Gary Anderson an der Spitze: Diese Topstars sagen besonders häufig European-Tour-Turniere ab

PDC
Montag, 25 Mai 2026 um 15:00
Gary Anderson (1)
Die European Tour bleibt einer der beliebtesten Circuits innerhalb der PDC. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Absagen von Topspielern auffallend zu. Seit Anfang 2024 zählen vor allem Gary Anderson und Gerwyn Price zu den markantesten Abwesenden bei den europäischen Turnieren.
Die Zahlen zeigen deutlich: Immer mehr Spieler setzen in einem übervollen Darts-Kalender bewusst Prioritäten.

Anderson mit den meisten Absagen

Gary Anderson führt die Liste mit 17 Absagen seit 2024 an. Der Schotte gilt schon länger als Spieler, der seinen Turnierplan sehr gezielt zusammenstellt. Besonders Reisen und intensive Wochenenden auf der European Tour scheint er sorgfältig abzuwägen.
Anderson betonte in den vergangenen Jahren mehrfach, dass ihm die Balance zwischen Wettkampf und Erholung wichtiger geworden ist. Obwohl seine Klasse unbestritten bleibt, entscheidet sich der zweifache Weltmeister immer häufiger gegen einzelne Events.
Gerwyn Price folgt mit zehn Absagen seit 2024 und ist damit einer der auffälligsten Namen dieser Statistik. Allein 2026 zog sich der Waliser bereits viermal von einem European-Tour-Turnier zurück.
In mehreren Fällen spielten Müdigkeit, körperliche Beschwerden oder Krankheit eine Rolle. Price kombiniert traditionell einen vollen Kalender mit der Premier League Darts, TV-Turnieren und internationalen Verpflichtungen. Dadurch wird es immer schwieriger, jedes Wochenende vollständig fit an der Oche zu stehen.

Auch Van Gerwen weit oben auf der Liste

Auch Michael van Gerwen rangiert mit neun Absagen seit 2024 auffallend weit oben. Das ist bemerkenswert für einen Spieler, der jahrelang als einer der konstantesten Teilnehmer auf der European Tour galt.
Der Niederländer bleibt selbstverständlich eine feste Größe bei den großen TV-Turnieren. Dennoch scheint auch er seine Planung inzwischen sorgfältiger zu gestalten.
Luke Humphries und Nathan Aspinall folgen mit jeweils acht Absagen. Bei Humphries fällt vor allem auf, dass er trotz seines Status als absolute Weltspitze 2026 bereits drei European-Tour-Events verpasst hat.
Der Engländer bestreitet seit mehreren Saisons ein besonders anspruchsvolles Programm. Das fordert spürbar seinen Tribut. Aspinall kämpft wiederum schon länger mit körperlichen Problemen und Erschöpfungserscheinungen. Für ihn ist ein angepasstes Spielprogramm daher nahezu unverzichtbar geworden.

Strammer Darts-Kalender

Die Zahlen verdeutlichen vor allem, wie strapaziös der aktuelle Darts-Kalender geworden ist. Mit wöchentlichen Premier-League-Verpflichtungen, Players Championships, European-Tour-Turnieren und TV-Events wird es für Topspieler immer schwieriger, jedes Turnier zu bestreiten.
Dadurch gewinnt „Workload-Management“ auch in der Dartswelt immer mehr an Bedeutung.
Auffällig ist zudem, dass Spieler mittlerweile sogar Turniere mit höheren Preisgeldern als je zuvor auslassen. Das unterstreicht, wie wichtig körperliche Frische und mentale Ruhe an der absoluten Spitze des modernen Darts geworden sind.
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