PDC European Tour Order of Merit Update: Schindler sammelt erstes Preisgeld; Springer rutscht aus der Top-16 – Humphries neuer Spitzenreiter
PDC
Luke Humphries ist der neue Spitzenreiter der PDC European Tour Order of Merit. „Cool Hand Luke“ gewann am vergangenen Wochenende in Wieze die Belgian Darts Open 2026 und löste damit Wessel Nijman an der Spitze der Rangliste ab.
Der Engländer erwischte einen starken Start in die diesjährige European-Tour-Saison. Bereits beim Auftaktturnier, den Poland Darts Open, erreichte der Ex-Weltmeister das Halbfinale. In der vergangenen Woche verzichtete Humphries auf die European Darts Trophy, kehrte in Belgien jedoch eindrucksvoll zurück. Mit mehreren überragenden Averages besiegte er einen Topspieler nach dem anderen, holte den Titel und übernahm damit auch Platz eins der Order of Merit.
Humphries löst Nijman als Nummer 1 ab
Seine Siegesserie begann in der Runde der Letzten 32 mit einem Erfolg über Dirk van Duijvenbode. Mit einem Average von 100,25 setzte sich Humphries mit 6:4 gegen den „Aubergenius“ durch und eliminierte damit den ersten von insgesamt drei Niederländern an diesem Wochenende. In der nächsten Runde traf er auf Jermaine Wattimena und steigerte sich weiter. Mit einem Average von 102,91 gewann er klar mit 6:1.
Im Viertelfinale folgte sein engstes Match des Turniers. Gegen Chris Dobey musste ein Entscheidungsleg her. Humphries stellte sich nach 12 Darts auf ein Doppel und machte die Partie schließlich auf der Doppel-3 zu.
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Im Halbfinale wartete mit Michael van Gerwen ein echter Härtetest. Ausgerechnet in diesem Duell spielte Humphries sein bestes Match des Wochenendes und erzielte einen Average von 105,96. Unterstützt von drei 12-Dartern und einem spektakulären 129er-Finish im letzten Leg dominierte der Engländer die Partie und gewann deutlich mit 7:2. Damit zog er ins Finale gegen Jonny Clayton ein. Dort sah zunächst alles nach einer klaren Angelegenheit aus, als Humphries mit 6:2 führte. „The Ferret“ kämpfte sich jedoch noch einmal auf 6:7 heran. Im 14. Leg machte der Weltmeister von 2024 mit einem 13-Darter schließlich den Titelgewinn perfekt.
Mit diesem Erfolg erhöht Humphries sein Gesamtkonto in der European Tour Order of Merit auf 45.000 Pfund. Damit liegt er 2.000 Pfund vor Wessel Nijman, der nun mit 43.000 Pfund auf Rang zwei steht. Der Niederländer hatte in der Vorwoche seinen ersten Euro-Tour-Titel gewonnen, verlor jedoch an diesem Wochenende überraschend sein Auftaktmatch gegen Sebastian Bialecki und musste die Führung wieder abgeben. Knapp hinter Nijman folgt Luke Littler mit 40.000 Pfund auf Rang drei. „The Nuke“ unterlag in Wieze Niels Zonneveld, der bislang als größte Überraschung der European-Tour-Saison gilt.
Zonneveld in Bestform
Hinter dem Spitzentrio hat sich bereits eine deutliche Lücke zu den weiteren Verfolgern gebildet. Auf Rang vier liegt Niels Zonneveld, der einen beeindruckenden Start in die diesjährige European-Tour-Kampagne hingelegt hat. „Triple Z“ erreichte bereits in der vergangenen Woche bei der European Darts Trophy das Halbfinale und wiederholte dieses Ergebnis am Wochenende in Wieze.
Im Halbfinale gegen Jonny Clayton hatte Zonneveld sogar vier Matchdarts für den Einzug ins Finale, konnte diese Chancen jedoch nicht nutzen. Dennoch sammelte der Niederländer wertvolles Preisgeld und steht nach zwei Halbfinalteilnahmen nun bei 23.500 Pfund. Damit belegt er aktuell Rang vier der European Tour Order of Merit.
Schindler feiert ersten Sieg
Aus deutscher Sicht verlief das Wochenende in Wieze durchwachsen. Niko Springer unterlag in seinem Auftaktmatch Kim Huybrechts mit 3:6, bleibt als aktuell bester Deutscher der European Tour Order of Merit jedoch auf Rang 25 platziert, verlor im Vergleich zur Vorwoche allerdings seine Position in den Top-16 (zuvor Rang 15).

Feierte in Wieze seinen ersten Sieg der European-Tour-Saison 2026: „The Wall“ Martin Schindler
Auch Lukas Wenig musste sich bereits am Freitag in Runde eins geschlagen geben – er unterlag Dirk van Duijvenbode ebenfalls mit 3:6. Wenig belegt derzeit Rang 38 im Ranking. Für ein positives Signal sorgte hingegen Martin Schindler, der seinen ersten Sieg der laufenden European-Tour-Saison feiern konnte, neu in die Rangliste einstieg und aktuell auf Platz 40 geführt wird.
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PDC European Tour Order of Merit
| Rang | Name | Preisgeld |
| 1 | Luke Humphries | 45 |
| 2 | Wessel Nijman | 43 |
| 3 | Luke Littler | 40 |
| 4 | Niels Zonneveld | 23.5 |
| 5 | Chris Dobey | 23 |
| 6 | Jonny Clayton | 20 |
| 7 | Gian van Veen | 20 |
| 8 | Josh Rock | 16 |
| 9 | Jermaine Wattimena | 15 |
| 9 | Ross Smith | 15 |
| 11 | Gerwyn Price | 15 |
| 12 | Danny Noppert | 13 |
| 13 | Michael Smith | 12 |
| 14 | Daryl Gurney | 12 |
| 15 | Cristo Reyes | 12 |
| 16 | Luke Woodhouse | 12 |
| 17 | Dirk van Duijvenbode | 11.5 |
| 18 | Michael van Gerwen | 10 |
| 19 | Ryan Searle | 10 |
| 20 | Damon Heta | 10 |
| 21 | Boris Krcmar | 8.5 |
| 21 | Cameron Menzies | 8.5 |
| 23 | Andy Baetens | 8 |
| 23 | Ryan Joyce | 8 |
| 25 | Niko Springer | 8 |
| 25 | Richard Veenstra | 8 |
| 27 | Stephen Bunting | 8 |
| 28 | Paul Krohne | 7.5 |
| 29 | Sebastian Bialecki | 7.5 |
| 30 | Kim Huybrechts | 7 |
| 31 | Kevin Doets | 7 |
| 32 | Dave Chisnall | 7 |
| 32 | Ricky Evans | 7 |
| 34 | William O'Connor | 7 |
| 35 | Joe Cullen | 7 |
| 35 | Krzysztof Ratajski | 7 |
| 37 | Mickey Mansell | 5.5 |
| 38 | Lukas Wenig | 5.5 |
| 39 | Adam Gawlas | 5.5 |
| 40 | Martin Schindler | 5 |
| 41 | Mensur Suljovic | 5 |
| 42 | Nathan Aspinall | 5 |
| 43 | Michael Unterbuchner | 4 |
| 44 | Finn Behrens | 4 |
| 45 | Ritchie Edhouse | 4 |
| 45 | Thomas Lovely | 4 |
| 47 | Ryan Meikle | 3.5 |
| 48 | Darius Labanauskas | 3.5 |
| 49 | Andrew Gilding | 3.5 |
| 49 | Connor Scutt | 3.5 |
| 49 | Darryl Pilgrim | 3.5 |
| 49 | Mike De Decker | 3.5 |
| 53 | Liam Maendl-Lawrance | 2 |
| 54 | Michael Hurtz | 2 |
| 54 | Robin Masino | 2 |
| 56 | Adam Lipscombe | 2 |
| 56 | Brendan Dolan | 2 |
| 56 | James Hurrell | 2 |
| 56 | Jan Schmidt | 2 |
| 56 | Kevin Troppmann | 2 |
| 56 | Marcel Hausotter | 2 |
| 56 | Patrik Kovacs | 2 |
| 56 | Stephen Burton | 2 |
| 64 | Francois Schweyen | 2 |
| 64 | Ian White | 2 |
| 64 | Jani Haavisto | 2 |
| 64 | Pascal Devroey | 2 |
| 64 | Scott Williams | 2 |
| 64 | Sietse Lap | 2 |
| 64 | Thibault Tricole | 2 |
| 64 | Tyler Thorpe | 2 |
| 72 | Cam Crabtree | 2 |
| 72 | Dragutin Horvat | 2 |
| 72 | Florian Hempel | 2 |
| 72 | Florian Preis | 2 |
| 72 | Jeffrey De Zwaan | 2 |
| 72 | Jonas Masalin | 2 |
| 72 | Kai Gotthardt | 2 |
| 72 | Karel Sedlacek | 2 |
| 72 | Keane Barry | 2 |
| 72 | Mario Vandenbogaerde | 2 |
| 72 | Shane McGuirk | 2 |
| 72 | Wojciech Brulinski | 2 |
| 84 | Andreas Harrysson | 2 |
| 84 | Callan Rydz | 2 |
| 84 | Carl Sneyd | 2 |
| 84 | Dawid Robak | 2 |
| 84 | Jeffrey de Graaf | 2 |
| 84 | Krzysztof Kciuk | 2 |
| 84 | Marvin Kraft | 2 |
| 84 | Miroslaw Grudziecki | 2 |
| 84 | Piotr Maciejczak | 2 |

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026











