James Wade gewinnt in Hildesheim das erste Players-Championship-Turnier des Jahres – starker Saisonstart für Gabriel Clemens und Max Hopp
PDCDer erste Turniertag der Pro-Tour-Saison 2026 ist Geschichte: Zum Auftakt der Players-Championship-Kampagne in Hildesheim sicherte sich James Wade den Titel. Der Routinier behauptete sich in einem rein englischen Finale gegen Nathan Aspinall und setzte damit zum Start ins neue Jahr ein erstes Ausrufezeichen auf der Pro Tour.
Aus deutscher Sicht entwickelte sich der erste Players-Championship-Tag des Jahres in Hildesheim deutlich positiver, als es die Auftaktbilanz zunächst vermuten ließ. Zwar mussten mehrere Deutsche bereits in Runde eins die Segel streichen – darunter Martin Schindler, der bei seinem 0:6 gegen Maik Kuivenhoven mit sichtbaren Problemen im Wurf zu kämpfen hatte und das Spiel mit einem besorgniserregenden Average von 66 beendete. Auch Leon Weber, Arno Merk, Pascal Rupprecht, Kai Gotthardt, Maximilian Czerwinski, Dominik Grüllich, Marvin Kraft, Yorick Hofkens und Matthias Ehlers verabschiedeten sich bereits zum Start des Turniers aus der Hildesheimer Halle 39. Dennoch setzten vor allem Max Hopp und Gabriel Clemens im weiteren Turnierverlauf klare Ausrufezeichen.
Clemens und Hopp mit starken Auftritten
Clemens präsentierte sich zum Saisonauftakt in starker Verfassung. Der „German Giant“ drehte bereits in Runde eins sein Duell gegen Damon Heta und zog mit einem dreistelligen Average in die zweite Runde ein. Anschließend ließ er auch Charlie Manby keine Chance und erreichte souverän das Boardfinale. Dort setzte sich Clemens mit 6:3 gegen Jurjen van der Velde durch, ehe er auch Wesley Plaisier souverän mit 6:2 besiegte und erstmals seit Mai 2025 wieder ein PDC-Viertelfinale erreichte. Erst dort endete sein starker Lauf: Gegen Nathan Aspinall fehlten nach einem langen Turniertag die letzten Körner, sodass Clemens mit 1:6 ausschied – dennoch ein deutliches Signal für einen gelungenen Saisonstart.
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Auch Max Hopp wusste am Montag zu überzeugen. Der „Maximiser“ startete mit einem klaren Sieg über Jeffrey de Zwaan, setzte sich anschließend in einem engen Match gegen Maik Kuivenhoven durch und erreichte mit einem 100er-Average und 6:4-Sieg gegen Nick Kenny ebenfalls das Achtelfinale. Dort unterlag Hopp jedoch Joe Cullen mit 3:6. Für Lukas Wenig ging die Reise nach einem Whitewash-Sieg gegen Niko Springer und einem starken Auftritt gegen Ian White bis ins Boardfinale, wo gegen Shane McGuirk Endstation war. Ricardo Pietreczko schaffte ebenfalls den Sprung in Runde drei, scheiterte dort jedoch an Wessel Nijman.
In der heißen Phase des Turniers setzten sich derweil die Routiniers durch. James Wade spielte sich mit einem nervenstarken Decider-Sieg gegen Joe Cullen ins Halbfinale und rang dort Michael van Gerwen nach großem Comeback mit einem 104er-Checkout nieder. Parallel behauptete sich Nathan Aspinall gegen Überraschungsmann Adam Gawlas und machte damit das rein englische Finale perfekt.
Das Endspiel zwischen James Wade und Nathan Aspinall entwickelte sich zu einem taktisch geprägten, lange ausgeglichenen Duell. Beide Spieler hielten in der Anfangsphase zunächst sicher ihre Anwurflegs, ehe Aspinall mit konstantem Scoring erstmals in Führung ging. Wade ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, kämpfte sich mit starken Legs zurück und glich die Partie mehrfach aus.
In der entscheidenden Phase zeigte „The Machine“ einmal mehr seine große Stärke auf die Doppel. Beim Stand von 5:5 nutzte Wade einen Moment der Unachtsamkeit seines Gegners, checkte 82 Punkte eiskalt zum Break und legte damit den Grundstein für den Titelgewinn. Zwar wehrte Aspinall einen ersten Matchdart noch ab, im nächsten Leg machte Wade den Sack jedoch zu und entschied das Finale mit 8:6 für sich. Mit dem Sieg holt sich der Engländer den ersten Pro-Tour-Titel der Saison 2026 – und unterstreicht seine Rolle als einer der konstantesten Spieler im PDC-Zirkus.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









