Gerwyn Price triumphiert beim European Darts Grand Prix 2026 in Sindelfingen – Zehnter European-Tour-Titel für den Waliser

PDC
Sonntag, 19 April 2026 um 23:22
Gerwyn Price (2)
Gerwyn Price hat beim European Darts Grand Prix 2026 in Sindelfingen Geschichte geschrieben und sich mit einer souveränen Vorstellung seinen zehnten Titel auf der European Tour gesichert. Der Waliser setzte sich in einer hochklassigen Finalsession gegen starke Konkurrenz durch und krönte seinen Lauf mit einem 8:6-Erfolg im Endspiel gegen Ross Smith.
Im Fokus aus deutscher Sicht stand Martin Schindler, der mit seinem Viertelfinaleinzug ein deutliches Ausrufezeichen setzte. Nach einem schwierigen Start in die Saison zeigte die deutsche Nummer eins eine klare Leistungssteigerung und lieferte dem späteren European Darts Grand Prix Champion einen echten Kampf.

Price eiskalt, Schindler mit starkem Signal

Das direkte Duell zwischen Schindler und Price entwickelte sich zu einem der spannendsten Matches des Abends. Der Deutsche startete mutig, spielte druckvoll und ging zwischenzeitlich sogar mit 3:1 in Führung. Besonders sein 128er-Highfinish zum 4:4 unterstrich seine Klasse und sein Timing in den entscheidenden Momenten.
Martin Schindler (3)
Schindler verpasste bei 130 Rest einen Matchdart auf Doppel 5, um den späteren Turniersieger Gerwyn Price zu schlagen.
Price ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken. Mit konstant hohem Scoring und einem Average jenseits der 100-Punkte-Marke hielt er das Niveau hoch und zwang Schindler in den Decider. Dort verpasste der Strausberger einen Matchdart bei 130 Rest knapp, bevor Price die sich bietende Chance konsequent nutzte und das Spiel mit 6:5 für sich entschied.
Trotz der knappen Niederlage kann Schindler viel Positives mitnehmen. Seine Leistung gegen einen der besten Spieler der Welt zeigte, dass er nach seinem wechselhaften Saisonstart wieder auf dem richtigen Weg ist. Der Viertelfinaleinzug bringt ihm nicht nur wichtige Ranglistenpunkte, sondern auch neues Selbstvertrauen für die kommenden Turniere.

Price marschiert souverän zum Titel

Nach dem überstandenen Viertelfinale ließ Price auch im Halbfinale gegen Wessel Nijman nichts anbrennen. Zwar hielt der Niederländer phasenweise gut mit, doch Price kontrollierte das Spielgeschehen und nutzte vor allem die Schwächen seines Gegners auf die Doppel konsequent aus. Mit einem 120er-Shanghai-Finish besiegelt er den Matchgewinn.
Im Finale wartete mit Ross Smith ein Spieler, der sich zuvor unter anderem gegen Krzysztof Ratajski und Nathan Aspinall durchgesetzt hatte. Smith startete nervös und geriet schnell in Rückstand, kämpfte sich jedoch mit vier gewonnenen Legs in Serie eindrucksvoll zurück ins Match.
Price reagierte wie ein Champion. Ein spektakuläres 130er-Highfinish brachte ihn zurück ins Spiel, und in der entscheidenden Phase zeigte er seine ganze Klasse. Beim Stand von 5:5 nutzte er Schwächen seines Gegners eiskalt aus, holte sich das Break und ließ sich den Vorsprung anschließend nicht mehr nehmen.
Mit einem starken letzten Anwurfleg machte Price schließlich den Titel perfekt.

Überraschungen und klare Geschichten im Turnierverlauf

Die Finalsession bot darüber hinaus einige bemerkenswerte Ergebnisse. Besonders das Aus von Michael van Gerwen sorgte für Aufsehen. Der Niederländer zeigte gegen Nijman eine ungewohnt schwache Leistung und verabschiedete sich mit seinem schlechtesten Average auf der European Tour von nur 82 Punkten krachend aus der Finalsession.
Ross Smith hingegen bestätigte seine starke Form und erreichte bereits sein viertes European-Tour-Finale. Trotz einer insgesamt soliden Leistung blieb ihm der ganz große Triumph jedoch erneut verwehrt.
Für Gerwyn Price bedeutet dieser Erfolg einen weiteren Meilenstein in seiner Karriere. Mit nun zehn Titeln auf der European Tour festigt er seinen Status als einer der prägenden Figuren dieser Turnierserie und ist neben Michael van Gerwen erst der zweite Spieler, dem diese Anzahl an Titeln gelingt.
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