Jonny Clayton stellt seine Zukunft auf der
European Tour offen infrage. Der Waliser zeigt sich zunehmend frustriert über anhaltende Reiseprobleme und macht deutlich, dass er Turniere auf dem europäischen Festland künftig meiden könnte, sollte sich die Situation nicht zeitnah verbessern.
Der Spitzenspieler gehört zu einer wachsenden Gruppe von Profis, die nach der chaotischen Anreise zu den
Belgian Darts Open ihrem Ärger Luft machen. Dabei überzeugte Clayton sportlich auf ganzer Linie: Mit konstant starken Leistungen marschierte die aktuelle Nummer fünf der Welt bis ins Finale. Erst dort musste er sich Luke Humphries geschlagen geben.
Reisechaos sorgt für wachsenden Unmut bei Topspielern
Nach dem Turnier rückten jedoch weniger die Leistungen auf der Bühne in den Fokus, sondern vielmehr die Probleme abseits des Geschehens. Seit dem Brexit kämpfen britische Spieler bei Reisen zu European-Tour-Events immer häufiger mit erheblichen Verzögerungen. Wo früher ein schneller Durchgang durch elektronische Passkontrollen genügte, stehen nun langwierige manuelle Kontrollen an – oft verbunden mit Wartezeiten von mehreren Stunden.
Jonny Clayton ist aktuell die Nummer fünf der Welt
Für Clayton ist die Belastungsgrenze nahezu erreicht. Der Waliser findet klare Worte: Solche Zustände seien nicht akzeptabel und müssten dringend diskutiert werden. Stundenlanges Warten komme für ihn nicht infrage. Er betont, dass sich seine Teilnahme direkt an möglichen Verbesserungen orientiere – bleiben diese aus, werde man ihn auf der European Tour schlicht nicht mehr sehen.
Bemerkenswert wirkt dieser Frust vor allem im Kontrast zu seiner aktuellen Form. In der
Premier League Darts gehört Clayton zu den konstantesten Akteuren der Saison. Mit zwei Wochensiegen und Platz zwei in der Tabelle unterstreicht er seine starke Verfassung eindrucksvoll.
Zwischenzeitlich führte er das Klassement sogar an, bevor Shootingstar Luke Littler mit seinem dritten Tagessieg in Berlin vorbeizog. Clayton selbst bleibt davon unbeeindruckt. Sein Fokus liegt klar auf der eigenen Leistung und dem Einzug in die Finals Night. Erfahrungen auf dieser Bühne hat er bereits gesammelt – genau dort will er auch in dieser Saison wieder stehen.
Viel Zeit für Nebenschauplätze bleibt ohnehin nicht. Der enge Spielplan fordert volle Konzentration. Bereits am nächsten Spieltag in Manchester wartet mit Josh Rock die nächste Aufgabe – ein Gegner, der zuletzt erstmals Punkte sammeln konnte und entsprechend motiviert antreten dürfte.