Rob Cross triumphiert bei Players Championship 22 – Clemens als bester Deutscher im Viertelfinale
PDC
Rob Cross hat beim 22. Players Championship in Wigan souverän den Titel geholt. Im Finale bezwang der Engländer den Niederländer Maik Kuivenhoven mit 8:5 und sicherte sich damit seinen elften Players-Championship-Titel der Karriere. Für die deutschen Teilnehmer lief der Tag durchwachsen: Gabriel Clemens zeigte als bester Deutscher eine starke Leistung, scheiterte aber im Viertelfinale knapp an Tom Bissell.
Rob Cross präsentierte sich im Robin Park Leisure Centre in Wigan einmal mehr in bestechender Form. „Voltage" ließ während des gesamten Turniertages kaum Zweifel daran aufkommen, dass er ein heißer Kandidat für den Titel ist. In einem überragenden Halbfinale gegen Stephen Bunting lieferten beide Spieler Averages jenseits der 106 Punkte – Cross setzte sich nach einem packenden Duell durch. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich zum 3:3 durch Bunting schnürte Cross anschließend einen starken Run und holte sich vier Legs in Folge, um mit einem Average von rund 102 Punkten in das Finale einzuziehen. Bunting stand trotz der Niederlage bei starken 104 Punkten im Schnitt.
Kuivenhoven ohne Chance im Finale
Im zweiten Halbfinale lieferten sich Maik Kuivenhoven und Tom Bissell eine hochdramatische, aber qualitativ schwache Partie mit Averages unter 80 Punkten. Kuivenhoven setzte sich im letzten Leg durch – doch im Finale konnte er schlicht nicht an seine Leistungen des restlichen Tages anknüpfen. Mit einem Average von lediglich 82 Punkten war er Cross, der am Ende bei 97 Punkten im Schnitt stand, klar unterlegen und verlor deutlich mit 5:8.

Für Rob Cross ist es der 11. Players Championship Titel
Für den German Giant Gabriel Clemens verlief der Turniertag vielversprechend, fand aber im Viertelfinale sein unglückliches Ende. Der Saarländer startete stark durch das Turnier: In Runde eins ließ er Marvin Kraft mit 6:1 keine Chance, in Runde zwei bezwang er Niko Springer ebenfalls klar mit 6:2 – wenngleich beide Begegnungen von schwachen Doppelquoten geprägt waren. In der dritten Runde fertigte Clemens Wesley Plaisier, dessen Average zwischenzeitlich bei erschreckend schwachen 67 Punkten lag, mit einem 6:0-Whitewash ab. Im Achtelfinale trumpfte der German Giant dann richtig auf: Mit einem starken Average von 102 Punkten und einem krönenden 11-Darter mit 87er-Finish bezwang er Mickey Mansell überzeugend mit 6:1 – sein bisher bestes Spiel des Tages und zum dritten Mal in dieser Saison stand Clemens damit im Viertelfinale eines Players-Championship-Turniers.
Weiterlesen
Dort wartete mit Tom Bissell ein zäher Gegner. Clemens übernahm früh das Kommando, führte zwischenzeitlich mit 4:1 und schien sicher auf Halbfinalkurs. Doch Bissell kämpfte sich in beeindruckender Manier mit drei starken Legs in Folge – darunter Legs in 14, 15 und 14 Darts – zurück und glich zum 4:4 aus. Im Decider beim Stand von 5:5 scheiterte Clemens daran, sich einen Matchdart zu erspielen, woraufhin Bissell mit einem 36er-Checkout die Partie drehte und mit 6:5 ins Halbfinale einzog.
Gemischte Bilanz für die weiteren deutschen Teilnehmer
Martin Schindler lieferte die vielleicht beeindruckendste Leistung aller Deutschen – und wurde dafür nicht belohnt. Die deutsche Nummer eins zog nach einem dramatischen Zweitrundensieg gegen Tytus Kanik in die dritte Runde ein, wo er auf Gian van Veen traf. Schindler spielte auf überragendem Niveau und verbuchte einen Average von 108 Punkten – doch der Niederländer hielt mit starken 103 Punkten dagegen. Im Decider verpasste Schindler einen Matchdart auf Bull, Van Veen nutzte die Gunst der Stunde und zog mit 6:5 weiter. Ein verdienter Lohn blieb Schindler damit trotz Weltklasse-Niveau verwehrt.
Maximilian Czerwinski präsentierte sich in Runde eins stark und fegte Marvin van Velzen mit einem 6:0-Whitewash vom Board. In Runde zwei war dann gegen Dirk van Duijvenbode trotz eines soliden 95er Averages Schluss – mit 3:6 verabschiedete sich die „Gurke" aus dem Turnier. Niko Springer überzeugte mit einem 6:3-Erfolg gegen Harry Ward in Runde eins, scheiterte dann aber in Runde zwei klar mit 2:6 an Gabriel Clemens. Die weiteren deutschen Starter – Dominik Grüllich, Pascal Rupprecht, Leon Weber, Arno Merk, Ricardo Pietreczko, Lukas Wenig, Max Hopp und Yorick Hofkens – schieden allesamt bereits in der ersten Runde aus.
Weiterlesen
Starke Averages prägen den Turniertag
Abseits der deutschen Perspektive stachen an diesem Tag einige besonders starke Leistungen heraus. Cristo Reyes schlug William O'Connor in Runde eins mit einem beeindruckenden Average von 111 Punkten und unterstrich damit sein Ausnahmeniveau. Rob Cross blieb auch auf dem Weg ins Halbfinale konstant stark und verzeichnete gegen David Sharp einen Average von 104,73. Ryan Searle zog dank 102 Punkten im Schnitt erneut ins Achtelfinale ein, während Ritchie Edhouse Beau Greaves mit einem 104er Average 6:1 aus dem Turnier nahm. Cross selbst stand am Ende des Tages als verdienter Sieger fest – grundsolide, effizient und mit dem nötigen Punch zur richtigen Zeit.

Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
Klatscht 10Besucher 2
Gerade In
Beliebte Nachrichten
Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026











