Nachdem am Sonntagnachmittag die Achtelfinals der
Belgian Darts Open ausgespielt wurden, standen am Abend die Entscheidungen im belgischen Wieze an. Mit
Luke Humphries,
Jonny Clayton und
Michael van Gerwen waren noch drei Premier-League-Spieler im Turnier vertreten.
Das Viertelfinale eröffnete das Duell zwischen Niels Zonneveld und Danny Noppert.
Zonneveld, der am Nachmittag noch Luke Littler mit einem 147er Checkout ausgeschaltet hatte, startete stark und ging mit 3:0 in Führung. Noppert fand nie zu seinem gewohnten Niveau, verkürzte aber immerhin von 1:5 auf 3:5. Danach beendete Zonneveld das kurze Aufbäumen und checkte 96 Punkte zum zweiten European-Tour-Halbfinale in Folge.
Im zweiten Viertelfinale traf der letzte verbliebene Belgier Andy Baetens auf Jonny Clayton. Baetens konnte jedoch nicht an seine starken Leistungen des Wochenendes anknüpfen, mit denen er das Publikum begeistert hatte. Clayton spielte souverän und ließ seinem Gegner kaum Chancen. Mit einem 81er Checkout machte er den klaren 6:1-Sieg perfekt.
Im dritten Viertelfinale kam es zum Duell zwischen Luke Humphries und Chris Dobey. Die ersten sechs Legs gingen jeweils mit dem Anwurf, doch Humphries verpasste mehrfach Doppeldarts und verpasste eine höhere Führung. Dann gelang ihm das Break zum 5:3, ehe er sich erste Matchdarts erspielte, diese jedoch ungenutzt ließ. Dobey kämpfte sich auf 5:5 heran, doch am Ende war es Humphries, der auf der Doppel 3 den Sieg sicherte.
Im letzten Viertelfinale ließ Michael van Gerwen gegen Ryan Joyce einige Chancen liegen. Joyce nutzte dies und glich mit einem 68er Checkout zum 3:3 aus. Anschließend zog van Gerwen auf 5:3 davon, doch Joyce hielt mit einem 47er Checkout dagegen. Schließlich machte van Gerwen mit einem 6:4-Erfolg den Halbfinaleinzug klar.
Das erste Halbfinale entwickelte sich zu einem echten Krimi zwischen Jonny Clayton und Niels Zonneveld. Beide Spieler hielten zunächst ihre Anwürfe, ehe sich Clayton mit einem Treffer auf der Doppel 12 zum 5:3 absetzen konnte. Zonneveld nutzte jedoch Schwächen seines Gegners und bestrafte verpasste Doppeldarts konsequent. Er verkürzte auf 4:5 und glich anschließend mit einem Tops-Tops-Checkout zum 5:5 aus.
Clayton brachte sein Anwurfleg zum 6:5 durch, ließ dann jedoch drei Matchdarts liegen. Zonneveld erzwang auf der Doppel 10 den Decider, vergab dort aber selbst vier Matchdarts. Am Ende nutzte Clayton seinen neunten Matchdart und zog mit einem 7:6-Erfolg ins Finale ein.
Im zweiten Halbfinale dominierte Luke Humphries vor allem im Scoring. Er sicherte sich die ersten beiden Legs, doch van Gerwen konterte und glich mit einem 48er Checkout zum 2:2 aus. Danach steigerte sich Humphries auf die Doppel und zog auf 4:2 davon. Sein Scoring war zu konstant, sodass van Gerwen kaum noch mithalten konnte.
Humphries stellte auf 6:2, ehe van Gerwen sich eine Chance auf die Doppel 14 stellte. Doch Humphries beendete das Match spektakulär mit einem 129er Checkout über Doppel 18 und erneut Doppel 18 zum 7:2-Sieg.
Im Finale erwischte Jonny Clayton den besseren Start und ging mit 1:0 in Führung. Humphries meldete sich jedoch direkt mit einem 142er Checkout zurück und übernahm anschließend das Kommando. Mit starkem Scoring holte er sich das Break zum 2:1 und baute seine Führung weiter aus.
Clayton verpasste einen Dart auf das Bullseye, was Humphries zum 3:1 nutzte. Mit einem 12-Darter stellte er auf 4:1 und blieb klar spielbestimmend. Ein weiterer verpasster Doppeldart von Clayton brachte Humphries das 5:1, ehe er 130 Punkte zum 6:1 checkte.
Clayton gab sich jedoch nicht geschlagen und verkürzte mit einem 126er Checkout auf dem Bullseye. Nachdem Humphries 132 Punkte verpasste, kam der Waliser weiter heran und machte das 3:6. Humphries stellte zwar auf 7:3, ließ anschließend jedoch vier Matchdarts liegen, sodass Clayton auf 5:7 verkürzte.
Als Clayton sogar auf 6:7 herankam, wurde es noch einmal spannend. Doch schließlich war es der insgesamt sechste Matchdart auf der Doppel 10, den Luke Humphries zum 8:6-Sieg nutzte. Damit sicherte er sich den Titel bei den Belgian Darts Open und feierte seinen ersten European-Tour-Triumph des Jahres 2026.