Players Championship 15: Van Gerwen triumphiert samt 122er-Average in Leicester – Schindler erreicht Halbfinale

PDC
durch Nic Gayer
Dienstag, 12 Mai 2026 um 20:13
Michael van Gerwen
Michael van Gerwen hat bei Players Championship 15 ein gewaltiges Ausrufezeichen gesetzt. Der Niederländer gewann das Turnier in Leicester mit einer Reihe von Weltklasse-Auftritten und erinnerte dabei phasenweise an seine absolute Prime. Besonders im Halbfinale gegen Martin Schindler spielte Mighty Mike einen unglaublichen Average von über 122 Punkten und marschierte anschließend im Finale zum Titelgewinn. Schindler überzeugte trotz der deutlichen Halbfinalniederlage mit einem starken Turnierverlauf und sorgte aus deutscher Sicht für das Highlight des Tages.
Aus deutscher Sicht entwickelte sich Players Championship 15 früh zu einem Turniertag mit extremen Ausschlägen. Während mehrere deutsche Spieler bereits in Runde eins ausschieden, sorgten vor allem Martin Schindler, Niko Springer und Leon Weber für starke Leistungen und hielten die deutschen Hoffnungen lange am Leben. Besonders bitter verlief der Auftakt dagegen erneut für Ricardo Pietreczko, der mitten in seiner sportlichen Krise gegen Floor-Dominator Wessel Nijman mit 0:6 unterlag.

Springer überragt mit 112er-Average

Bereits zum Start des Turniers setzte Springer ein gewaltiges Ausrufezeichen. Der Meenzer Bub fertigte Christopher Wickenden mit 6:1 ab und spielte dabei einen überragenden Average von 112 Punkten. Auch Weber überzeugte früh mit einem starken Auftritt gegen Michael Smith und marschierte mit knapp 100 Punkten im Average zu einem deutlichen 6:2-Erfolg. Schindler präsentierte sich ebenfalls in starker Form und bezwang zunächst Bradley Brooks mit 6:2, ehe die deutsche Nummer eins auch gegen Rhys Griffin souverän blieb und das Boardfinale erreichte, wo Landsmänner Springer und Weber bereits warteten.
Niko Springer überzeugte bei Players Championship 15 mit einem überragenden 112er-Average und einem deutlichen Auftaktsieg über Christopher Wickenden
Niko Springer überzeugte bei Players Championship 15 mit einem überragenden 112er-Average und einem deutlichen Auftaktsieg über Christopher Wickenden
Parallel mussten jedoch zahlreiche deutsche Spieler früh die Segel streichen. Neben Pietreczko erwischte es unter anderem Gabriel Clemens, der trotz eines Weltklasse-Averages von 107 Punkten gegen Stephen Bunting ausschied. Auch Max Hopp verabschiedete sich trotz eines 100er-Averages überraschend bereits in Runde eins gegen Adam Lipscombe aus dem Turnier. Zudem scheiterten unter anderem Lukas Wenig, Arno Merk und Kai Gotthardt früh.

Weltklasse-Schindler marschiert ins Halbfinale

Im Boardfinale zeigte Schindler dann seine stärkste Leistung des Tages. Mit einem überragenden Average von fast 114 Punkten und einem klaren 6:2-Erfolg über Darius Labanauskas zog „The Wall“ souverän ins Achtelfinale ein. Für Weber und Springer war dagegen gegen Premier-League-Star Bunting und Major-Champion Joe Cullen Endstation.
Im Achtelfinale wartete auf Schindler schließlich die wohl schwierigste Aufgabe der diesjährigen Floor-Saison: Wessel Nijman. In einer hochklassigen Partie lieferten sich beide Spieler ein Duell auf absolutem Weltklasse-Niveau. Nijman erzwang mit einem spektakulären 161er-Finish den Decider, doch Schindler behielt die Nerven, spielte einen 16-Darter zum Abschluss und setzte sich mit einem starken 105er-Average gegen den Pro-Tour-Dominator durch. Wenig später zog der Deutsche mit einem überzeugenden 6:2-Erfolg über Ritchie Edhouse erstmals in dieser Saison ins Halbfinale ein.

122er-Average! Van Gerwen dreht die Zeit zurück

Dort wartete jedoch ein entfesselter Michael van Gerwen. Der Niederländer spielte das beste Match der bisherigen PDC-Saison und ließ Schindler beim 7:0 keine Chance. Mit einem unfassbaren Average von 122,34 Punkten, mehreren Highfinishes und konstantem Weltklasse-Scoring erinnerte van Gerwen an seine absolute Prime und stürmte eindrucksvoll ins Finale von Leicester.
Im zweiten Halbfinale setzte sich Dirk van Duijvenbode mit 7:5 gegen Bunting durch. Damit war ein rein niederländisches Endspiel zwischen van Gerwen und van Duijvenbode perfekt.

Van Gerwen stillt Titelhunger

Auch im Endspiel gegen van Duijvenbode präsentierte sich van Gerwen von Beginn an in bestechender Form. Mit einem 17-Darter eröffnete der dreifache Weltmeister das Finale, ehe er mit einem 74er-Checkout und konstant starkem Scoring früh auf 3:0 davonzog. Van Duijvenbode fand zunächst kaum Zugriff auf die Partie und konnte erst in Durchgang vier sein erstes Leg verbuchen.
Der Aubergenius kämpfte sich jedoch zurück in die Begegnung. Nach einem starken 13-Dart-Break stellte van Duijvenbode auf 3:4 und glich wenig später auf 4:4 aus. In dieser Phase entwickelte sich das Finale zu einem hochklassigen Schlagabtausch zweier Niederländer, die beide konstant auf Weltklasse-Niveau scorten. Beim Stand von 5:5 blieb die Partie komplett offen.
In der entscheidenden Phase zeigte van Gerwen jedoch erneut seine Extraklasse. Mit einem starken 98er-Finish ging Mighty Mike zunächst wieder in Führung, ehe er wenig später mit einem eiskalten 87er-Checkout nach nur elf Darts das vorentscheidende Break zum 7:5 landete. Anschließend machte der Niederländer mit einem 65er-Finish den 8:5-Erfolg perfekt und sicherte sich damit den Titel bei Players Championship 15 in Leicester – sein erster Floor-Titel seit 19 Monaten.
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