Chris Dobey gewinnt Players Championship 9 in Wigan – enttäuschende deutsche Bilanz hinterlässt Fragezeichen
PDC
Chris Dobey hat sich bei Players Championship 9 in Wigan mit einer starken Vorstellung den Turniersieg gesichert. Der Engländer setzte sich am Ende eines hochklassigen Turniertages im Finale gegen seinen Landsmann Justin Hood mit 8:4 durch und unterstrich einmal mehr seine derzeit ausgezeichnete Floor-Form.
Aus deutscher Sicht verlief Players Championship 9 insgesamt enttäuschend. Gleich mehrere Hoffnungsträger mussten sich früh aus dem Turnier verabschieden. Besonders bitter war das Auftaktaus der deutschen Nummer eins Martin Schindler, der trotz eines starken 100er-Averages im Decider gegen Adam Leek unterlag. Auch Ricardo Pietreczko, Gabriel Clemens, Lukas Wenig und Maximilian Czerwinski schieden bereits in der ersten Runde aus.
Hopp erneut erfolgreich
Für positive Akzente sorgten zunächst Niko Springer, Max Hopp und vor allem Dominik Grüllich. Springer startete mit einem Whitewash-Sieg ins Turnier, während Hopp nach einem 6:4-Auftaktsieg gegen Adam Paxton und großem Kampf im Zweitrunden-Decider gegen Karel Sedlacek ausschied. Grüllich überzeugte hingegen mit starken Leistungen und einem klaren 6:1-Erfolg über James Wade, ehe seine Turnierreise erst im Boardfinale gegen Martijn Dragt endete. Damit war der deutsche Youngster zugleich letzter verbliebener Vertreter aus deutscher Sicht.
Dominik Grüllich überzeugte bei Players Championship 9 mit starken Leistungen und einem klaren Sieg über James Wade, ehe er erst im Boardfinale ausschied
Insgesamt erreichten nur wenige deutsche Spieler die zweite Runde. Bereits früh zeichnete sich ab, dass ein tiefer Lauf eines deutschen Akteurs an diesem Pro-Tour-Tag ausbleiben würde. Spätestens mit dem Ausscheiden Grüllichs im Boardfinale war das Turnier für die deutschen Teilnehmer beendet.
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Währenddessen entwickelte sich im weiteren Turnierverlauf ein stark englisch geprägtes Teilnehmerfeld in der entscheidenden Phase. Chris Dobey präsentierte sich in überzeugender Form und zog mit klaren Siegen über Luke Woodhouse und Richard Veenstra ins Halbfinale ein. Auch Justin Hood spielte sich souverän durch das Feld und setzte sich unter anderem gegen Mensur Suljovic und Tom Sykes durch. Komplettiert wurde das Halbfinale durch Andrew Gilding und Connor Scutt, sodass ausschließlich englische Spieler in der Vorschlussrunde vertreten waren.
Dort ließ Dobey seinem Landsmann Gilding beim 7:1-Erfolg keine Chance und sicherte sich früh das erste Finalticket. Im zweiten Halbfinale behauptete sich Hood mit 7:3 gegen Scutt und folgte ihm ins Endspiel, womit es in Wigan zu einem rein englischen Finale zwischen Dobey und Hood kam.
Weltklasse-Endspiel zwischen Dobey und Hood
Im Endspiel entwickelte sich zunächst ein Duell auf Augenhöhe. Hood erwischte den besseren Start und ging dank spektakulärer Checkouts von 121 und 167 Punkten früh mit 2:0 in Führung. Dobey reagierte jedoch umgehend und glich mit zwei starken Legs in 12 und 13 Darts aus, bevor er sich mit einem überragenden 164er-Checkout erstmals deutlicher absetzen konnte.
Trotz mehrerer starker Bullseye-Finishes seines Gegners behielt „Hollywood“ die Kontrolle, zog mit zwei 15-Dartern auf 7:3 davon und verwandelte schließlich sicher auf der Doppel-2 zum Titelgewinn. Beide Spieler überzeugten dabei mit starken Averages von über 100 Punkten.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








