Chris Dobey war eine der überraschendsten Nominierungen für die diesjährige Premier League Darts. Doch "Hollywood" legte gleich einen hervorragenden Start hin, indem er am ersten Spieltag in Belfast das Finale erreichte, wo er mit 1:6 gegen Luke Humphries verlor. Seitdem ist es für den 34-jährigen Engländer mit nur einem Sieg in sechs Spielen deutlich schwieriger geworden. Heute Abend trifft er im Viertelfinale des achten Spieltags in seiner Heimatstadt Newcastle erneut auf Humphries.
Trotz seiner schwächeren Leistungen genießt Dobey die Premier League Darts und zeigt sich besonders beeindruckt von Luke Littler: "Die Tatsache, dass er nicht trainiert, beeindruckt jeden", sagt er. "Er sitzt einfach da und ist so entspannt. Dann geht er hoch und pustet dich vom Board."
"Er kommt hinter die Bühne und bleibt dann so entspannt. Er übt kaum. Es ist einfach das Selbstvertrauen, das er hat. Wenn er so auftritt, dann wird er gewinnen. Ich wünschte, ich hätte dieses Selbstvertrauen in seinem Alter. Er hat keine Angst und macht einfach, was er macht – er ist unglaublich."
Von Eifersucht kann bei Dobey jedoch keine Rede sein – im Gegenteil. Er hat großen Respekt vor seinem 18-jährigen Landsmann. "In der kurzen Zeit, seit Littler auf der Bildfläche erschienen ist, hat er dem Sport eine Menge gebracht. Es ist unglaublich, und er verdient alles Lob, das er bekommt."
In der Weltrangliste liegt Littler derzeit noch an zweiter Stelle hinter Luke Humphries. Doch Dobey ist der Meinung, dass diese Rangliste die Realität nicht ganz widerspiegelt. "Littler ist im Moment wahrscheinlich der beste Spieler der Welt. Er hat in den letzten Monaten wirklich großartige Leistungen gezeigt."
"Man muss ihm alle Anerkennung zollen, die ihm zusteht. All die Jugendakademien, die eingerichtet wurden, und die jungen Leute, die ihren Weg in unseren schönen Sport gefunden haben, sind ihm zu verdanken."