wade ist die aktuelle Nummer sechs der Welt
Privatgespräch mit Sir Alex Ferguson
Der absolute Höhepunkt des Tages kam jedoch erst am Ende des Besuchs. Wade enthüllte nämlich, dass Sir Alex Ferguson ihn persönlich in sein Büro zu einem Vier-Augen-Gespräch einlud. Innerhalb von Manchester United gilt Ferguson als imposante Persönlichkeit. Der Schotte führte den Klub zwischen 1986 und 2013 zu nicht weniger als 38 großen Titeln und avancierte zu einem der erfolgreichsten Trainer aller Zeiten. Laut Wade war es besonders, dass Ferguson überhaupt Zeit freimachte. „Ich habe später gehört, dass es ziemlich ungewöhnlich ist, dass er jemanden in sein Büro einlädt. Das machte es noch spezieller.“
Obwohl Wade normalerweise selten beeindruckt ist, gab er zu, dass Fergusons Präsenz großen Eindruck auf ihn machte. „Ich war wirklich überwältigt von seiner Ausstrahlung. Selbst wenn man mit Fußball nichts am Hut hat, weiß man natürlich, wer Sir Alex Ferguson ist.“
Während des Gesprächs sprach Ferguson laut Wade nicht nur über Sport, sondern vor allem über Mentalität und Denkweise. „Er stellte mir Fragen darüber, wie ich denke, wie ich Matches erlebe und wie ich mit Druck umgehe. Es fühlte sich fast so an, als würde ich selbst interviewt.“
Außerdem zeigte Ferguson auch verschiedene persönliche Geschenke und Erinnerungen, die er im Laufe der Jahre erhalten hatte. „Ich saß dort vielleicht fünf oder zehn Minuten, aber das fühlte sich wirklich wie eine einzigartige Erfahrung an. Das vergesse ich nie wieder.“
„Dieser Besuch hatte viel mehr Einfluss auf mich, als ich vorher erwartet hatte“, gab Wade schließlich zu. „Vor allem das Gespräch mit Ferguson war wirklich etwas Besonderes.“