Players Championship 10: Wessel Nijman feiert vierten Saisontitel – Clemens und Klose erreichen Achtelfinale
PDC
Ein außergewöhnliches Endspiel krönte Players Championship 10 in Wigan: Youngster Wessel Nijman traf auf den nachgerückten Grand-Slam-Champion von 2010 Scott Waites – ein Duell zwischen Zukunft und Vergangenheit des Sports. Während Waites als Nicht-Tour-Card-Holder sensationell bis ins Finale marschierte, setzte Nijman seinen beeindruckenden Lauf der vergangenen Wochen fort und griff nach dem nächsten Titel auf der Pro Tour.
Der deutsche Turniertag bei Players Championship 10 bot zunächst mehrere starke Ausrufezeichen, endete jedoch vor dem Viertelfinale. Besonders überzeugend präsentierte sich Gabriel Clemens, der mit zwei Whitewash-Siegen gegen Niall Culleton und Wesley Plaisier furios ins Turnier startete und anschließend auch David Sharp in einem dramatischen Decider mit einem 14-Darter niederrang. Erst im Achtelfinale wurde der Saarländer gestoppt – dort blieb er beim 0:6 gegen den stark aufspielenden Kevin Doets ohne Chance.
Nachrücker Klose setzt Ausrufezeichen
Ebenfalls bis unter die letzten 16 spielte sich Daniel Klose, der als Nachrücker einen überzeugenden Auftritt hinlegte. Nach seinem Auftaktsieg im Decider gegen Mickey Mansell setzte der 46-Jährige mit einem 102er-Average gegen Daryl Gurney ein echtes Ausrufezeichen und rang anschließend auch Charlie Manby im Entscheidungsleg nieder. Erst gegen den Vortagessieger Chris Dobey war im Achtelfinale Endstation, nachdem Klose zwischenzeitlich mehrere Chancen ungenutzt ließ.

Daniel Klose überzeugte in Wigan als Nachrücker mit starken Leistungen, spielte sich bis ins Achtelfinale und glänzte dabei unter anderem mit einem 102er-Average gegen Daryl Gurney
Für weitere Highlights aus deutscher Sicht sorgten gleich mehrere klare Auftaktsiege: Arno Merk dominierte das deutsch-deutsche Duell mit Niko Springer beim 6:0 vollständig, Ricardo Pietreczko ließ Mensur Suljovic beim Whitewash keine Chance. Zudem setzte sich Max Hopp zum Auftakt gegen Tom Sykes durch, ehe er in Runde zwei – wie bereits am Vortag – erneut gegen Karel Sedlacek ausschied. Die deutsche Nummer eins, Martin Schindler, musste sich zum Auftakt gegen Beau Greaves geschlagen geben.
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In der heißen Turnierphase übernahmen anschließend internationale Spieler das Kommando. Dobey bestätigte seine starke Form nach dem Vortagestitel und erreichte nach einem 6:4-Erfolg über Klose erneut das Viertelfinale, musste sich dort jedoch knapp im Decider Karel Sedlacek geschlagen geben. Parallel setzte sich Doets mit einem dominanten 107er-Average gegen Clemens durch, bevor wiederum Scott Waites dessen Lauf im Viertelfinale stoppte.
Auch Wessel Nijman präsentierte sich im Tagesverlauf in Topform und zog mit einem starken 110er-Average gegen Greaves souverän ins Halbfinale ein. Dort ließ der Niederländer beim 7:4 gegen Luke Woodhouse nichts anbrennen und sicherte sich das erste Finalticket. Kurz darauf komplettierte Routinier Waites mit einem 7:5-Erfolg über Sedlacek das Endspiel – und krönte damit als Nachrücker einen bemerkenswerten Turnierlauf bis ins Finale.
Nijman dominiert das Endspiel nach Belieben
Im Endspiel ließ Nijman dann keinen Zweifel mehr an seiner derzeitigen Topform aufkommen. Der Niederländer startete mit Legs in 16 und 15 Darts stark in die Partie, setzte sich anschließend mit einem 12- und 13-Darter entscheidend ab und dominierte das Finale frühzeitig. Waites gelang zwar noch der Anschluss zum 1:2, doch spätestens mit der 6:1-Führung war die Vorentscheidung gefallen. Am Ende machte Nijman mit einem souveränen 8:2-Erfolg bei einem Average von über 101 Punkten den Turniersieg perfekt.
Damit feierte eines der größten Talente der PDC bereits seinen vierten Titel des Jahres – und zugleich den dritten Players-Championship-Erfolg der Saison. Parallel schrieb Waites als Nachrücker eine der bemerkenswertesten Geschichten des Turniers: Ohne Tour Card spielte sich der Grand-Slam-Sieger von 2010 bis ins Finale eines Pro-Tour-Events vor und erinnerte damit an seine besten Zeiten.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








