„In meinem Leben ist derzeit viel los, aber ich habe gezeigt, dass ich noch immer zur Weltspitze gehöre“ – Rob Cross holt einen wohltuenden Sieg nach schwieriger Phase
PDC
Rob Cross hat am Mittwoch seinen ersten Ranglistentitel des Jahres 2026 geholt. Im Finale von Players Championship 22 im Robin Park Leisure Centre in Wigan besiegte der ehemalige Weltmeister den Niederländer Maik Kuivenhoven klar mit 8:5 und sicherte sich damit ein Preisgeld von 15.000 Pfund.
Der Sieg kam für „Voltage" zum richtigen Zeitpunkt. Seit dem ersten Players Championship-Turnier 2025 hatte Cross keinen Ranglistentitel mehr geholt – umso wichtiger war dieser Erfolg für den Engländer, der in Wigan eindrucksvoll unter Beweis stellte, dass er weiterhin zu den gefährlichsten Spielern auf der PDC-Tour zählt.
Starker Average ebnet den Weg nach Blackpool
Auf dem Weg zum Titel ließ Cross sieben Gegner in Folge hinter sich und überzeugte über das gesamte Turnier mit einem Average von 98,91. Ein Leistungsniveau, das ihn der Qualifikation für das World Matchplay in Blackpool deutlich näherbringt – einem Turnier, das Cross besonders am Herzen liegt.

Rob Cross gewann das Players Championship 22
Nach dem Finale gab sich der Engländer entsprechend selbstbewusst. Er habe schon früh am Tag gespürt, dass es sein Turnier werden würde: „Ich hatte eigentlich den ganzen Tag das Gefühl, dass ich gewinnen würde. Und wenn ich dieses Gefühl habe, gelingt es mir meistens, es auch zu vollenden."
Auf der Bühne war davon nichts anderes zu sehen. Cross agierte mit Überzeugung, traf in den entscheidenden Momenten hohe Scores und behielt im Finale stets die Oberhand gegenüber Kuivenhoven, der trotz der Niederlage ein starkes Turnier absolvierte.
Weiterlesen
Cross räumte nach dem Spiel auch ein, dass ihn in den vergangenen Monaten persönliche Themen abseits des Boards belastet hätten: „Ich habe meine schwierigen Phasen gehabt und in meinem Leben passiert derzeit viel. Wenn ich das Maximum aus meinen Qualitäten heraushole, glaube ich, dass ich jeden Tag ein Turnier gewinnen kann. Manchmal können mentale Dinge dich allerdings bremsen."
Comeback nach schwieriger Phase
Mit dem Sieg in Wigan scheint Cross genau rechtzeitig zur Hochform aufgelaufen zu sein. Noch vor drei Monaten sah die Lage deutlich trüber aus: Der Engländer lag weit außerhalb der Qualifikationsränge für das World Matchplay, eine Teilnahme am prestigeträchtigen Sommermajor schien alles andere als sicher. Cross selbst beschrieb die Situation offen: „Wenn man vor drei Monaten auf die Rangliste fürs World Matchplay geschaut hat, war ich gar nicht dabei. Mir fehlten ungefähr 15.000 Pfund. Am Ende habe ich mir einen kräftigen Tritt verpasst und weitergekämpft."
Durch den Titelgewinn strich Cross nun nicht nur das Preisgeld von 15.000 Pfund ein, sondern verbesserte sich auch in den entscheidenden Ranglistenwertungen erheblich. Das World Matchplay gehört zu den angesehensten Turnieren im PDC-Kalender, und Cross hat auf der Bühne der Winter Gardens in der Vergangenheit bereits mehrfach aufgezeigt, wie stark er dort auftreten kann.
„Das World Matchplay steht vor der Tür und ich liebe dieses Turnier. Letztlich geht es nur um Ergebnisse. Deshalb ist dieser Sieg heute so besonders für mich", betonte Cross nach dem Finale.
Weiterlesen
Seit 2020 gewann der Engländer in jedem Kalenderjahr mindestens einen ProTour-Titel – eine Konstanz, die für sich spricht, auch wenn zuletzt Zweifel an seiner Form aufkamen. Cross selbst lässt daran keinen Zweifel: „Ich habe immer noch großartige Unterstützung um mich herum. Wenn ich so spiele wie heute, glaube ich, dass ich für die besten Spieler der Welt weiterhin gefährlich bin."
Mit dem ersten Titel des Jahres 2026 hat „Voltage" seine Antwort auf dem Board gegeben – und kommt mit dem World Matchplay vor der Tür genau zum richtigen Zeitpunkt in Fahrt.

Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
Klatscht 1Besucher 1
Gerade In
Beliebte Nachrichten
Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026











