Chris Dobey gewinnt Players Championship 9 in Wigan – enttäuschende deutsche Bilanz hinterlässt Fragezeichen

PDC
durch Nic Gayer
Montag, 13 April 2026 um 19:56
Chris Dobey (3)
Chris Dobey hat sich bei Players Championship 9 in Wigan mit einer starken Vorstellung den Turniersieg gesichert. Der Engländer setzte sich am Ende eines hochklassigen Turniertages im Finale gegen seinen Landsmann Justin Hood mit 8:4 durch und unterstrich einmal mehr seine derzeit ausgezeichnete Floor-Form.
Aus deutscher Sicht verlief Players Championship 9 insgesamt enttäuschend. Gleich mehrere Hoffnungsträger mussten sich früh aus dem Turnier verabschieden. Besonders bitter war das Auftaktaus der deutschen Nummer eins Martin Schindler, der trotz eines starken 100er-Averages im Decider gegen Adam Leek unterlag. Auch Ricardo Pietreczko, Gabriel Clemens, Lukas Wenig und Maximilian Czerwinski schieden bereits in der ersten Runde aus.

Hopp erneut erfolgreich

Für positive Akzente sorgten zunächst Niko Springer, Max Hopp und vor allem Dominik Grüllich. Springer startete mit einem Whitewash-Sieg ins Turnier, während Hopp nach einem 6:4-Auftaktsieg gegen Adam Paxton und großem Kampf im Zweitrunden-Decider gegen Karel Sedlacek ausschied. Grüllich überzeugte hingegen mit starken Leistungen und einem klaren 6:1-Erfolg über James Wade, ehe seine Turnierreise erst im Boardfinale gegen Martijn Dragt endete. Damit war der deutsche Youngster zugleich letzter verbliebener Vertreter aus deutscher Sicht.
Dominik Grüllich überzeugte bei Players Championship 9 mit starken Leistungen und einem klaren Sieg über James Wade, ehe er erst im Boardfinale ausschied
Dominik Grüllich überzeugte bei Players Championship 9 mit starken Leistungen und einem klaren Sieg über James Wade, ehe er erst im Boardfinale ausschied
Insgesamt erreichten nur wenige deutsche Spieler die zweite Runde. Bereits früh zeichnete sich ab, dass ein tiefer Lauf eines deutschen Akteurs an diesem Pro-Tour-Tag ausbleiben würde. Spätestens mit dem Ausscheiden Grüllichs im Boardfinale war das Turnier für die deutschen Teilnehmer beendet.
Währenddessen entwickelte sich im weiteren Turnierverlauf ein stark englisch geprägtes Teilnehmerfeld in der entscheidenden Phase. Chris Dobey präsentierte sich in überzeugender Form und zog mit klaren Siegen über Luke Woodhouse und Richard Veenstra ins Halbfinale ein. Auch Justin Hood spielte sich souverän durch das Feld und setzte sich unter anderem gegen Mensur Suljovic und Tom Sykes durch. Komplettiert wurde das Halbfinale durch Andrew Gilding und Connor Scutt, sodass ausschließlich englische Spieler in der Vorschlussrunde vertreten waren.
Dort ließ Dobey seinem Landsmann Gilding beim 7:1-Erfolg keine Chance und sicherte sich früh das erste Finalticket. Im zweiten Halbfinale behauptete sich Hood mit 7:3 gegen Scutt und folgte ihm ins Endspiel, womit es in Wigan zu einem rein englischen Finale zwischen Dobey und Hood kam.

Weltklasse-Endspiel zwischen Dobey und Hood

Im Endspiel entwickelte sich zunächst ein Duell auf Augenhöhe. Hood erwischte den besseren Start und ging dank spektakulärer Checkouts von 121 und 167 Punkten früh mit 2:0 in Führung. Dobey reagierte jedoch umgehend und glich mit zwei starken Legs in 12 und 13 Darts aus, bevor er sich mit einem überragenden 164er-Checkout erstmals deutlicher absetzen konnte.
Trotz mehrerer starker Bullseye-Finishes seines Gegners behielt „Hollywood“ die Kontrolle, zog mit zwei 15-Dartern auf 7:3 davon und verwandelte schließlich sicher auf der Doppel-2 zum Titelgewinn. Beide Spieler überzeugten dabei mit starken Averages von über 100 Punkten.
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