„Jeder hat wohl gemerkt, dass das Publikum auf seiner Seite war, und das ist auch in Ordnung“ – Belgischer Abend in Antwerpen verläuft für Van Veen anders als er gehofft hatte

PDC
Freitag, 13 Februar 2026 um 15:30
Gian van Veen (3)
In einer brodelnden Lotto Arena in Antwerpen ist Gian van Veen am zweiten Spielabend der Premier League Darts im Viertelfinale ausgeschieden. Der Niederländer verlor mit 6:5 gegen Gerwyn Price, nach einem Duell, das seiner Ansicht nach „zwei völlig unterschiedliche Hälften“ hatte.
Van Veen startete stark in die Partie. „In der ersten Hälfte war ich zu 100 Prozent auf die Doppelfelder. Das Scoring war es nicht brillant, aber es lief ordentlich“, resümierte er beim Interview mit Viaplay. Obwohl die Maxima ausblieben, war seine Quote auf die Doppel zu Beginn makellos.
Danach kippte das Bild jedoch komplett. „Dann verpasse ich einfach zwei Darts bei 52 Rest“, so Van Veen. „Du verfehlst immer weiter und bekommst noch einen Matchdart auf Bull. Den vergibst du und dann ist es einfach vorbei.“ Statt die Partie ins Ziel zu bringen, ließ er Price zurück ins Match.
Der Niederländer wollte die Niederlage nicht an diesem einen Matchdart festmachen. „Daran darfst du dich nicht messen, mit einem Dart auf Bull“, klang es nüchtern.
Gerwyn Price ballt die Faust und jubelt
Gerwyn Price gewann den Spieltag in Antwerpen
Auch die Atmosphäre in Antwerpen spielte eine Rolle im Erleben des Abends. Van Veen hatte sich viel von seinem Auftritt in Belgien versprochen. „Ich hatte sehr viel erwartet. Es ist natürlich eine schöne Halle“, sagte er. „Aber ich denke, dass zuhause jeder gehört hat, dass das Publikum wirklich auf seiner Seite war.“
Mit „seiner“ meinte er Price, der sichtlich die Unterstützung der Halle genoss. Van Veen blieb sportlich: „Das darf auch so sein, das ist völlig in Ordnung. Daran habe ich sicher nicht verloren. Aber zwei Minuten nach dem Spiel ärgerst du dich vielleicht ein bisschen darüber. Es ist dann nicht ganz die Erfahrung, auf die du gehofft hattest.“
Dennoch setzte er die Niederlage in Perspektive. Die Premier League ist ein langer, zermürbender Wettbewerb. „Es ist ein Marathon“, erkannte er an. „In der einen Woche läuft alles, in der anderen läuft es eben gegen dich. Das gehört dazu. Dann nimmst du es auf deine Kappe und man macht nächste Woche einfach weiter.“
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