„In meinem Leben ist derzeit viel los, aber ich habe gezeigt, dass ich noch immer zur Weltspitze gehöre“ – Rob Cross holt einen wohltuenden Sieg nach schwieriger Phase

PDC
Donnerstag, 18 Juni 2026 um 8:00
Rob Cross (3)
Rob Cross hat am Mittwoch seinen ersten Ranglistentitel des Jahres 2026 geholt. Im Finale von Players Championship 22 im Robin Park Leisure Centre in Wigan besiegte der ehemalige Weltmeister den Niederländer Maik Kuivenhoven klar mit 8:5 und sicherte sich damit ein Preisgeld von 15.000 Pfund.
Der Sieg kam für „Voltage" zum richtigen Zeitpunkt. Seit dem ersten Players Championship-Turnier 2025 hatte Cross keinen Ranglistentitel mehr geholt – umso wichtiger war dieser Erfolg für den Engländer, der in Wigan eindrucksvoll unter Beweis stellte, dass er weiterhin zu den gefährlichsten Spielern auf der PDC-Tour zählt.

Starker Average ebnet den Weg nach Blackpool

Auf dem Weg zum Titel ließ Cross sieben Gegner in Folge hinter sich und überzeugte über das gesamte Turnier mit einem Average von 98,91. Ein Leistungsniveau, das ihn der Qualifikation für das World Matchplay in Blackpool deutlich näherbringt – einem Turnier, das Cross besonders am Herzen liegt.
Rob Cross ballt die Faust
Rob Cross gewann das Players Championship 22
Nach dem Finale gab sich der Engländer entsprechend selbstbewusst. Er habe schon früh am Tag gespürt, dass es sein Turnier werden würde: „Ich hatte eigentlich den ganzen Tag das Gefühl, dass ich gewinnen würde. Und wenn ich dieses Gefühl habe, gelingt es mir meistens, es auch zu vollenden."
Auf der Bühne war davon nichts anderes zu sehen. Cross agierte mit Überzeugung, traf in den entscheidenden Momenten hohe Scores und behielt im Finale stets die Oberhand gegenüber Kuivenhoven, der trotz der Niederlage ein starkes Turnier absolvierte.
Cross räumte nach dem Spiel auch ein, dass ihn in den vergangenen Monaten persönliche Themen abseits des Boards belastet hätten: „Ich habe meine schwierigen Phasen gehabt und in meinem Leben passiert derzeit viel. Wenn ich das Maximum aus meinen Qualitäten heraushole, glaube ich, dass ich jeden Tag ein Turnier gewinnen kann. Manchmal können mentale Dinge dich allerdings bremsen."

Comeback nach schwieriger Phase

Mit dem Sieg in Wigan scheint Cross genau rechtzeitig zur Hochform aufgelaufen zu sein. Noch vor drei Monaten sah die Lage deutlich trüber aus: Der Engländer lag weit außerhalb der Qualifikationsränge für das World Matchplay, eine Teilnahme am prestigeträchtigen Sommermajor schien alles andere als sicher. Cross selbst beschrieb die Situation offen: „Wenn man vor drei Monaten auf die Rangliste fürs World Matchplay geschaut hat, war ich gar nicht dabei. Mir fehlten ungefähr 15.000 Pfund. Am Ende habe ich mir einen kräftigen Tritt verpasst und weitergekämpft."
Durch den Titelgewinn strich Cross nun nicht nur das Preisgeld von 15.000 Pfund ein, sondern verbesserte sich auch in den entscheidenden Ranglistenwertungen erheblich. Das World Matchplay gehört zu den angesehensten Turnieren im PDC-Kalender, und Cross hat auf der Bühne der Winter Gardens in der Vergangenheit bereits mehrfach aufgezeigt, wie stark er dort auftreten kann.
„Das World Matchplay steht vor der Tür und ich liebe dieses Turnier. Letztlich geht es nur um Ergebnisse. Deshalb ist dieser Sieg heute so besonders für mich", betonte Cross nach dem Finale.
Seit 2020 gewann der Engländer in jedem Kalenderjahr mindestens einen ProTour-Titel – eine Konstanz, die für sich spricht, auch wenn zuletzt Zweifel an seiner Form aufkamen. Cross selbst lässt daran keinen Zweifel: „Ich habe immer noch großartige Unterstützung um mich herum. Wenn ich so spiele wie heute, glaube ich, dass ich für die besten Spieler der Welt weiterhin gefährlich bin."
Mit dem ersten Titel des Jahres 2026 hat „Voltage" seine Antwort auf dem Board gegeben – und kommt mit dem World Matchplay vor der Tür genau zum richtigen Zeitpunkt in Fahrt.
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