„Jede Chance, die ich bekomme, werde ich nutzen“ - Brody Klinge strotzt vor Ehrgeiz nach sensationellem Durchbruch bei den Australian Darts Masters

PDC
Sonntag, 23 August 2026 um 16:30
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Brody Klinge hat sich bei den Australian Darts Masters eindrucksvoll ins Rampenlicht gespielt. Der 34-jährige Australier startete in Wollongong noch als relativ unbekannter Name für das breite Publikum, verließ die Bühne jedoch als Finalist – und als Spieler, mit dem in den kommenden Monaten ernsthaft zu rechnen ist.
Klinge erlebte im WIN Entertainment Centre ein Traumwochenende. Erst bei seinem zweiten Auftritt auf der World Series of Darts marschierte er direkt ins Finale. Zudem wurde er der erste ozeanische Qualifier seit Damon Heta 2019, der das Endspiel eines World-Series-Turniers erreichte.

Klinge schlägt ein beeindruckendes Namensfeld

Dass Klinge seinen Finalplatz nicht geschenkt bekam, zeigt die Liste seiner bezwungenen Gegner. In Runde eins wartete sofort ein harter Brocken: Ross Smith. Der Engländer spielte einen Average von über 103, brachte Klinge aber nicht zu Fall. In der entscheidenden leg setzte der Australier sogar mit einem 11-Darter den Schlusspunkt.
Einen Tag später folgte womöglich die noch größere Sensation. Gian van Veen, die Nummer zwei der Welt, wurde im Viertelfinale mit 6:4 aus dem Turnier genommen. Klinge blieb auch unter wachsendem Druck stark und sicherte sich so das Ticket für die letzten Vier.
Auch Jonny Clayton gelang es anschließend nicht, den überraschenden Lauf des Australiers zu stoppen. Der Waliser war nach seinem Titel bei den New Zealand Darts Masters mit der Chance nach Wollongong gereist, zwei World-Series-Turniere in Folge zu gewinnen, doch Klinge machte dem einen Strich durch die Rechnung. Unter anderem mit einer feinen 170-Finish zog er ins Finale ein.
Dort erwies sich James Wade schließlich als zu stark. Dennoch musste sich Klinge nach der 5:8-Niederlage wenig vorwerfen lassen. Mit einem average von 104,56 und acht Maxima lieferte er erneut eine starke Partie ab. Über das gesamte Turnier lag sein average sogar bei 100,27.
„Es war einfach großartig“, reagierte Klinge anschließend auf seinen unerwarteten Erfolg. „Das Publikum stand die ganze Zeit hinter mir, und ich habe diese Erfahrung enorm genossen.“
Selbst hatte er im Vorfeld nicht mit einem Finaleinzug gerechnet. „Ich kann nicht glauben, dass ich so weit gekommen bin. Es ist unwirklich. Ich weiß eigentlich nicht recht, was ich sagen soll.“
Brody Klinge in Aktion.
Klinge spielte bei den Australian Darts Masters einen Turnieraverage von 100,27.

„Ich werde jede Chance nutzen, die ich bekomme“

Die Frage ist nun vor allem, wie Klinge seinen Durchbruch fortschreibt. In Australien steht er schon länger mit guten Resultaten im Fokus, in Wollongong zeigte er jedoch, dass er sein Niveau auch gegen die Weltspitze abrufen kann. Er selbst plant jedenfalls, die sich bietenden Chancen konsequent zu nutzen. „Jede Chance, die sich mir bietet, werde ich ergreifen“, so Klinge. „Ich spiele weiter, und dann sehen wir, was passiert.“
Die erste Belohnung hat er bereits sicher. Dank seines Finaleinzugs darf Klinge vom 17. bis 20.09. in Amsterdam bei den World Series of Darts Finals antreten. Dort bekommt er erneut die Möglichkeit, sich auf einer großen internationalen Bühne zu zeigen.
Auch ein WM-Debüt gehört inzwischen deutlich zu den Optionen. Klinge führt aktuell die ADA-Rangliste 2026 an und hat in dieser Saison bereits acht Titel gesammelt. Damit hat er eine ausgezeichnete Ausgangsposition im Rennen um ein Ticket für den Alexandra Palace.
Nach seinen Auftritten in Wollongong wird Klinge zudem mit deutlich mehr Aufmerksamkeit begleitet werden. War er zu Beginn der Australian Darts Masters noch „nur“ einer der lokalen Qualifier, hat er sich binnen eines Wochenendes beim internationalen Dartspublikum deutlich bekannter gemacht.
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