„Ihr habt die Dodos ausgerottet und verliert jetzt auch noch Koffer“ – Gary Anderson stichelt gegen die Niederländer
PDC
Gary Anderson hat beim World Cup of Darts für einen bemerkenswerten Moment gesorgt – mit einem humorvollen Seitenhieb in Richtung Niederlande. Der zweifache Weltmeister reagierte auf das verschwundene Gepäck seines schottischen Teamkollegen Cameron Menzies, das kurz vor Start des Nationenturniers für reichlich Nervosität sorgte.
Schottland spielte letztlich ein starkes Turnier und erreichte das Halbfinale, in dem es mit 3:8 gegen England unterlag. In der Vorbereitung auf den World Cup of Darts 2026 ging es jedoch nicht nur um Darts. Menzies kam nämlich in Frankfurt ohne seinen Koffer an, der auf der Reise über den Flughafen Schiphol verloren gegangen war.
Stress vor Turnierbeginn
Das sorgte nicht nur bei Menzies für Stress, sondern auch bei seinem erfahrenen Teamkollegen Anderson. Der ehemalige Weltmeister räumte im Anschluss ein, sich große Sorgen gemacht zu haben. „Ich war nervös an dem Morgen, als sein Koffer noch nicht aufgetaucht war“, sagte Anderson. „Wirklich, ich war ziemlich nervös.“
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Vor allem die Frage, ob Menzies rechtzeitig über sein Material verfügen würde, beschäftigte ihn. Bei einem Turnier wie dem World Cup of Darts, bei dem Nationen im Doppel antreten und die Vorbereitung entscheidend ist, kann ein solcher Rückschlag gravierende Folgen haben.
Menzies verriet anschließend, wie besorgt Anderson tatsächlich war. Der Schotte ist nämlich nicht dafür bekannt, Kollegen ständig Nachrichten zu schicken. „Gary schreibt mir vielleicht zweimal im Jahr eine Nachricht“, lachte Menzies. „Aber an diesem Tag schickte er mir zwei Nachrichten. Da wusste ich, dass er wirklich nervös war.“
Am Ende doch gute Nachrichten
Die schottische Nummer zwei erklärte, dass sein Gepäck am Abend vor dem Match immer noch nicht angekommen war. Erst am Morgen ihres ersten Auftritts kam die erlösende Nachricht. „Mein Koffer war nicht aus Schiphol angekommen. Schließlich wurde er an jenem Morgen geliefert, und Gary fragte ständig, ob es schon ein Update gab.“
Als klar war, dass doch noch alles gut gegangen war, konnte Anderson den Humor daran finden. Mit einem dicken Augenzwinkern zielte er auf die niederländische Fluggesellschaft KLM und die historische Verbindung zwischen den Niederlanden und dem inzwischen ausgestorbenen Dodo. „Ich will ja nichts sagen, aber es ist diese KLM, schrecklich“, witzelte Anderson. „Hört zu, ihr habt die Dodos ausgerottet, sie aussterben lassen, und jetzt verliert ihr auch noch Koffer.“

Schottland scheiterte im Halbfinale des World Cup of Darts 2026
Der Schotte fügte sofort hinzu, dass seine Bemerkung nicht ernst gemeint war. „Das ist übrigens ein Scherz. Einfach schottischer Humor.“
Der Verweis auf den Dodo hat einen historischen Hintergrund. Der Vogel, der ursprünglich auf Mauritius vorkam, verschwand im 17. Jahrhundert durch eine Kombination aus Jagd, Lebensraumzerstörung und der Einführung neuer Tierarten durch Seefahrer und Kolonisten, darunter Niederländer.
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Nach all der Aufregung um das verschwundene Gepäck zeigte das schottische Duo auf der Bühne, dass es sich nicht beirren ließ. Anderson und Menzies beeindruckten mit einem 8:0 gegen Norwegen. Anschließend wurde auch Irland mit 8:5 bezwungen, womit das Halbfinale gesichert war.
Obwohl das Abenteuer schließlich gegen ein entfesseltes England endete, kann Schottland auf ein starkes Turnier zurückblicken. Und dank des verlorenen Koffers von Menzies lieferte es obendrein eine der unterhaltsamsten Anekdoten des Wettbewerbs.

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










